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Friday 29th of May 2020
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BEISPIELE AUS DEM QURAN ÜBER DIE VORLÄUFIGKEIT DER WELT

BEISPIELE AUS DEM QURAN ÜBER DIE VORLÄUFIGKEIT DER WELT

Allah hebt im Quran wiederholt hervor, dass diese Welt eine Welt ist, in der jeder Genuss nur von vorübergehender Natur ist. Allah erzählt die Geschichte jener Gesellschaften, jener Männer und Frauen der Vergangenheit, die über ihren Wohlstand, ihren Ruhm oder Sozialstatus jubelten und dennoch ein verhängnisvolles Ende fanden. In der Sure       al-Kahf wird das Schicksal von zwei Männern, wiedergegeben:

Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern auf. Einem von ihnen gaben Wir zwei Rebgärten, umzäunt mit Palmen, zwischen denen Wir ein Getreidefeld anlegten.

Beide Gärten erbrachten ihre Ernte, und so mangelte nichts. Und Wir ließen mittendurch einen Bach fließen. Und er trug ihm Früchte. Da sagte er während ihrer Unterhaltung zu seinem Gefährten "Ich habe reicheres Vermögen als du und verfüge über mehr Leute."

Sich so gegen sich selbst versündigend, betrat er seinen Garten und sprach: "Ich glaube nicht, dass dies je zugrunde geht. Und ich glaube auch nicht, dass die Stunde je kommt. Und selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgeholt werden sollte, fände ich dort gewiss etwas besseres im Tausch."

Da sagte sein Gefährte zu ihm: "Glaubst du etwa nicht an den, der dich aus Staub erschaffen hat und dann aus einem Samentropfen, und dich dann zu einem Mann geformt hat? Für mich ist jedoch Allah mein Herr, und ich stelle meinem Herrn nichts zur Seite. Und warum sagtest du beim Betreten deines Gartens nicht: "Wie Allah will! Es gibt keine Macht außer bei Allah!" Du siehst zwar, dass ich weniger Vermögen und Kinder habe als du. Aber mein Herr wird mir vielleicht doch etwas besseres geben als deinen Garten. Denn auf ihn könnte Er (jederzeit) vom Himmel Seine Blitze senden, so dass er zu Staub zerbröselt, oder sein Wasser versiegt und du bist außerstande, welches zu finden.

Tatsächlich wurden seine Früchte (von Allahs Strafgericht) erfasst. Und am anderen Morgen begann er, seine Hände zu ringen wegen der Ausgaben, die er gemacht hatte; denn (die Reben) waren mit ihren Stützen zusammengebrochen. Und er sagte: "Ach, hätte ich doch meinem Herrn nichts zur Seite gestellt!" Doch er hatte keinerlei Helfer, die ihm an Allahs Stelle hätten helfen können, noch konnte er sich selbst helfen.

In einem solchen Fall gewährt allein Allah, der Wahre, Schutz. Bei Ihm ist der beste Lohn und der beste Ausgang. Und stelle ihnen ein Gleichnis vom irdischen Leben auf. Es ist wie das Wasser, das Wir vom Himmel hinab senden. Die Pflanzen der Erde nehmen es auf, aber dann werden sie dürres Heu, das der Wind verstreut. Und Allah hat Macht über alle Dinge. Vermögen und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Das Bleibende aber, die guten Werke, bringen besseren Lohn bei deinem Herrn und begründen bessere Hoffnung. (Sure 18:32-46 – al-Kahf)

Wer sich seines Besitzes rühmt, gibt Anlass zur Lächerlichkeit. Dies ist das unveränderliche Gesetz Allahs. Besitz und Macht werden als Geschenk von Allah gegeben und können jederzeit zurückgenommen werden.

Wir haben sie fürwahr geprüft, so wie Wir die Gartenbesitzer prüften, als sie schworen, am nächsten Morgen die Früchte zu ernten. Aber keinen Vorbehalt machten. Darum suchte ihn dein Herr vernichtend heim, während sie schliefen.

So war er am Morgen wie abgeerntet! Aber sie riefen einander am Morgen zu: "Geht frühzeitig auf euer Feld, falls ihr die Früchte ernten wollt." Da machten sie sich auf, wobei sie einander zuflüsterten: "Heute soll uns kein Armer dazwischenkommen." Und mit dieser (geizigen) Absicht gingen sie in der Frühe (zum Garten) hinaus. Doch als sie ihn sahen, riefen sie: "Wir irrten sicherlich vom Weg ab! Nein! Wir sind beraubt!" Der Gerechteste von ihnen sagte: "Habe ich nicht zu euch gesagt: "Warum preist ihr nicht (Allah)?" Sie sagten: "Preis sei unserem Herrn! Wir taten wirklich Unrecht." Und sie begannen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Sie riefen: "Wehe uns! Wir haben uns ganz falsch verhalten. Vielleicht gibt uns unser Herr zum Tausch für ihn einen besseren (Garten). Wir flehen unseren Herrn wirklich darum an."

So war die Strafe! Aber die Strafe des Jenseits ist größer. O wenn sie es nur wüssten! (Sure 68:17-33 – al-Qalam)

Das aufmerksame Auge erkennt an diesen Versen sofort, dass Allah in dieser Geschichte nicht Beispiele von Atheisten gibt. Es wird hier von Menschen berichtet, die an Allah glauben, aber deren Inneres unempfindlich geworden ist. Ihre Erinnerung an Ihn ist schwach und sie sind gegen ihren Schöpfer undankbar. Sie sind stolz auf den Besitz, den Allah ihnen als Zeichen Seiner Gunst gibt und vergessen dabei völlig, dass dieser Besitz nur ein Betriebsmittel ist, das in der von Ihm angewiesenen Weise verwendet werden darf. Gewöhnlich bestätigen sie die Existenz und die Macht Allahs; jedoch sind sie in ihrem Innern voll Stolz, Ehrgeiz und Egoismus.

Die Geschichte von Korah, einem Mann aus dem Volke Moses, wird im Quran als Beispiel des archetypischen, wohlhabenden, weltlichen Charakters erzählt. Korah und diejenigen, die nach Status und Wohlstand streben, sind sogenannte Gläubige, die ihre Religion für Besitz aufgeben, und folglich das gesegnete ewige Leben verlieren:

Siehe, Korah war vom Volke Moses, doch verging er sich gegen sie. Wir aber gaben ihm so viel an Schätzen, dass seine Schatztruhe für eine größere Schar kräftiger Leute eine Bürde gewesen wäre. Als sein Volk zu ihm sprach: "Frohlocke nicht, Allah liebt nicht die Frohlockenden. Und suche mit dem, was dir Allah gegeben hat, die künftige Wohnung, ohne deinen Anteil an dieser Welt zu vergessen. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes tat, und stifte kein Verderben auf Erden; siehe, Allah liebt nicht die, welche Unheil stiften!" Da sprach er: "Das (alles) wurde mir in Anerkennung meines Wissens gegeben!" Wusste er nicht, dass Allah bereits vor ihm ganze Geschlechter vernichtet hatte, die an Kraft stärker als er waren und mehr aufgehäuft hatten? Aber die Missetäter werden nicht nach ihren Sünden befragt." So ging er in seinem (vollen) Schmuck zu seinem Volke hinaus. Jene nun, die auf das irdische Leben begierig sind, sprachen: "O dass wir doch besäßen, was Korah gegeben wurde! Er hat wirklich gewaltiges Glück!" Aber diejenigen, denen das Wissen gegeben war, sprachen: "Wehe euch! Die Belohnung Allahs ist besser für den, der glaubt und das Rechte tut; und niemand gewinnt sie, außer den Standhaften." Dann ließen Wir die Erde ihn und sein Haus verschlingen. Da fand er niemand, ihm zu helfen, außer Allah; und er konnte auch sich selbst nicht helfen. (Sure 28:76-81 – al-Qasas)

Das Hauptdelikt von Korah war, dass er sein Dasein als unabhängig von Allah ansah. In der Tat verweigerte er nicht die Akzeptanz der Existenz Allahs, nahm aber an, dass er wegen seiner überlegenen Eigenschaften die Macht und den Besitz verdient habe, die ihm von Allah geschenkt wurden. Alle Menschen auf dieser Erde sind Diener Allahs und ihr Besitz wird ihnen nicht einfach gegeben, weil sie ihn verdienen. Alles, was dem Menschen gegeben wird, ist als eine Gunst Allahs anzusehen. Wenn er diese Tatsache berücksichtigt, wird der Mensch wegen seines Reichtums nicht undankbar und rebellisch gegen seinen Schöpfer,         sondern er fühlt Dankbarkeit und zeigt diese Dankbarkeit durch sein   gutes Verhalten gegenüber Allah. Dies ist zweifellos die beste und achtbarste Weise, in der jemand seine Dankbarkeit gegenüber Allah erweisen kann. Korah und diejenigen, die so sein wollen wie er, begehen andererseits frevelhafte Taten, und sie engagieren sich nur dann in ihrem Innersten, wenn sie ein Unglück erleiden. Wenn sie sich nach dem erlittenen Schaden weiterhin gegen Allah auflehnen, werden sie vollkommen ruiniert. Ihr Ende ist unvermeidbar: die Hölle ist ein schlechter Platz zum Verweilen!

Wisst, dass das irdische Leben nur Spiel und Scherz und Flitter und Prahlerei unter euch ist und Wetteifern um Vermögen und Kinder. Dies gleicht dem Regen, dessen Wachstum die Bauern erfreut. Dann aber welkt es, und du siehst es gelb werden. Dann zerbröckelt es. Und im Jenseits ist strenge Strafe ebenso wie Verzeihung von Allah und Wohlgefallen. Doch das irdische Leben ist nur ein trügerischer Nießbrauch auf Zeit. (Sure 57:20 – al-Hadid)

 

 

Die Schwäche des Menschen

 

Der Mensch wurde in ausgezeichneter Weise erschaffen, Allah hat ihn mit vielen überlegenen Eigenschaften ausgestattet. Seine Überlegenheit allen anderen Geschöpfen gegenüber ist eine offensichtliche Tatsache.

Haben Sie nie darüber nachgedacht, warum der Mensch trotz dieser Überlegenheit einen Körper besitzt, der Schutz benötigt? Warum können winzig kleine Bakterien und Viren, die nur mit Mikroskopen zu erkennen sind, diesen Körper schädigen? Warum muss der Mensch sein ganzes Leben lang seinen Körper pflegen? Und warum wird der menschliche Körper mit der Zeit älter?

Die Menschen nehmen dies als natürlich hin. Die genannten Eigenschaften und Eigenheiten wurden jedoch für einen bestimmten Zweck erschaffen. Jede Einzelheit der menschlichen Schwäche wurde von Allah speziell hervorgebracht. Im Vers "k Bold"; mso-bidi-font-family: 'PalatinoT<6BB2>k Bold'; mso-ansi-language: DE;" lang="DE">Der Mensch wurde schwach erschaffen" k Bold"; mso-bidi-font-family: 'PalatinoT<6BB2>k Bold'; mso-ansi-language: DE;" lang="DE">(Sure 4:28 – an-Nisa) teilt Allah uns diese Tatsache mit. Der Mensch wurde schwach erschaffen, so dass er als Diener gegenüber seinem Schöpfer seine Schwäche verstehen kann und begreifen kann, dass die Welt ein vorläufiger Wohnort ist.

Der Mensch kann nicht bestimmen, wann und wo er zur Welt kommt oder wann und wie er sterben wird. Außerdem kann er die negativen Faktoren aus seinem Leben nicht entfernen.

Der menschliche Körper benötigt Schutz. Auf welche Bedingungen in seiner Umwelt er stoßen wird, ist ihm nicht bekannt. Man kann zu jeder Zeit auf eine unerwartete Gefahr stoßen, ganz gleich wo man lebt.          Der Mensch kann entweder in der modernsten Stadt der Welt, oder in einem Dorf, in dem es keine Elektrizität gibt, leben. Er kann an einer tödlichen Krankheit leiden, oder einen dauernden Körperschaden davontragen. Er kann seine körperliche Kraft, seine Schönheit oder eine physische Eigenschaft, deren er sich rühmt, verlieren. Wer dieser Mensch ist, ist nicht wichtig. Irgendeiner der hier aufgeführten Umstände kann das Leben eines Schäfers, der seine Herde weiden lässt oder eines berühmten Filmstars vollkommen ändern.

Der Körper, der ungefähr ein Gewicht von 70-80 Kg hat, besteht aus Knochen und Fleisch. Er ist mit einer dünnen Haut bedeckt. Diese zarte Haut kann ganz leicht blaue Flecken bekommen und zerrissen werden. Unter der Sonne kann er nicht lange Zeit bleiben. Nach einer bestimmten Zeit entzündet sich die Haut, dann schwillt sie auf. Der Mensch muss sich unbedingt vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen.

Allah hat die Menschen in schönsten Gestalten und mit den vollkommensten Systemen erschaffen. Aber Er hat den Körper aus Stoffen wie Fleisch und Fett hervorgebracht, die leicht verderben können, um den Menschen die Vorläufigkeit des diesseitigen Lebens zu zeigen. Wenn der Mensch einen aus unterschiedlichen Substanzen bestehenden Körper hätte und widerstandsfähig wie ein Panzer wäre, würde kein Virus und keine Mikrobe die Kraft besitzen, in diesen Panzer einzudringen. Fleisch oder Fett aber sind Substanzen, die bei Raumtemperatur nach einigen Stunden zu stinken beginnen und verderben. Eine der größten Schwächen des Menschen ist also, dass sein "Baumaterial" leicht verderblich ist.

Zur Erinnerung an Allah fühlt der Mensch oft die Schwäche seines Körpers. Kaltes Wetter zum Beispiel führt jedem die Schwäche des menschlichen Körpers vor Augen. Kaltes Wetter lähmt das Immunsystem des Menschen, eine konstante Körpertemperatur von 37° Cels ist deshalb sehr wichtig.1 Bei sehr kaltem Wetter kann der langsame Verfall des Körpers beobachtet werden. Zuerst schlägt das Herz schneller, die Adern ziehen sich zusammen und der Blutdruck steigt. Der Körper beginnt zu zittern, um Wärme zu erzeugen.2 Wenn die Körpertemperatur auf 35 Grad sinkt, tritt ein gefährlicher Zustand ein. Das Herz schlägt langsamer, der Blutdruck sinkt. Geistige Funktionen verlangsamen sich. Wer sich noch länger der Kälte aussetzt und wessen Körpertemperatur unter 33 Grad sinkt, verliert das Bewusstsein. Wenn die Körpertemperatur auf 24 Grad sinkt, kommt es zu Atemstillstand, der Tod tritt ein. Auf den folgenden Seiten werden wir die physischen Schwächen des Menschen detailliert erklären. Der Mensch kann in dieser Welt keine Zufriedenheit erlangen, denn seine Schwächen stehen dem entgegen. Wir wollen die Menschen daran erinnern, dass sie sich dem wahren Heim, nämlich dem Paradies, zuwenden sollen. Es gibt ewiges Leben im Paradies, das dem Menschen gelobt wird. Das Paradies ist ein Ort, an dem es keinen Mangel, keine Unvollkommenheit oder physische Schwäche gibt. Es wird alles geben, was die menschliche Seele sich sehnlichst wünscht. Der Mensch wird von physischen Unvollkommenheiten wie Hunger, Durst, Müdigkeit, Altern und Krankheit befreit sein.

Die Menschen müssen angesichts ihrer Schwäche die Überlegenheit und Erhabenheit Allahs begreifen und verstehen, dass sie als Bedürftige auf Allah angewiesen sind. Allah sagt dazu im Quran:

Ihr Menschen! Ihr seid als Bedürftige auf Allah angewiesen. Doch Allah ist der Bedürfnislose, der Preiswürdige. (Sure 35:15 – al-Fatir)

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