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Wednesday 3rd of June 2020
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Teil 655: Sure Schuara (Dichter) Verse (188- 197)

In dieser 660. Folge unserer Sendereihe „In Richtung Licht" werden wir liebe Hörerfreunde und Koraninteressierten als erstes die Verse 188 bis 191 der Sure 26, besprechen. Sie lauten: (26: 188- 197)
Teil 655: Sure Schuara (Dichter) Verse (188- 197)
In dieser 660. Folge unserer Sendereihe „In Richtung Licht" werden wir liebe Hörerfreunde und Koraninteressierten als erstes die Verse 188 bis 191 der Sure 26, besprechen. Sie lauten:

(26: 188- 197)



فَأَسْقِطْ عَلَيْنَا كِسَفًا مِّنَ السَّمَاءِ إِن كُنتَ مِنَ الصَّادِقِينَ

„Er sagte: 'Mein Herr weiß am besten, was ihr tut.'" (26: 188)



فَكَذَّبُوهُ فَأَخَذَهُمْ عَذَابُ يَوْمِ الظُّلَّةِ ۚ إِنَّهُ كَانَ عَذَابَ يَوْمٍ عَظِيمٍ

„Und sie erklärten ihn für einen Lügner. So ereilte sie die Strafe am Tage der Wolke (aus der es blitzte). Das war wahrlich die Strafe eines gewaltigen Tages." (26: 189)



إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَةً ۖ وَمَا كَانَ أَكْثَرُهُم مُّؤْمِنِينَ

„Hierin ist wahrlich ein Zeichen (für die Allmacht des Herrn), jedoch die meisten von ihnen glaubten nicht." (26: 190)



وَإِنَّ رَبَّكَ لَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ

„Wahrlich, dein Herr - Er ist der Erhabene, der Barmherzige." (26: 191)

Wir haben im Zusammenhang mit den vorherigen Versen der Sure 26 erfahren, dass die Leute von Aika, nahe bei Madain, den Propheten Schuaib als jemanden abtaten, der verhext worden sei und Unsinn rede. Sie erkannten ihn nicht als Propheten an und spotteten, er solle doch die Strafe, die er ihnen verheißen hat, wegen ihrem Gott-Ungehorsam eintreten und einen großen Brocken vom Himmel auf sie herabfallen lassen.

Im Vers 188 steht, wie der Prophet Gottes ihnen daraufhin antwortete, und zwar machte er sie darauf aufmerksam, dass Gott alles sieht und weiß und auf jene Weise mit ihnen verfahren wird, wie es Sein Wille ist. Damit erklärte er also, dass er keinen Einfluss darauf hat, ob und wie Gott sie bestrafen wird.

Gemäß dem nächsten Vers 189 wurde das Volk von Aika in der Tat bestraft. Laut historischen Berichten erfasste eine schwere Hitzewelle ihr Gebiet und nach einigen Tagen erschien eine schwarze Wolke am Himmel. Die Leute dachten, es werde regnen und das Wetter abkühlen. Aber ein tödlicher Blitz fuhr auf die Erde herab. Er steckte das dichte Waldgebiet in Brand und ließ eine heiße Hölle für die Leute von Aika entstehen. Es blitzte nicht nur, sondern auch ein schweres Erdbeben erschütterte das Gebiet und riss die Widersacher in den Tod.

Nach dem Bericht über Schuaib und die Einwohner von Aika folgen wieder die gleichen Verse wie sie zuvor in den Berichten über die anderen Propheten und ihr Volk vorkamen. Und zwar beinhalten diese Verse, dass die Vernichtung dieser eigenwilligen störrischen Völker ein Mahnzeichen ist, aus dem jedoch die meisten keine Lehre ziehen. Sie lassen sich nicht dadurch mahnen und bleiben ungläubig, obwohl sie doch erkennen müssten, dass Gott mächtig und erhaben ist und jemand, der Recht und Wahrheit bekämpft, vernichtet werden wird.

Dem ist noch hinzuzufügen, dass Gott natürlich jeden, der reuevoll umkehrt, gnädig und barmherzig aufnimmt.

Wir können uns merken:

Erstens: Wir sollten selber kein Urteil über die Art und den Umfang der Bestrafung von Sündern machen. Dies haben selbst die Propheten nicht getan. Sie haben gesagt, dass sie darüber nichts wissen und nur Gott Bescheid weiß.

Zweitens: Die Liebe zum Weltlichen und die Vergötterung von irdischen Gütern bringen den Menschen dazu, sich gegen die Propheten Gottes zu stellen und sie zu leugnen. Aber diese Leugnung wird im Diesseits und im Jenseits hart bestraft.

Wir wenden uns den nächsten vier Versen zu, nämlich 192 bis 195 der Sure 26:


وَإِنَّهُ لَتَنزِيلُ رَبِّ الْعَالَمِينَ

„Und wahrlich, dies ist eine Offenbarung vom Herrn der Welten," (26: 192)



نَزَلَ بِهِ الرُّوحُ الْأَمِينُ

„die vom vertrauenswürdigen Geist (Gabriel), herabgebracht worden ist" (26: 193)



عَلَىٰ قَلْبِكَ لِتَكُونَ مِنَ الْمُنذِرِينَ

„auf dein Herz, auf dass du einer der Warner sein mögest" (26: 194)


بِلِسَانٍ عَرَبِيٍّ مُّبِينٍ

„in arabischer Sprache, die deutlich ist." (26: 195)


In der Sure 26 sind sieben Propheten Gottes und die Vernichtung ihrer Völker, die sich gegen sie stellten, genannt worden. Nun erfolgt in obigen Versen die Aussage, dass der Prophet des Islams (F.s.m.i.) in Form der göttlichen Offenbarung davon erfuhr. Diese Schilderungen aus der Geschichte der Völker und Propheten, wie sie im Koran stehen, sind also weder Aberglauben noch Märchen, sondern das Wort Gottes, welches durch den zuverlässigen Engel Dschibril (Gabriel) auf das Herz des Propheten herabgesandt wurde. Gabriel hat das Wort Gottes unangetastet überbracht und der Prophet hat es unverändert übernommen und verkündet, um die Menschen zu mahnen.

Der Koran hat keine Änderung erfahren. Der Übermittler der Offenbarung – Gabriel – wird in dieser Koranstelle als vertrauenswürdig und zuverlässig bezeichnet und es heißt, dass der Koran auf das Herz des Propheten herabgesandt wurde, nämlich auf seinen edlen Geist. Der Prophet hat das vorgetragen, was er mit dem Herzen von Gabriel empfangen hat. Also ist der Koran frei von jeglichen Unwahrheiten. Außerdem zeichnet er sich durch seine hohe Aussagekraft und Sprachschönheit aus.

Es lässt sich noch folgendes dazu anmerken:

Erstens: Die Ordnung der Gebote und die Ordnung der Schöpfung stehen im Einklang miteinander, denn Jener, der die Offenbarung schickt und die wegweisenden religiösen Gesetze für das Wohl und Glück er Menschheit aufstellt , ist auch der Schöpfer der Welt und verwaltet die Daseinsordnung.

Zweitens: Der Koran ist von Gott gesandte Offenbarung und bleibt von jeder Fälschung und Abweichung bewahrt.

Drittens: Es ist Gottes Tradition, dass Er Propheten aussendet, damit die Menschen gewarnt und wachgerüttelt werden.

Als nächstes betrachten wir noch die Verse 196 und 197 der Sure 26:


وَإِنَّهُ لَفِي زُبُرِ الْأَوَّلِينَ

„Und ganz gewiss steht (die Mitteilung über) dies in den Schriften der Früheren." (26: 196)



أَوَلَمْ يَكُن لَّهُمْ آيَةً أَن يَعْلَمَهُ عُلَمَاءُ بَنِي إِسْرَائِيلَ

"Gilt es ihnen denn nicht als Zeichen (für Echtheit) , dass die Kundigen unter den Kindern Israels ihn (den Propheten und Koran) kennen?" (26: 197)

Diese Stelle in der Sure Schuara macht auf einen von mehreren Beweisen für die Echtheit des Korans aufmerksam. Es heißt: Die Götzenanbeter in Mekka hätten sich von der Rechtmäßigkeit des Korans überzeugen können, wenn sie die jüdischen Gelehrten befragt hätten. Bei diesen hätten sie erfahren können, dass der Prophet des Islams und seine Schrift in den Büchern der Vorfahren, darunter in der Thora, beschrieben stehen.

Es muss also in der Thora zur Zeit des Propheten eine solche Verheißung gestanden haben und die jüdischen Gelehrten müssen davon gewusst haben. Denn anderenfalls ergäbe es ja keinen Sinn, dass der Koran diese Aussage macht. Wäre diese Aussage nicht richtig gewesen, dann hätten die Menschen den Propheten des Islams schnell der Lüge bezichtigen können.

Wir können uns merken:

Erstens: Die Verheißung vom Propheten der Endzeit und seiner Schrift, dem Koran, hat in den früheren Himmelsschriften gestanden.

Zweitens: Viele Inhalte der Koranverse kamen auch in den vorherigen Himmelsbüchern vor. Diese Inhalte wurden in den Koranversen formuliert und auf das edle Herz des Propheten herabgeschickt.

Drittens: Die jüdischen Gelehrten wussten, dass der Koran Recht und Wahrheit ist, aber sie waren in der Regel nicht bereit, sich zum Glauben zu bekennen, weil sie um ihre Interessen und ihre Position fürchteten.


source : abna
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