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Saturday 28th of November 2020
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DIE BEDÜRFNISSE DES KÖRPERS

DIE BEDÜRFNISSE DES KÖRPERS

Ein Mensch hat viele physische Schwächen. Vorrangig muss der Mensch sowohl seinen Körper als auch seine Umgebung sauber halten und pflegen. Die Zeit, die er für seine Pflege verbringt, beansprucht einen erheblichen Teil seines Lebens. Untersuchungen darüber, wie viel Zeit der Mensch beim Baden, Rasieren, bei der Pflege von Händen, Füßen, Haaren und der Haut verbringt, werden oft publiziert. Wenn jemand so etwas zum ersten Mal hört, ist er sehr überrascht, denn er hat vielleicht nie darüber nachgedacht, dass ein großer Teil seines Lebens für solche alltäglichen Handlungen aufgewendet wird.

Im alltäglichen Leben kann man zu Hause, auf der Strasse, im Beruf, in der Schule die verschiedenartigsten Menschen beobachten. Ein bedeutender Teil dieser Menschen ist gut gekleidet, geschmückt und rasiert, hat gekämmte Haare und die Kleidung ist gebügelt. Doch dieses Aussehen hat auch eine Kehrseite. Wie lange haben diese Menschen sich bemüht, um so sauber und ordentlich auszusehen?

Die Pflege, die ein Mensch vom Aufwachen bis zum Schlafengehen vornimmt, ist in viele einzelne Handlungen unterteilt. Nach dem Aufwachen ist der erste Ort, an den der Mensch sich begibt, das Badezimmer. Während der Nacht verursacht die starke Vermehrung von Bakterien einen unangenehmen Geschmack und Geruch im Mund und zwingt uns, unsere Zähne zu putzen. Um jedoch für den neuen Tag fertig zu sein, wird er sich nicht auf das Bürsten der Zähne beschränken. Er muss auch seine Hände und sein Gesicht waschen. Aber auch das genügt noch nicht. Während des Tages werden die Haare fettig und der Körper schmutzig. Nachts, mitten in einem Traum, hat der Körper möglicherweise stark geschwitzt. Das einzige Mittel, unangenehme Körpergerüche und Schweiß loszuwerden, ist eine Dusche. Denn mit seinem fettigen Haar und dem unangenehmen Körpergeruch kann er unmöglich zur Arbeit gehen.

Es gibt eine überraschende Fülle von Mitteln für die menschliche Pflege. Dies ist sicher ein genügender Beweis für die endlosen Notwendigkeiten der Körperpflege. Außer Wasser und Seife benötigen wir zahlreiche Mittel, um den Körper zu säubern: Shampoo, Duschgel, Zahnpasta, Zahnputzmittel, zahnmedizinisches Band, Baumwolle, Körperpuder, Gesichtscreme, Lotionen usw., die Liste ist noch lange nicht vollständig. Abgesehen von diesen Materialien gibt es Hunderte anderer Produkte, die in Labors entwickelt werden, um die Körperpflege zu verbessern.

Neben der Körperpflege bringt jeder viel Zeit für die Reinigung seiner Kleidung, seines Hauses und seiner Umgebung auf. Man kann sich nicht sauber halten, ohne sich in einer sauberen Umgebung zu befinden.

Ein bestimmter Teil des Lebens wird nur damit verbracht, um die Erfordernisse des Körpers zu befriedigen. Darüber hinaus benötigen wir viele Chemikalien für diese Pflege. Allah erschuf den Mensch mit vielen Schwächen, dennoch stellt Er auch die Methoden zur Verfügung, um diese Schwächen vorübergehend zu verbergen und in gutem Zustand zu bleiben, ohne dass andere Menschen dieser Schwächen angesichtig werden. Der Mensch ist ferner so ausgestattet, dass er mit seiner Intelligenz die besten Wege finden kann, seine Schwächen auszugleichen. Wenn wir diese Methoden nicht anwenden, um sauber und frisch zu bleiben, sehen wir bereits nach sehr kurzer Zeit sehr abstoßend aus.

Man bleibt auch nie für lange Zeit sauber. Nach einigen Stunden bleibt nichts von der Erfrischung, die eine Dusche gibt: Wir können nur für einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum sauber bleiben. Wir brauchen mindestens einmal täglich eine Dusche. Ebenso müssen wir unsere Zähne regelmäßig putzen. Denken Sie an eine Frau, wie viele Stunden sie vor dem Spiegel verbringt. Sie wacht am folgenden Morgen auf und sieht, dass auf ihrem Gesicht keine Spur des schönen Make-ups mehr zu sehen ist. Falls sie die Schminke nicht völlig wieder entfernt, kann ihr Gesicht wegen der Reste an Kosmetik sogar noch schlechter aussehen. Ein sauber rasierter Mann muss sich jeden Morgen aufs neue rasieren. Es ist wichtig, zu verstehen, dass alle diese Notwendigkeiten einem spezifischen Zweck dienen.

Wenn die Körpertemperatur steigt, schwitzen wir. Der Geruch, den der Schweiß verursacht, stört uns. Es ist ein unvermeidbarer Prozess, dem jeder unterworfen ist, der in dieser Welt lebt. Alle Menschen sehen sich sehr oft mit dieser Schwäche konfrontiert. Pflanzen schwitzen nie. Eine Rose stinkt nie, obwohl sie im Boden wächst, mit Düngemitteln aufgezogen wird und sich in einer staubigen und schmutzigen Umwelt befindet. Unter all diesen Bedingungen hat sie einen feinen Duft. Wir müssen kaum erwähnen, dass sie keine Körperpflege benötigt! Wie viel Kosmetik auch immer auf die Haut aufgetragen wird, niemand erzielt solch einen permanenten Duft.

Außer den hygienischen Erfordernissen des Körpers ist auch Nahrung für die Gesundheit des Menschen wesentlich. Es gibt ein empfindliches Gleichgewicht von Proteinen, Kohlenhydraten, Fettsäuren, Vitaminen und verschiedener Mineralien, die für den Körper wichtig sind. Sobald dieses Gleichgewicht gestört wird, können ernste Schädigungen in der Funktion der Körpersysteme auftreten. Das Immunsystem verliert seine schützenden Fähigkeiten und lässt den Körper schwach und anfällig werden gegen Krankheiten. Folglich sollte die gleiche Aufmerksamkeit, die bei der Körperpflege gezeigt wird, auch bei der Nahrung angewandt werden.

Ein noch wesentlicheres Erfordernis für das Leben ist Wasser. Alle chemischen Funktionen des Körpers benötigen Wasser. Der Mensch kann ohne feste Nahrung lange Zeit überleben, aber wenige Tage ohne Wasser sind tödlich. Die Schwächen, die hier dargestellt werden, sind Schwächen, die man am eigenen Körper beobachten kann. Sind wir uns dessen bewusst, dass dies Schwächen sind? Oder denken wir, dass dies natürlich sei, da alle Menschen auf der Erde dieselben Schwächen haben? Wir sollten uns vor Augen halten, dass Allah den Menschen vollkommen ohne Schwächen ganz hätte erschaffen können. Jeder Mensch könnte sauber und wohlriechend sein. Die Lehren, die aus diesem Zustand gezogen werden sollten, führen schließlich zur Einsicht. Es wird uns klar und bewusst, dass der Mensch in seinen Schwächen die Existenz Allahs erkennen soll und verstehen soll, warum er erschaffen wurde, und dass er sich vorbereiten soll auf das Jenseits, sein ewiges Heim.

 

FÜNFZEHN JAHRE OHNE "BEWUSSTSEIN"

Jeder Mensch muss täglich schlafen. Ganz gleich wie sehr er auch kämpft, um wach zu bleiben, es ist unvermeidlich, dass er in Schlaf fällt und für mindestens ein Viertel des Tages im Bett bleibt. Folglich lebt der Mensch nur achtzehn Stunden pro Tag bewusst; er verbringt die restliche Zeit, mindestens sechs Stunden pro Tag, in einem unbewussten Zustand. Dieser Umstand führt uns zu einer erstaunlichen Schlussfolgerung: Ein Viertel eines Menschenlebens wird im Zustand der "Bewusstlosigkeit" verbracht.

Haben wir eine Alternative zum Schlafen? Was würde jemandem geschehen, der sagt, Ich möchte nicht schlafen?". Zuerst werden seine Augen rot und die Hautfarbe blass. Wenn die Schlaflosigkeit andauert, kommt es zum Verlust des Bewusstseins.

Am Ende eines Tages wird der Mensch müde und fällt in Halbschlaf. Dies ist ein unvermeidlicher Prozess, und jeder Mensch unterliegt dem gleichen Prozess. Ähnlich dem Tod beginnt der Körper kurz vor dem Schlaf der äußeren Welt gegenüber unempfindlich zu werden und der Körper kann nicht mehr reagieren. Mittlerweile ändern sich seine Funktionen. Der Körper schränkt alle Funktionen auf ein Minimum ein und verliert sein Gefühl für Ort und Zeit, auch die Körperbewegungen werden langsamer. Dieser Zustand ist in gewisser Weise ähnlich dem des Todes, da wir den Tod so definieren, dass die Seele den Körper verlässt. Tatsächlich liegt der Körper jedoch während des Schlafes im Bett, während der Geist ein ganz unterschiedliches Leben an vollständig verschiedenen Plätzen erfährt. In seinen Träumen kann man sich an einem heißen Sommertag an einem Strand liegend wahrnehmen. Der Tod hat das gleiche Aussehen. Er trennt die Seele vom Körper, den die Seele in dieser Welt bewohnt und trägt sie zu einer anderen Welt in einen neuen Körper. Aus diesem Grund erinnert Allah uns im Quran an die Ähnlichkeit des Schlafes mit dem Tod.

Er ist es, der euch zu Sich nimmt zur Nacht, und Er weiß, was ihr während des Tages tun werdet, an dem Er euch erweckt, damit ein bestimmter Termin erfüllt wird. Zu Ihm ist euere Heimkehr. Dann lässt Er euch wissen, was ihr getan habt. (Sure 6:60 – al-An’am)

Allah nimmt zur Zeit ihres Todes die Seelen zu Sich, und die Seelen (derer), welche nicht gestorben sind, in ihrem Schlaf. Diejenigen, über die Er den Tod verhängt hat, behält Er; die andern sendet Er zurück, bis zu einem bestimmten Termin. Darin sind fürwahr Zeichen für nachdenkliche Leute. (Sure 39:42 – az-Zumar)

Obwohl die Menschen ein Viertel ihres Lebens in einem todesähnlichen Zustand verbringen, denken sie nie an diese Tatsache. Es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass sie während des Schlafs alles hinter sich lassen, das in dieser Welt für sehr wichtig gehalten wird. Wenn der Mensch einschläft, bedeuten das Geld, das er an dem Tag verdient hat, eine sehr wichtige Prüfung oder ein schönes Geschenk, das er an diesem Tag erhalten hat, gar nichts. Das bedeutet, dass er mit dieser Welt nicht mehr in Verbindung steht.

Diese Beispiele zeigen, wie kurz das Leben in dieser Welt ist und mit welchen notwendigen Handlungen diese kurze Zeit verbracht wird. Wenn die Zeit, die mit obligatorischen Aufgaben verbracht wird, vom Menschenleben abgezogen wird, sehen wir, dass die Zeit, die der Mensch zu seinem Vergnügen verbringen kann, überaus kurz ist. Im Rückblick ist der Mensch sehr erstaunt und sieht sich einem sehr langen Zeitabschnitt gegenüber, den er mit Ernährung, Körperpflege, Schlaf oder Arbeit verbracht hat, um dadurch bessere Lebensbedingungen zu erreichen.

Die Berechnungen der Zeit, die man in dieser Welt verbringt, stimmen zweifellos nachdenklich. Wir verbringen mindestens 15-20 Jahre unseres ungefähr 60- bis 80-jährigen Lebens im Schlaf. 10 Jahre der restlichen 45 bis 60 Jahre jedoch werden in der Kindheit verbracht, einer weiteren Periode, in der der Mensch sich in einem nahezu unbewussten Zustand befindet. Das heißt, ein sechzig Jahre alter Mann verbringt möglicherweise die Hälfte seines Lebens unbewusst. Auch über die andere Hälfte des Lebens sind Statistiken vorhanden. Ein sehr langer Zeitabschnitt wird mit der Zubereitung von Mahlzeiten verbracht, mit Essen, Putzen und Körperpflege. Im Ergebnis bleiben von einer langen Lebensdauer nur 3-5 Jahre übrig. Was für einen Wert hat solch eine kurze Lebensdauer im Vergleich zum ewigen Leben?

Genau an diesem Punkt ist der große Unterschied zwischen gläubigen und ungläubigen Menschen zu erkennen. Der Ungläubige nimmt an, dass sein Leben nur aus den Jahren besteht, die er auf dieser Welt verbringt. Er versucht diese Welt, die im Handumdrehen zu Ende geht, "richtig zu genießen", aber er müht sich umsonst ab. Denn das Dasein auf dieser Welt ist für uns nicht nur sehr kurz, sondern auch voller Unvollkommenheit. Darüber hinaus erlebt der Ungläubige sein Leben als unangenehm und voller Angst und Furcht, da er Allah nicht vertraut.

Andererseits verbringt ein gläubiger Mensch sein Leben, indem er zu Allahs Wohlgefallen auf Ihn vertraut. Auf diese Weise wird er von allen Ängsten und Sorgen der Welt befreit und erreicht das Paradies, den Ort des ewigen Glücks. Der entscheidende Sinn des Lebens wird von Allah in einem Vers so angegeben:

Auch zu denen, welche gottesfürchtig waren, wird gesprochen: "Was hat euer Herr hinab gesandt?" Sie werden antworten: "Gutes!" Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen, die Gärten Edens, in die sie eintreten. Sie werden von Bächen durcheilt. Und sie erhalten dort, was sie nur wünschen. Also belohnt Allah die Gottesfürchtigen. (Sure 16:30-31 – an-Nahl)

 

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