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Thursday 28th of January 2021
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Artikel Über Islam und Ahlul Bayt (6)

 

 

 

Das Bittgebet des Propheten Abraham (a)

 

Oh lieber Gott, gib mir die Kraft, richtig zu entscheiden und schenke mir Weisheit. Vereine mich mit Deinen gottesfürchtigen Geschöpfen. Ermögliche mir, mit ihnen aufrecht zu kommunizieren. Schenke mir die Ehre, zu den Bewohnern Deines Paradieses zu gehören. Vergebe meinem Vater. Lasse mich am Tag der Auferstehung nicht zu den beschämten Menschen gehören. An jenem Tag, an dem weder Besitz noch die eigenen Kinder einen retten können; nur derjenige, der ein reines Herz besitzt, wird Gottes Erbarmen bekommen.

 

 

Das Bittgebet der Einheit

 

Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist der einzige Gott. Und wir sind Ihm ergeben. Es gibt keinen Gott außer Allah. Und wir beten einzig und allein Ihn an. Wir sind Ihm in der Religion aufrichtig ergeben. Und auch wenn die Götzenanbeter es (schon immer) hassten. Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist unser Herr und der Herr unserer Vorfahren. Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist der Einzige, Einzige, Einzige, der (schon immer) Sein Versprechen hielt. Und Er verhalf  (schon immer) Seinem Diener zum Sieg. Und verlieh (schon immer) Seinen Soldaten Würde. Und Er allein schlug (schon immer) die Heer-Scharen. Er ist der einzige Gott, alles gehört Ihm, alles Lob gebührt Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben, und Er lässt sterben und macht lebendig. Und Er ist lebendig ohne zu sterben. In Seiner Hand ist das Gute, und Er hat Macht über alle Dinge. 

 

 

 

 

 

Der mitleidige Diener und seine Großzügigkeit

 

Tschafer-i Tayyar war der ältere Bruder von Imam Ali (a). Er, d. h. Tschafer-i Tayyar, hatte einen Sohn, der Abdullah hieß und durch seine Großzügigkeit bekannt war. Er war der Ehemann von Zainab (a), einer der Hauptvermittlerinnen des Massakers von Kerbela.  

Abdullah ging an einem warmen Tag hinunter in einen Dattelhain eines wohlhabenden Arabers. Als er sich dort unter einem Dattelbaum ausruhen wollte, sah er einen Diener, der zur Mittagszeit drei Brotlaibe zu essen bekam. Der Diener wollte einen von den drei Brotlaiben essen. Da sah er einen Hund, der sich ihm näherte. Dem Hund war anzusehen, dass er sehr hungrig war. Ohne zu zögern, warf der Diener das Brot dem Hund zu, damit er seinen Hunger stillen konnte. Dieser verschlang das Brot sogleich. Dann gab der Diener dem Hund auch das zweite Brot, das der Hund umgehend aufaß. Daraufhin gab der Diener dem Hund auch das letzte Stück an Brot und war dabei, sich wieder seiner Arbeit zu widmen. Abdullah, der alles sich zugetragene gesehen hatte, näherte sich dem Diener und fragte ihn:

„Bediensteter, was hat Du heute als Nahrung erhalten?“

Der Diener, der sich dabei genierte, sagte:

„Diese drei Brotlaibe.“

 

 

 

„Warum hast Du dann für Dich nichts aufbewahrt?“

„Ich sah, dass das Tier sehr hungrig war und habe ihm deswegen alles an Brot gegeben, das ich hatte.“

„ Gut, aber was wirst Du jetzt essen?“

„Ich werde fasten.“

Dann wollte Abdullah von dem Diener wissen, wer sein Herr ist und wo er wohnt. Als er dies erfuhr, suchte er ihn auf, kaufte den ganzen Dattelhain und den Diener von ihm ab. Dann ging er zum Diener zurück und erzählte ihm, dass er sowohl den Dattelhain als auch ihn, d. h. den Diener, von seinem Herrn gekauft hat. Dann fügte er noch hinzu: „ Ich befreie Dich als Bediensteter und schenke Dir Deine Freiheit. Und den Dattelhain schenke ich Dir zusätzlich.“

Später, nach Zutragen dieses Ereignisses, wurde Abdullah eines Tages gefragt, ob er eine Person kennt, die noch großzügiger ist als er selbst. Er erzählte daraufhin die oben erwähnte Geschichte und sagte: „Der Diener hat mit den drei Broten, die er dem Hund gegeben hat, alles gegeben, was er besaß. Ich jedoch habe ihm nur einen Teil von dem gegeben, das ich besaß…“

 

 

 

 

Der Prophet Uzair (a)

 

Der Prophet Uzeyr (a) begab sich eines Tages mit seinem Esel auf eine Wanderschaft und kam auf seinem Weg an einer kleinen Ortschaft vorbei, die in einem verfallen, ruinösen und wüsten Zustand war. In der Sure Bakara, Aya 259 heißt es:

Oder (kennst du nicht) einen ähnlichen, denjenigen, der an einer Stadt vorbeikam, die wüst in Trümmern lag?

Die Dächer und Wände der Häuser in jener Ortschaft waren eingestürzt, die Gärten verfallen und von den Menschen, die einst dort lebten, war nichts übrig geblieben.

Der Prophet (a), der die verkommene Ortschaft beobachtete und in der Nähe Rast hielt, machte sich Gedanken über die Wiedererschaffung der Dinge und Menschen dieser Kleinstadt. Während er in diese Gedanken vertieft war, sagte er: „Wie sollte Gott diese (Stadt) wieder lebendig machen, nachdem sie ausgestorben ist?“ (Bakara, 259).

Er wurde dann müde und schlief dort ein. Der erhabene Gott wollte ihm einige Tatsachen in aller Offenkundigkeit zeigen und damit ihm eine Lehre erteilen.

Es heißt in der Sure Bakara, Aya 259 weiterhin:

 

 

 

 

Da ließ Allah ihn (auf) hundert Jahre sterben. Hierauf erweckte Er ihn.

Nach hundert Jahren Schlaf wurde der Prophet Uzeyr (a) wieder ins Leben gerufen und besaß nach wie vor Intelligenz, Auffassungsvermögen und Leistungsfähigkeit. Gott fragte ihn: „Wie lange hast du verweilt?“ (Bakara, 259). Der Prophet Uzeyr (a), der am morgen jenen Tages eingeschlafen war und nach einem Jahrhundert an einem frühen Abend wieder erwachte, schaute sich die Sonne im Himmel an und sagte: „Ich verweilte einen Tag oder einen Teil des Tages.“ (Bakara, 259).

Daraufhin sagte Gott: „Nein, vielmehr verweiltest du hundert Jahre.“ (Bakara, 259).

Das Essen, das Prophet Uzeyr am Beginn seiner Reise eingepackt hatte, war mit Gottes Wunsch nicht verdorben, jedoch war sein Esel verwest und von ihm waren nur noch die Knochen übrig geblieben. Um möglichen weiteren Fragen zuvor zu kommen, sagte Gott: „ Nun schau deine Speise und dein Getränk an! Sie sind nicht verdorben. Und schau deinen Esel an! – Und damit wir dich zu einem Zeichen machen für die Menschen. Und schau die Knochen an, wie Wir sie zusammensetzen und sie hierauf mit Fleisch überziehen.“ (Bakara, 259).

 

 

 

 

Der Prophet sah mit bloßem Auge, wie Gott aus den zurück gebliebenen Knochen des Esels erneut ein Tier auferstehen lies und verstand nun, was es bedeutete das „Leben zu nehmen“ und das „Leben wieder zu schenken“. Er sah die Allmacht Gottes und zeigte seine Ergebenheit gegenüber Ihm; er wendete sich mit voller Ehrfurcht Gott zu.

Im Qur'an heißt es hierzu:

Nachdem es ihm klar geworden war, sagte er: „Ich weiß (jetzt), dass Gott zu allem die Macht hat.“( Bakara 259).

 

 

 

Lehrreiche Geschichten

 

Imam Zaynul Abidin (a) war auf dem Weg zur Hadsch nach Mekka. Als er an einem Tal zwischen Medina und Mekka ankam, versperrte ein Räuber den Weg des Imam (a). Der Räuber rief mit ernster Stimme: „Steige sofort herab!“ „Was willst Du?“, fragte ihn der Imam (a). „Ich möchte Dein Leben, Dein Geld und Gut haben!“ „Komm, lass uns all das Geld und Gut, das ich bei mir habe, mit Dir teilen, und die Hälfte dessen, das ich mit Dir teile, möchte ich Dir freiwillig gewähren.“ „Nein, damit bin ich nicht einverstanden!“ „Dann lasse mir wenigstens so viel an Gut zurück, dass ich damit nach Mekka komme.“ Der Dieb war auch mit diesem Vorschlag des Imam (a) nicht zufrieden. Daraufhin fragte der Imam: „Weißt Du, wo Dein Schöpfer ist?“ Abwertend sagte der Dieb: „Er schläft.“ In diesem Augenblick tauchten zwei Löwen auf, von denen einer ihn am Kopf und der andere ihn am Bein anfiel. Darauf sprach der Imam (a): „Glaubst Du tatsächlich, dass Dein Schöpfer je ruht?“

 

Ein Geschenk Gottes

Unser Prophet Muhammad (s) sagte einmal: „Allah, der Erhabene, hat mir und meiner Gemeinschaft (Ummah) eine Ehre erwiesen; Er hat uns ein Geschenk gewährt, was Er keiner anderen Religionsgemeinschaft gegeben hat.“ Erwartungsvoll fragten seine Gefährten: „Was ist es, das Gott uns geschenkt hat, Gesandter Gottes?“ „Auf Reisen das Fasten zu brechen und die Pflichtgebete verkürzt zu verrichten. Wer dies nicht einhält, lehnt damit das Geschenk Gottes ab.“

 

 

So gut wie umsonst

Ein Nomade hatte sein Kamel verloren, worüber er sehr traurig war. Er beteuerte, dass er sein Kamel für sehr wenig Geld weggeben wird, wenn er es wieder findet. Nach einer Weile fand er sein Kamel wieder. Dann aber fiel ihm es sehr schwer, seine Absicht, nämlich, sein Kamel für wenig Geld zu verkaufen, in die Tat umzusetzen. Nach langem Überlegen fand er eine Lösung. Er hing um den Hals des Kamels eine Katze und brachte es auf den Tiermarkt. Dort fing er an, laut zu rufen: „Beide zusammen zu verkaufen, das Kamel für 2 Dirham und die Katze für 500 Dirham.“ Ein anderer Nomade, der dies hörte sagte: „Ach, wenn die Halskette des Kamel nicht wäre, hätte ich das Kamel für sehr günstig eingekauft.“   

 

 

 

 

 

 

Er war gerne bereit, sein Leben für den Propheten (s) zu opfern…

 

 

 

 

 

 

Die Hingabe Imam Alis (a) gegenüber dem Propheten Mohammad (s)

 

 

Trotz den langen und mühsamen Bemühungen konnte der Prophet (s) die Götzenanbeter von Mekka von dem wahren Glauben an den einen Schöpfer nicht überzeugen. Er erwog deshalb, an einen anderen Ort auszuwandern, wo er den islamischen Glauben in ungestörter Weise weiterverbreiten konnte. Die Götzenanbeter von Mekka, die unserem Propheten (s) feindlich gesonnen waren, wollten auf keinen Fall, dass der Prophet (s) Mekka verlässt und zu seinen Anhängern und Freunden nach Medina geht. Denn sie wussten nur zu genau, dass die Ankunft und das Leben des Propheten (s) in Medina ihn und seine Glaubensgemeinschaft nur noch stärken würde, was für sie eine größere Gefahr bedeutete. Um das zu verhindern, trafen sich die Oberhäupter der in Mekka ansässigen Stämme an einem Ort Namens Daru´n Nadwa, um einen Plan gegen den Propheten (s) und seinen Glauben zu schmieden.

 

Sie beschlossen einstimmig, den Propheten (s) zu töten. Für die Umsetzung ihres Planes sollte aus jedem Stamm jeweils eine männliche Person an der Tötung teilnehmen. Dadurch würden die Verwandten unseres Propheten (s) nicht in der Lage sein, gegen alle Stämme in Mekka vorzugehen.

Der erhabene Gott setzte unseren Propheten (s) über den teuflischen Plan in Kenntnis und  befahl ihm, Mekka umgehend zu verlassen. Um mehr Zeit für seine Auswanderung aus Mekka zu gewinnen und seine Feinde zurückzuhalten, wollte unser Prophet (s), dass sein Vetter Ali (a) sich stattdessen in sein Bett legt. Ali (a) war mit dem Vorschlag des Propheten (s) sofort einverstanden, obgleich ihm bewusst war, dass er sein Leben dadurch aufs Spiel setzte. Ihm war die Sicherheit des Propheten (s) wichtiger als alles andere.

 

Die Opferbereitschaft und Hingabe Alis (a) gegenüber unserem Propheten (s) wird vom erhabenen Gott im heiligen Qur'an in der Sure al-Baqara, Aya 207 folgenderweise beschrieben:

„Unter den Menschen gibt es (auch) manchen, der sich hergibt im Verlangen nach Allahs Wohlgefallen. Und Allah ist zu den Menschen (zu seinen Dienern) gnädig.“

 

Als die bewaffneten Männer in das Haus unseres Propheten (s) eindrangen, fanden sie Ali (a) im Bett des Propheten (s) vor und waren darüber sehr verwundert. Sie waren sehr verärgert, nachdem sie feststellten, dass der Prophet (s) nicht mehr in seinem Haus war. Sie wollten von Ali (a) wissen, wo der Prophet (s) sich aufhält. Ali entgegneten ihnen mit kühner Stimme: „Woher soll ich das wissen. Hattet ihr ihn mir anvertraut, dass ihr mich danach fragt?!“ Auf diese Weise verließen die Feinde das Haus unseres Propheten (s), ohne ihr Ziel erreicht zu haben.

  

 

 

 

 

 

 

Ansparen für schlechte Zeiten

 

Ahmet und Mahmut waren Zwillingsbrüder und gingen in die gleiche Klasse. Ihr Vater gab ihnen täglich jeweils 75 Cent Taschengeld. Ahmet gab sein ganzes Taschengeld aus. So tat es auch Mahmut in den ersten Tagen. Aber eines Tages dachte sich Mahmut auf dem Wege zur Schule:

„Mein Vater arbeitet hart und er tut alles, damit es uns gut geht. Er kauft uns Speise und Kleidung. Außerdem gibt er uns Taschengeld. Auch unsere Mutter tut alles für unser Wohlergehen. Sie kocht für uns, wäscht und bügelt unsere Kleider, achtet auf unsere Sauberkeit und darauf, dass wir ein ordentliches Leben führen. Sie schläft nicht, bevor wir nicht eingeschlafen sind. Wenn ich als Gegenleistung zu diesen Wohltaten meinen Eltern helfe, wird Gott mich lieben und mir bei meinen Aufgaben und Verpflichtungen Hilfe und Erfolg bescheren.“

Sogleich kaufte er sich mit seinem Taschengeld zwei Spardosen. In der einen wollte er für seine Eltern und in der anderen für sich selbst sparen.

Jeden Tag warf er in jede Spardose 25 Cent von dem insgesamt 75 Cent, die er als Taschengeld bekam. Nur 25 Cent gab er täglich aus.

 

 

 

Inzwischen waren sechs Monate vergangen…

Eines Tages kam der Bruder von Mahmut, das heißt Ahmet, zu seinem Vater und sagte: „Vater, das Hemd, das ich zur Zeit trage, ist ein Winterhemd. Deshalb schwitze ich darin. Ich möchte gerne ein Sommerhemd haben. Kannst Du mir bitte eins kaufen?“ Der Vater antwortete: „Mein Sohn, im Moment sind wir knapp bei Kasse. Versuche noch eine Weile mit dem gegenwärtigen Hemd auszukommen.“ Jedoch war Ahmet traurig über diese Antwort und sagte: „Ich schäme mich, weiterhin mit diesem Hemd in die Schule zu gehen.“ Er verzog sich in eine Ecke und begann zu heulen.

Mahmut, der das Gespräch zwischen seinem Vater und seinem Bruder Ahmet mitverfolgt hatte, lief sofort in sein Zimmer, schnappte sich eine Spardose und brachte sie seinem Vater. „Vater, das habe ich für Dich und meine Mutter zusammengespart. Ich denke es müsste für ein Hemd ausreichen.“ Sein Vater zählte das Geld und stellte fest, dass es insgesamt 45 Euro waren, die Mahmut angespart hatte. Mit diesem Geld hätte man fünf Hemden kaufen können. Mahmut sagte: „Wenn das nicht reichen sollte, kann ich noch von dem für mich selbst Ersparten etwas dazulegen.“ Sein Vater war sehr verblüfft darüber. „Was, Du hast noch eine weitere Spardose?“ Mahmut erzählte seinem Vater von seiner Idee, die er verwirklicht hatte. Der Vater fragte, wie er auf diese Idee gekommen war. Mahmut sagte darauf: „Ich habe einmal das folgende Sprichwort gehört: 'Spare in der  Zeit, so hast du in der Not'.Und  von diesem Sprichwort hab ich mich leiten lassen.“

Der Vater freute sich sehr über das Einfühlungsvermögen seines Sohnes Mahmut. Auch Ahmet hatte mittlerweile aufgehört zu weinen. Sie gingen in die Stadt und kauften für jeden von ihnen ein neues Hemd. Auch Ahmet hatte angefangen, nach diesem Vorkommnis einen Teil seines Taschengeldes auf die hohe Kante zu legen.

 

 

 

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Bahlul und der Gemüsehändler

 

- Bahlul versteckte sein täglich verdientes Geld in einer Ruine. Eines Tages zählte er das Geld zusammen. Er hatte insgesamt 300 Euro gespart. Nun wollte er weitere zehn Euro auf das Angesparte drauflegen. In dem Augenblick, in dem er das Geld versteckte, sah ihn der Gemüsehändler von nebenan.

 

- Nachdem Bahlul die Ruine verließ, räumte der Gemüsehändler vorsichtig das gesamte Geld ab.

 

- Am nächsten Tag kam Bahlul erneut zu jener Ruine und stellte fest, dass sein Geld gestohlen war. Er konnte sich sofort denken, wer der Dieb ist. Denn nur der Gemüsehändler sah ihn, als er gestern in die Ruine eintrat.

 

- Bahlul ging direkt zum Gemüsehändler, grüßte ihn und plauderte mit ihm über dies und jenes, als ob nichts geschähen wäre. Danach kam er auf das Geld zu sprechen.

 

- Dem Gemüsehändler sagte er: „Bruder, ich habe an verschiedenen Stellen Geld versteckt, das ich angespart habe. Kannst Du mir vielleicht beim zusammenzählen dieser Gelder behilflich sein? Ich möchte nämlich all diese Gelder an einem Ort verstecken, an dem ich bereits 310 Euro abgelegt habe.“

 

- Der Gemüsehändler konnte seinen Ohren nicht glauben. „Lass uns sofort damit beginnen! Nenne die einzelnen Geldbeträge und ich zähle sie Dir zusammen“, sagte er. Bahlul begann aufzuzählen: „100 Euro hinter dem Markt, 300 Euro im Vogelnest…“  So zählte er jeden Euro auf. „Das wär’s! Wie viel macht das alles zusammen?“ Der Gemüsehändler sagte, dass alles zusammen 3000 Euro ergibt. Bahlul bedankte sich bei ihm und ging dann fort.

 

 

 

 

 

 

- Danach dachte sich der Gemüsehändler: „Am besten ich lege die 310 Euro wieder an seine Stelle und hole mir dafür die 3000 Euro. Denn wenn Bahlul das Geld nicht mehr dort auffindet, legt er gar kein Geld mehr dorthin.“

 

- Der Gemüsehändler legte sogleich die 310 Euro wieder an seine ursprüngliche Stelle zurück.

 

- Nach einer Zeit ging Bahlul wieder zur Ruine und nahm sein Geld an sich. Anstatt des Geldes legte er aber Dünger an die Stelle und entfernte sich von der Ruine. Der Gemüsehändler beobachtete, wie Bahlul in die Ruine rein- und rausging.

 

- Der Gemüsehändler begab sich nun zum Versteck und wühlte dort herum. Aber statt des Geldes verschmutzte er seine Hände und Kleidung mit dem Dünger. Er ahnte zwar die Täuschung Bahluls,  aber es war zu spät.

 

- Nach einigen Tagen kam Bahlul erneut zum Gemüsehändler und sagte: „Würdest Du mir bitte behilflich sein, mein Geldvermögen zusammen zu zählen?“ Danach zählte er wieder auf: „50 Euro, 100 Euro und…“  Der Gemüsehändler rechnete zusammen und sagte: „Alles zusammen macht 2000 Euro“.

 

- Bahlul sagte daraufhin: „Und was kommt heraus, wenn Du den Geruch Deiner Hände auch mitberechnest?“. Da rastete der Gemüsehändler aus und versuchte Behlul zu ergreifen. Aber Bahlul rannte lachend davon…

 

 

 

 

                                                            

 

Unser Prophet Muhammad (s) sagte:

 

„Derjenige, dessen Herr [mawla] ich bin, von dem ist auch Ali sein Herr [mawla].

 

 

Das Ereignis von Ghadir Khumm

 

Im 10. Jahr nach der Hidschra, am 18. Tag des Monats Dhul-Hidscha, wurde dem Propheten Muhammad (s) auf der Rückkehr von seiner letzten Pilgerfahrt (Abschiedspilgerfahrt) an einem Ort Namens Ghadir Khumm folgender Vers von Gott übermittelt:

„O du Gesandter! Übermittele, was dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt wurde; wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht übermittelt. Und Allah wird dich vor den Menschen schützen. Gewiss, Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht." (5:67)

Nachdem dieser Vers herabgekommen war, befahl der Prophet (s) den Karawanen, anzuhalten. Er ließ diejenigen, die vorausgeeilt waren, zurückrufen und wartete auf diejenigen, die nachkamen, so dass am Ende alle dort anwesenden beisammen waren. Dann sagte er:

“O ihr Menschen! Wahrlich Gott ist mein Herr (mawla) und ich bin euer Herr (mawla)! Und wessen Herr(mawla) ich bin, dessen Herr (mawla) ist Ali! Oh Allah, sei ein Freund dessen, der ein Freund Alis ist, und behandle jenen wie einen Feind, der sich Ali widersetzt. Hilf denen, die Ali helfen, und wende dich ab von jenen, die feindlich gegen Ali auftreten. O Gott, Du bist mein Zeuge!"

Noch bevor die beiden, d. h. der Prophet (s) und Ali (a) auseinander gingen, kam folgender Vers hinab:

Heute habe ich eure Religion vervollständigt, meine Gnade an euch vollendet und den Islam für euch als Religion bestimmt.“ (5:3)

Darauf sagte der Prophet (s):

„Gott ist der Erhabenste, der die Religion vervollkommnet, seine Gnade vollendet und von meiner Prophetenschaft und Alis Führerschaft zufrieden ist.“

 

 

 

 

 

 

 

„O du Gesandter! Übermittele, was dir von deinem Herrn herabgesandt wurde; und wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht übermittelt. Und Allah wird dich vor den Menschen schützen. Gewiss, Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht." (5:67)

 

Heute habe ich eure Religion vervollständigt, meine Gnade an euch vollendet und den Islam für euch als Religion bestimmt.“ (5:3)

 

 

 

Die Lebensart unseres Propheten (s)

 

Gott lobt im vierten Vers der Sure „Stift“ den Charakter unseres Propheten (s) auf folgende Weise:

„Und du bist wahrlich von großartiger Wesensart (d. h. du verfügst über großartige Tugendeigenschaften).“ (68/4)

Als der Prophet Muhammad (s) von Gott mit seiner Mission als Gesandter beauftragt wurde, war die damalige religiöse und moralische Verfassung der Menschen alles andere als erfreulich. Die Menschen erschufen mit eigenen Händen Götzen, warfen sich vor ihnen nieder und beteten sie an. Da das Gebären von Töchtern als eine Schande angesehen wurde, begruben sie ihre neu geborenen Töchter lebendig und empfanden diesen Akt als Befreiung aus einer peinlichen und beschämenden Situation. Ausplünderung, Wucherei, Ungerechtigkeit und Rechtsbeugung hatten ihren Höhepunkt erreicht. Der Stammes-Gedanke war vorherrschend und nicht selten brachen aufgrund von unwesentlichen Anlässen Stammeskriege aus, bei denen Dutzende von Menschen zum Opfer fielen.

Der Prophet Muhammad (s) wurde zu solch einer Zeit zu den Menschen als Gesandter Gottes geschickt. In einer relativ kurzen Zeit schaffte er es, aus einer dermaßen charakterschwachen Gesellschaft eine von Gott gelobte Gesellschaft hervorzubringen. Nun, wie hat er das geschafft?

Geben wir darauf gleich die Antwort: Die überragende Persönlichkeit des Propheten (s), seine hohen Charaktereigenschaften und seine vorbildliche Handlungsweise zogen die Herzen in seinen Bann. Neben dieser Ausstrahlung waren es seine Worte, die jeden Menschen mit Verstand und Gewissen tief berührten und beeindruckten. Lasst uns nun gemeinsam eine Geschichte über unseren Propheten (s) lesen, die diese hohen Eigenschaften uns aufzeigen:

Unser Prophet (s) hatte einem Mann jüdischen Glaubens etwas Geld zu schulden. Der Mann sprach den Propheten (s) diesbezüglich an und wollte von ihm das Geld wieder haben. Unser Prophet (s) sagte: „Im Moment habe ich kein Geld bei mir, was ich sehr bedauere. Daraufhin sagte der Mann: „Solange Du deine Schuld nicht beglichen hast, lasse Dich nicht gehen.“ Der Prophet (s) antwortete: „Sei es drum! Ich werde neben Dir bleiben und nirgends hingehen.“ Und er ließ sich dort nieder. Das Mittagsgebet hielt er dort ab. Auch das Nachmittagsgebet verrichtete er dort ... Auch die Abend- und Nachtgebete hielt er dort ab... Die Gefährten des Propheten (s), die alles mitverfolgten, begannen dem Mann Prügel und Gewalt anzudrohen. Aber der Prophet (s) trat dem Vorgehen seiner Gefährten entgegen und sagte: „Der erhabene Gott hat mich nicht geschickt, damit ich andere Menschen unrechtmäßig behandle, egal, ob sie an mich glauben oder nicht glauben.“

Auch das Morgengebet verrichtete der Prophet (s) dort. Der Mann sprach dann gegen Mittag das Glaubensbekenntnis aus und sagte: „Ich schwöre bei Gott, der Grund dafür, dass ich mich so verhalten habe, ist: Ich wollte herausfinden, ob Sie der in der Thora angekündigte Prophet sind. In der Thora habe ich nämlich folgendes gelesen: „Er ist Muhammad, der Sohn von Abdullah. Er wird in Mekka auf die Welt kommen und nach Medina auswandern. Er ist nicht grob (harsch im Umgang) und nicht hartherzig, er schreit nicht (beim Sprechen), er flucht nicht lästerlich, er kränkt niemanden durch seine Worte.“ All diese Eigenschaften sehe ich bei Ihnen. Und was das Geld betrifft, das Sie mir schulden; geben Sie es auf dem Wege Gottes aus, so, wie Sie es wünschen.“

 

 

 

Eine Stunde

 

Ali wartet vor der Haustür auf die Rückkehr seines Vaters von der Arbeit. Schließlich trifft er ein und sie gehen gemeinsam ins Haus und essen zusammen zu Abend.

Dann stellt Ali seinem Vater die folgende Frage: „Papa, wie viel Geld verdienst Du in einer Stunde auf der Arbeit?“

Alis Vater weiß mit der Frage nichts anzufangen und erwidert verärgert: „Warum fragst Du danach, was interessiert Dich das?“

„Nichts, nichts. Hab nur so gefragt, “ sagt Ali.

Der Vater denkt Ali ungerecht behandelt zu haben und möchte deshalb die Frage seines Sohnes beantworten. Er denkt kurz nach und sagt zu Ali: „Na gut, ich verdiene 30 Euro pro Stunde.“

Ali, der dies hört, möchte dann von seinem Vater 10 Euro haben. Der von der Arbeit bereits müde Vater regt sich über seinen Sohn richtig auf und sagt zu ihm: „Geh sofort auf Dein Zimmer und lass mich in Ruhe, ich möchte von Dir nichts mehr hören!“

Nach einer Weile geht der Vater in das Zimmer von Ali, um ihm die zehn Euro zu geben. Während er ihm das Geld herreicht, sieht er, wie Ali weitere Euromünzen unter seinem Kopfkissen hervorholt. Der Vater, der die vielen Euromünzen sieht, ergärt sich erneut über seinen Sohn und sagt: „Wenn Du schon eigenes Geld hast, warum möchtest Du auch noch von mir Geld haben?“

„Aber Vater, es hat nicht ganz ausgereicht!“ sagt Ali und reicht seinem Vater sein eigen gespartes und das von seinem Vater erhaltene Geld über und fügt hinzu: „Ääähh, Vater, nimm bitte die 30 Euro und verbringe eine Stunde mit mir!“

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Die positive Wirkung von weisen Äußerungen

 

Eines Tages drang ein Einbrecher in das Haus eines namhaften Gelehrten ein. Er sah sich im gesamten Haus um, konnte aber nichts Kostbares finden. Gerade als er das Haus wieder verlassen wollte, rief der Gelehrte, der den Einbrecher bemerkt und ihm nachgefolgt war, diesem nach:

„Du kamst wegen Hab und Gut in unser Haus, aber wir haben nichts dergleichen. Möchtest Du für Dein Jenseits etwas mitnehmen?“

Der Einbrecher war seh beeindruckt von dieser Bemerkung und antwortete: „Ja, ich möchte!“

Der Gelehrte nahm ihn in sein Wohnzimmer und brachte ihm den Weg der Reue bei. Die Nacht verbrachten sie dann zusammen.

Am nächsten morgen gingen sie gemeinsam in die Moschee und verrichteten das Gebet. Als der Gelehrte dann mit seiner Predigt anfangen wollte, baten ihn die Menschen, die sich in der Moschee versammelt hatten, seinen Gast ihnen vorzustellen. Er sagte darauf:

„Dieser Gast war in der gestrigen Nacht gekommen, um mich einzufangen,  indessen hab ich ihn eingefangen!“

Nach diesem Vorkommnis entwickelte sich diese Person zu einem aufrichtigen und gläubigen Menschen.

 

 

 

 

 

Die Enkelkinder unseres Propheten (s) in Kerbela

 

Die Zelte der Angehörigen von Imam Hussein (a) waren den Angriffen von zehntausenden Soldaten Jazids hilflos ausgeliefert. Die kleinen Kinder, die die Todesnachricht des Imams (a) noch nicht erhalten hatten, konnten dem plötzlichen Ansturm der berittenen Soldaten keinen Sinn geben. Sie hatten ihre Väter, Onkel und Verwandten verloren und liefen weinend und schreiend vor dem Ansturm des feindlichen Heeres davon, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Feinde ketteten die Kinder, welche sie ergriffen, an Händen und Füßen an. Die schutzlosen Kinder schrieen:

„Oh unser Herr, eile uns zur Hilfe, wir werden verprügelt!“

„Wer wird uns aus den Händen dieser Unbarmherzigen retten, die uns foltern? Wir, die nun auf sich allein gestellt sind!“

Doch leider waren Hussein (a) und seine männlichen Familienangehörige und Anhänger nicht mehr am leben. Als sie auf das Schlachtfeld gingen, um gegen das Heer von Jazid zu kämpfen, wussten sie, was mit ihren verbliebenen Angehörigen geschehen würde. Aber sie hatten keine andere Wahl als diesen Weg zu gehen. Die Peitschen in den Händen der feindlichen Soldaten waren nun auf die Hinterbliebenen und Kinder von Imam Hussein (a) gerichtet. Die Anhänger von Jazid gaben von sich Jubelgeschreie und amüsierten sich dabei. Sie ritten mit ihren Pferden über die Leichen der gefallenen Angehörigen des Imams (a) und posierten mit den abgetrennten Gliedmaßen.

 

 

 

Der Enkel des Propheten (s), der den Propheten (s) zum weinen brachte

 

„Ich war sowohl die Hebamme von Fatima (a), als auch die Hebamme ihrer Söhne Hasan (a) und Hussein (a). Als Hussein geboren wurde, kam der Prophet (s) zu mir und sagte:

„Oh Asma, bring mein Kind zu mir!“ Ich wickelte Hussein in ein weißes Tuch und übergab ihn dem Propheten (s). Nachdem der Prophet (s) in das rechte Ohr des Hussein (a) den Gebetsruf (Azan) und in das linke Ohr den Gebetsaufruf (Iqaama) verlies, gab er ihn mir zurück und begann zu weinen. Ich fragte den Propheten (s):

„Oh Prophet, weshalb weinst Du?“ Er antwortete:

„Ich weine wegen dieses Kindes.“

„Aber dieses Kind ist doch erst gerade auf die Welt gekommen“, sagte ich. Darauf antwortete er:

„Oh Asma, dieses Kind wird von einer grausamen und erbarmungslosen Gruppe ermordet werden. Der allmächtige Gott möge meine Fürbitte diesen Menschen nicht zukommen lassen.“ Später fügte er hinzu: „Oh Asma, erzähl dieses nicht meiner Tochter Fatima, denn sie hat erst frisch entbunden.“

 

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Die Ansprache von Imam Hussein (a) an das Heer von Jazid

 

„Schande über euch, die ihr euch sogar als Muslime bezeichnet! Schande auf euch, die ihr die schlechtesten Befolger seid. Dies sind meine letzten Worte an euch. Glaubt ihr wirklich, dass ihr nach meiner Ertötung auf der Erde und in euren Palästen in Ruhe leben könnt? Nein, nein, niemals! Bald werden euch Menschen umzingeln, die eure Körper zum zittern und eure Herzen zum beben bringen werden. Aber ihr werdet keinen Platz zum verstecken finden. Ihr werdet niemals Sicherheit finden. Ihr werdet als verächtliche Menschen euer Leben verbringen. Warum? Denn ihr habt euch vorgenommen, das Blut des Propheten (s), das in meinen Adern fließt, zu vergießen. Ihr wollt seine Kinder ermorden, seine Familie verdursten und seine Frauen und Töchter gefangen nehmen.

 

Oh Gott! Wir sind die Familie und Kinder Deines Propheten Muhammad bin Abdullah (s). Man hat uns aus der Stätte unseres Großvaters, aus Medina, verscheucht und uns Qualen zugefügt. Die Umayyaden haben uns tyrannisiert. Oh Gott, urteile Du zwischen ihnen und uns und hilf uns gegen das grausame Volk!“

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ANKLAGE !

 

Ihr Leute von Kufa,

ihr hattet ihn gerufen!

Warum wart ihr nicht da?

Als seine Karawane kam, zu dem Ort von Karbala!

Als er mit seiner Familie und seinen Gefährten,

dort vom Wasser abgeschnitten war?

Dort in der heissen, brennenden Wüste, namens Karbala.

Wo waren all jene, die ihn gerufen hatten und wollten ihn , als ihren Imam!

Gott vergebe allen ! Denn keiner war jetzt da, als er mit seiner Familie und wenigen Gefährten von Yazids Armee umzingelt war.

Dort in der Wüste, namens Karbala.

Ihr habt Imam Hussain (der Friede Gottes sie mit ihm) verraten.

Das ist jeden klar!

Ihr wart mit verantwortlich, für alles was in Karbala geschah zu Aschura!

Dort unter der heissen, blutroten Sonne, brannten die Zelte der Frauen und schrien die Kinder um Hilfe.

Ihre Feinde kannten kein Erbarmen und stachen und schlugen auf alle ein.

Ihre Ohren waren taub und ihre Herzen aus Stein.

Sie kannten kein Mitleid und hörten nicht ihr Schreien.

Imam Hussain, seine Familie und die wenigen Gefährten waren in dieser Wüste ganz allein.

Yazid ! Gott verfluche ihn!  Er soll ewig in der Hölle schmoren und alle mit ihm, die gegen unsern Imam und alle in Karbala kämpften.

Gott ist der Allwissende, der Gerechte!

Was für ein Gemetzel!

Keiner von den Männern überlebte.

Bis zuletzt schickten sie noch Gott ihre Gebete.

Sogar in der Stunde des Todes sprachen sie: „La ilahe illallah!“

Es gibt nur einen Gott von dem wir kommen und zu diesen gehen wir!

Oh Allah! Unser Gott! Sieh doch nur was dort geschah!

Der Sand ist blutrot! Der Sand von Karbala!

Oh, Vater von Abdullah!

Wir vergessen nicht, warum alles geschah!

Wir lieben dich und die Ahl-ul Bait bis heute!

 

 

 

 

Das Wunder in den Vogelfedern

 

Die Feder ist die komplizierteste Bildung der Haut, die es im Tierreich gibt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie viele verschiedene Aufgaben zu erfüllen hat: wärmen und isolieren, fühlen und tasten, stabilisieren, tarnen und schmücken.

Ähnlich wie unsere Haare oder Fingernägel gehören Vogelfedern zur Hornhaut, sind also tote Gebilde aus Hornsubstanz. Eine typische Feder besteht aus mehreren Teilen.
Aufbau der Vogelfeder
Der Federkiel, also die Mittelachse besteht aus der Spule, dem unteren, unbehaarten Ende und dem Schaft, von dem die Federäste nach beiden Seiten abzweigen. Die Federfahne wiederum besteht im unteren Teil aus den wärmenden Dunen, im oberen aus der normalen Federfläche.
Die Federäste sind untereinander mit ihren Strahlenreihen fest verbunden. Dadurch erzeugen sie die für den Flug notwendige Stabilität und schützen vor Nässe und Wind. Allerdings können sich die Strahlen wie ein Reißverschluss trennen und wieder zusammenfügen. Das Klettverschlusssystem von Haken- und Bogenstrahlen ermöglicht dies.

Federarten
Der hier beschrieben Aufbau gilt jedoch nur für die Konturfedern. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Federarten, die je nach ihrer Funktion ganz verschieden aussehen. So bestehen die Daunenfedern aus einem lockeren Pinsel von Daunenästen. Sie dienen der Isolierung. Fadenfedern wiederum wirken als Reizüberträger von der gefühllosen Federoberfläche auf die empfindliche Haut.
Borstenfedern wachsen dort, wo sich bei Säugetieren Schnurrhaare befinden, im Schnabelwinkel. Der Vogel braucht sie zum Tasten.
Eine völlig andere Funktion haben die Puderdunen, die ständig nachwachsen und an ihren Spitzen zu einem feinen Puder zerfallen um das Gefieder geschmeidig zu halten.
Schließlich gibt es noch Schmuckfedern, die ganz besondere Formen haben können. Bei den Paradiesvögeln beispielsweise gibt es draht- plättchen- scheiben- und spiralartig gebaute Federn.


 

 

 

 

 

 

 

Bewegliche Federn
Alle Federn können mithilfe feiner Muskeln bewegt werden. Bei Kälte etwa sträuben Vögel ihr Gefieder, um die isolierende Luftschicht zu vergrößern, bei Hitze hingegen legen sie die Federn eng an den Körper an. Auch beim Fliegen ist es nötig, die Stellung der Federn, besonders an Flügeln und Schwanz den jeweiligen Bedingungen anzupassen.
Um sich größer oder eindrucksvoller erscheinen zu lassen, können manche Vögel bestimmte Federpartien aufstellen. Man denke nur an den Rad schlagenden Pfau.

Farben und Muster der Federn
Die Färbung und Musterung der Vogelfedern dienen zwei Zwecken: Schmuck und Tarnung. In der Regel sind die Vogelmännchen auffälliger gefärbt als ihre Weibchen. Während der Balz nutzen die Männchen ihr hübsches Federkleid um Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Um besonderen Eindruck zu machen, spreizen sie ihr Gefieder und plustern es auf.
Zur Tarnung sind die Federn vieler Vogelarten, besonders der Weibchen ihrer Umgebung angepasst. Sie ahmen beispielsweise das Licht- und Schattenspiel im Wald nach. Manche Arten sehen in jeder Jahreszeit anders aus. So passen sich die Schneehühner im Winter der weißen Schneedecke an, im Frühling ist ihr Gefieder braun-weiß gefleckt und im Sommer braun mit dunklen Stellen.
Kaum zu glauben, aber Farben machen eine Feder auch stabil. Helle Vögel, wie etwa die Möwen haben daher häufig zumindest dunkle Schwungfedern bzw. Schwungfederspitzen, die sich nicht so leicht abnutzen, wie die helleren Bereiche.
Manche Farben können Vögel nicht selbst bilden. Sie müssen sie mit der Nahrung aufnehmen. Flamingos brauchen daher die Farbstoffe roter Krebse, um ihre ursprünglich weißen Federn rosa zu machen. Da Flamingos in Zoos künstliche Farbstoffe ins Futter gemischt bekommen, sind sie dort häufig intensiver rosa als in der freien Natur.

Es ist nicht möglich, dass all diese Entwicklung und Details von alleine entstanden sind. Also gibt es eine Macht, die es ermöglicht hat. Diese Macht ist Gott, der das gesamte Universum in größter Sorgfalt und Schönheit erschaffen hat. Er ist zu allem fähig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Du erntest das, was du säst

 

Ein Richter, der durch sein Fairness, Toleranz und seine Menschlichkeit berühmt geworden war, verstarb. Seine nächsten  Verwandten und Freunde erwiesen ihm die letzte Ehre und begleiteten ihn unter Tränen zu seiner letzten Ruhestätte. Sie schmückten sein Grab mit schönen Blumen, sodass sein Grab einem Blumengarten glich. Eines Tages besuchte ein alter schwarzer Herr, der den verstorbenen Richter kannte, die Grabstätte des Richters, um eine Fatiha für ihn zu rezitieren und begegnete dabei dem Sohn des verstorbenen Richters. Der Sohn des Richters weinte und sprach:

„Schau Onkel, die Freunde meines Vaters haben sein Grab in einen Blumengarten verwandelt.“ Der alte Herr begegnete darauf:

„Mein Kind, Dein Vater hat durch sein gutes Benehmen und seine menschliche Gesinnung, während er noch lebte, die Herzen der Menschen für sich gewonnen. Aus diesem Grund entstand dieses schöne Bild.

 

 

Drei weise Fragen

 

Der Neffe stellte seinem weisen Onkel Hasan folgende drei Fragen, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen:

„Was macht die Gemeinde, wie geht’s den Zweien und was macht das Ferne?“

Onkel Hasan antwortete prompt:

„Die Gemeinde hat sich aufgelöst (d.h. seine Zähne sind ausgefallen).

Aus Zwei sind Drei geworden (d.h. da seine zwei Beine zum laufen schwach geworden sind, benutzt er noch einen Stock als dritte Gehstütze).

Und das Ferne ist nah geworden (d.h. seine Augen können nur noch die in der Nähe liegenden Sachen, jedoch die Ferne nicht mehr gut erkennen).

 

 

 

 

Die rituelle Trockenreinigung (Tayammum)

 

In einigen Situationen muss man anstelle der rituellen

Vollkörperwaschung (Ghusl) und der rituellen Waschung

(Wudhu/Abdest) die rituelle Trockenreinigung (Tayammum)

durchführen. Einige wichtige Anlässe zur Trockenreinigung sind:

 

1 -   Das Fehlen von Wasser zur Durchführung der rituellen Waschung (Wudhu/Abdest)  oder der rituellen Vollkörperwaschung (Ghusl).

2 -   Die Unerreichbarkeit des Wassers aus irgendwelchen Gründen.

3 -   Wenn das Wasser aufgrund irgendeiner vorhandenen

       Erkrankung dem Körper schaden würde.

4 -   Wenn nicht genügend Zeit für die Durchführung der Waschungen

mit Wasser vorhanden ist.

5 -   Wenn das Wasser oder der Wasserbehälter unrechtmäßig angeeignet wurde.

Wie führt man die rituelle Trockenreinigung durch?

Man kann mittels reiner, sauberer und nicht geraubter Erde, Stein, Kies, Sand und Ähnlichem die Trockenreinigung vornehmen.

 

1 -  Absicht: Zunächst müssen wir unsere Absicht äußern,

ob wir anstelle der rituellen Waschung oder der rituellen

Vollkörperwaschung die Trockenreinigung durchführen.

       Zum Beispiel: „Ich führe eine Trockenreinigung (Tayammum)

anstelle einer rituellen Waschung (Wudhu) durch, um die

Zufriedenheit Gottes zu erlangen“.

2 -   Durchführung: Wir entfernen jeglichen Schmuck

 (z. B. Ring oder ähnliches) von unseren Fingern. Beide

Hände werden auf die Erde gelegt. Dann streichen wir – beide

Hände zusammengehalten - mit beiden Handinnenflächen von den

Haaransätzen (an der Stirn) bis zu den Augenbrauen und den

Nasenansatz hinunter. Dann streichen wir mit der Innenseite der

linken Hand über die Außenseite der rechten Hand vom Handgelenk

 bis zu den Fingerspitzen und anschließend mit der Innenseite der

rechten Hand über die Außenseite der linken Hand, wieder vom

Handgelenk bis zu den Fingerspitzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


source : الشیعه
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