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Friday 5th of June 2020
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Soleyman war ein Prophet mit einem enormen Wissen und einer außergewöhnlichen Position.

  Soleyman war ein Prophet mit einem enormen Wissen und einer außergewöhnlichen Position. Ihm standen die Naturmächte zur Verfügung und er kannte die Sprache der Tiere. Der Koran berichtet Erstaunliches über Soleyman (Salomo). Er berichtet auch über Soleyman und Belqeis, der Königin von Sabba.
Soleyman und seine Anhänger waren auf dem Rückweg von der Pilgerreise nach Kabbeh. Aber sie fanden in der trockenen Wüste kein Wasser. Soleyman rief nach dem Widerhopf, damit er nach Wasser suche. Da stellte er fest, dass der Widerhopf fehlte. Er war verstimmt und sagte, er werde den Widerhopf hart für sein unerlaubtes Fehlen bestrafen, es sei denn er hätte einen triftigen Grund.
Endlich war der Widerhopf zurückgekehrt. Er sagte zu Soleyman „Prophet Gottes! Ich habe etwas in Erfahrung gebracht, von dem du trotz deiner großen Macht und deines Wissens bisher nichts gewusst hast.
In Saba regiert eine Frau namens Belqeis. Sie ist reich und hat einen prächtigen großen Thron. Aber sie und ihr Volk beten nicht Gott den Einzigen an, sondern die Sonne. Und Satan hat ihnen eingeflüstert, dass sie das Richtige tun. Er hat sie so sehr vom Wege Gottes abgebracht, dass ihre Rettung nicht mehr möglich scheint.
Soleyman war über diese Nachricht erstaunt. Er sagte: „Ich werde die Sache überprüfen, und wenn das stimmt was du sagst, werde ich dieser Königin eine Botschaft schicken."
Belqeis die Königin von Saba, saß in ihrem Palast als sie plötzlich einen Vogel herein fliegen sah. Er trug einen Brief im Schnabel und ließ diesen vor ihr auf die Erde fallen. Saba öffnete das Siegel, las den Brief und begann nachzudenken.
Dann rief sie ihre Staatsführer herbei und sagte:
„Ihr Ehrwürdigen. Ein wichtiger Brief wurde mir überbracht. Der Brief stammt von Soleyman und folgendes steht darin:
„Im Namen Gottes des Allbarmherzigen und Gütigen" Versuche nicht mich zu unterwerfen, komm und ergib dich!"

Einige der Heeresführer der Belqeis sprangen empört auf:
„Wir besitzen große Macht und Reichtum. Wir können gegen Soleyman kämpfen."
Andere sagten: „O Belqeis, wir haben dir die Führung überlassen und vertrauen auf deine Eignung. Tu das, was du für richtig hältst."

Belqeis war tief in Gedanken versunken. Sie dachte: „Ich sollte mich nicht auf meine Macht und mein Heer verlassen." Dann wandte sie sich ihren Beratern zu und sagte: „Wenn Könige einen Ort erreichen, richten sie Unheil an. Ich werde Soleyman Geschenke schicken. Wir werden sehen welche Antwort uns die Boten dann bringen."
Die Boten der Belqeis überbrachten Soleyman zahlreiche kostbare Geschenke. Aber Soleyman antwortete ihnen:
„Wollt ihr mir mit weltlichem Besitz etwas Gutes tun? Was Gott mir geschenkt hat, ist viel besser, als dass was ihr schenkt. Ihr macht euch mit diesen Geschenken selber etwas vor."
Dann sagte er zu den Boten der Königin von Saba: „Besinne dich eines anderen. Wir schicken ein Heer in eure Richtung, gegen das ihr nie ankommen könnt."
Als Belqeis erfuhr, das Soleyman ihre vielen großen Geschenke nicht angenommen hatte lächelte sie und blickte in die Ferne.
Die Boten wunderten sich und fragten: „Worüber freut ihr euch, o Königin?"
Belqeis antwortete: „Ich habe nun begriffen, dass Soleyman ein rechtschaffener Mensch mit reinem Herzen ist. Ich werde zu ihm eilen, um über seine neue Lehre zu erfahren."
Der Widerhopf gab Soleyman Nachricht davon, dass Belqeis kommt. Soleyman sagte zu den Versammelten: „Belqeis ist sehr klug. Ich sollte ihr die Wunderkräfte, die Gott mir verliehen hat, zeigen und ihr beweisen, dass ich Gottes Prophet bin."
Dann schaute Soleyman in die runde und fragte: „Wer kann ihren Riesenthron herbeiholen, bevor sie kommt?"
Einer der Männer, der verborgenes Wissen hatte schlug vor:
„Ich werde den Thron so schnell herbeiholen, dass es nur einen Wimpernschlag dauern wird."

Er hatte nicht zu viel versprochen. Als Soleyman den Thron vor sich sah, verbeugte er sich demütig vor Gott und sagte: „Dies ist der Huld meines Herrn zu verdanken, damit stellt er mich auf die Probe, ob ich dankbar oder undankbar gegenüber Gottes Segen bin. Wer dankbar ist, der hat dies zu seinen eigenen Gunsten getan."
Daraufhin befahl Soleyman: „Nun verändert den Thron der Belqeis. Ich möchte sehen ob sie merkt, dass es ihr Thron ist oder ob sie sich doch nicht recht leiten lässt.
Belqeis und ihre Begleiter trafen ein. Die Pracht und Größe Soleymans beeindruckte sie zutiefst. Soleyman fragte sie: „Ist dieser Thron wie dein Thron?"
Belqeis wurde noch erstaunter und sie sagte: „Mir scheint, es ist mein eigener Thron."
Soleyman führte Belqeis zu seinem kristallenen Palast. Als Belqeis ihn betreten wollte, entblößte sie die Füße, denn sie glaubte, sie müsste Wasser durchqueren. Aber Soleyman sagte: „Das ist kein Wasser. Es ist eine glatte Glasfläche." Da gingen plötzlich der Königin Belqeis die Augen auf und ihr wurde die göttliche Herrlichkeit bewusst. Sie sagte: „Ich habe gegen mich selber gefrevelt. Und nun ergebe ich mich mit Soleyman dem Herrn der Welten."
Übrigens steht diese Geschichte in der Sure Naml.

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