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Thursday 9th of July 2020
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Mohammad - Verkünder ewiger höchster Wahrheiten

Er hatte keine Philosophie in den Schulen Athens, Roms, Persiens, Indiens oder Chinas studiert. Gleichwohl vermochte er der Menschheit die höchsten Wahrheiten von ewigem Wert zu verkünden. Obwohl er selbst nicht lesen und schreiben konnte, konnte er dennoch mit einer solchen Beredsamkeit und Hingabe zu den Menschen zu sprechen, dass sie zu Tränen gerührt waren, zu Tränen der tiefen Freude. Als Waise geboren und mit keinen weltlichen Gütern gesegnet, wurde er von allen geliebt. Er hatte an keiner Militärakademie studiert, und doch war er in der Lage, entgegen allen Erwartungen seine Truppen zu organisieren und dank der moralischen Kräfte, die er mobilisierte, Siege zu erringen. Menschen, die gesegnet sind mit der Gabe zu predigen, sind selten. Descartes betonte, dass die Fähigkeit zu predigen eine der seltensten Gaben in dieser Welt sei. In der Person des Propheten des Islam, einem Menschen aus Fleisch und Blut, sah die Welt dieses seltene Phänomen, dass die Verkörperung der größten menschlichen Qualitäten möglich ist.

Und noch schöner ist das, was Pastor Bosworth Smith anmerkte:

„Als Führer des Staates wie auch der Kirche war er Kaiser und Papst zugleich; aber er war Papst ohne die Ansprüche eines Papstes und Kaiser ohne die kaiserlichen Legionen, ohne Berufsarmee, ohne Leibwächter, ohne Palast, ohne feste Einkünfte. Wenn jemals ein Mensch das Recht gehabt hat, zu sagen, er herrsche durch Gottes Gnaden, dann war es

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Mohammad, denn er besaß die Macht ohne Hilfsmittel und Unterstützung. Es lag ihm nichts daran, sich mit der Macht zu schmücken. Die Einfachheit seines Privatlebens war im Einklang mit seinem gesellschaftlichen Leben."

Nach dem Fall von Mekka lagen ihm mehr als eine Million Quadratkilometer zu Füßen. Als Herrscher von Arabien flickte er seine eigenen Schuhe und grobwollenen Gewänder, molk die Ziegen, fegte den Herd, zündete das Feuer an und verrichtete andere einfache Arbeiten für seine Familie. Die ganze Stadt Medina, in der er lebte, kam in den späteren Tagen seines Lebens zu Wohlstand. Überall gab es eine Menge Gold und Silber, und dennoch verstrichen in jenen Tagen des Wohlstandes viele Wochen, ohne dass ein Feuer im Herd des Herrschers von Arabien entfacht wurde. Sein Essen bestand aus Datteln und Wasser. Seine Familie ging viele Nächte hintereinander hungrig schlafen, weil sie am Abend nichts zu essen bekommen hatte. Er schlief nicht in einem weichen Bett, sondern auf einer Palmenmatte, und verbrachte nach einem langen, arbeitsreichen Tag die meiste Zeit der Nacht im Gebet - oft tränenüberströmt vor seinem Schöpfer stehend, auf dass Er ihm die Kraft gebe, seine Pflichten zu erfüllen. Berichten zufolge war seine Stimme tatsächlich von Tränen erstickt.

Am Tage seines Todes waren ein paar Münzen sein einziger Besitz; mit einem Teil davon wurden Schulden beglichen und den Rest bekam eine bedürftige Person, die in der Hoffnung auf Nächstenliebe in sein Haus kam. Das Gewand, in dem er seine letzten Atemzüge machte, hatte viele Flicken. Das Haus, von dem aus das Licht in die ganze Welt getragen wurde, war in Finsternis gehüllt, denn es gab kein Öl in der Lampe.

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