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Sunday 31st of May 2020
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Prophetentum

 

Gott hat die Propheten gesandt

Gott hat die Menschen gern und möchte, daß sie in dieser Welt gut und friedlich leben und auch in der Welt des Jenseits glücklich und froh sind.

Darum hat Er die besten Gebote und Empfehlungen, die sowohl in dieser Welt als auch in der jenseitigen von Nutzen sind, gegeben. Und zwar mittels seiner Propheten!

Die Propheten waren gute, hervorragende Männer, die Gott zur Rechtleitung der Menschen auserwählte.

Und diese riefen die Menschen auf, gut zu sein, und den allmächtigen, gütigen Gott anzubeten! Die Propheten waren Gegner der bösen, grausamen Menschen und bemühten sich um Gleichberechtigung und Brüderlichkeit unter den Menschen.

Von Anbeginn an waren Propheten bei den Menschen.

Diese führten und unterrichteten sie und zeigten ihnen, wie man gut und richtig lebt. Sie sprachen über den barmherzigen Gott, der alles kann und mächtiger ist als alles andere und machten auf die guten Gaben Gottes aufmerksam! Und sie erzählten den Menschen von der Welt des Jenseits und all den wunderbaren Dingen, die dort zu erwarten sind! Als wirklich gute, engagierte und sich aufopfernde Lehrer bemühten sich die Propheten, die Menschen zu führen, ihnen alles zu zeigen und zu sagen, was gut für sie ist und sie zu lehren, Gott zu erkennen und anzubeten!

Sie säten unter ihnen den Samen zu Tugendhaftigkeit und sittlichem, freundlichen miteinander leben.

Sie erklärten ihnen, was gut ist und was schlecht!

Was gutes Verhalten ist und was man nicht tun sollte!

Und sie sorgten dafür, daß sich unter den Menschen Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Wohlwollen, Nächstenliebe, Aufrichtigkeit und so weiter entwickeln konnten.

Von allen Menschen waren jene, die zuerst in dieser Welt lebten, einfacher, ahnungsloser und unwissender.

Die Propheten mußten sich damals sehr bemühen und abplagen, um sie zu führen und zu belehren. Es kostete sie viel Leid, Anstrengung und Opfer!

Das die Menschen nach und nach fortschrittlicher wurden, sich entwickelten und entfalteten und ein gutes, ethisches Sozialverhalten kennenlernten, ist eine Folge all der Bemühungen der Propheten um Erziehung, Bildung und Rechtleitung der Menschen.

Weißt Du, welche Religion die Menschen zu Zeiten Abrahams (a.s.) hatten? Wie sie damals lebten? Sie hatten das, was ihnen die früheren Propheten gesagt hatten, vergessen. Wußten nicht, wie sie leben sollten, damit sie in dieser Welt und der Welt des Jenseits froh und glücklich sein konnten. Sie hatten keine vernünftigen Regeln und Gesetze mehr und kannten keine Ordnung, die ihnen allen zum Segen gereicht hätte!

Und sie wußten nicht, wie und warum sie Gott ehren und anbeten sollten! Da erwählte der allmächtige Gott, der die Menschen gern hat und überaus gütig und freundlich ist, Abraham - einen sehr jungen, aufrichtigen, guten Mann - zu Seinem Propheten. Auf daß er den Menschen den richtigen Lebensweg zeigte und sie lehrte, Gott zu erkennen und zu verehren und gut zu sein!

Gott wußte: Die Menschen brauchen einen Lehrer, - jemanden, der sie leitet und führt und ihnen sagt, was für sie gut ist.

Und darum erwählte Er Abraham und lehrte diesen Gottes - Anbetung und Gottes - Gehorsam. Und Er lehrte ihn, was gut ist für das Leben in dieser Welt und in jener. Und was dem Menschen schadet und Unglück bringt!

Und Abraham lehrte die Menschen all das, was Gott ihn gelehrt hatte, - die göttliche Botschaft und die göttlichen Gebote!

Und er zeigte Ihnen den rechten Lebensweg und führte sie.

Abraham war Prophet Gottes und Lehrer der Menschen!

Ein Prophet ist der geduldige Lehrer und kundige, wissende Führer der Menschen. Alles, was zur Führung anderer notwendig ist, weiß er.

Und er kennt alle göttlichen Gebote, - er ist vollkommen darüber im Bilde, was gut ist und was schlecht.

Der Prophet kennt Gott. Ist über die Welt des Jenseits, über Paradies und Hölle (Verdammnis) bestens informiert!

Er weiß, was richtig ist und sittlich und was unsittlich ist und schlecht.

Sein Wissen und seine Kenntnisse sind weit größer und mehr als die anderer Menschen! Niemand kann seinen Wissenstand und sein geistiges Niveau erreichen!

Der allmächtige und allwissende Gott hat all dieses Wissen und all diese Kenntnisse Seinen Propheten gegeben und zur Verfügung gestellt, damit diese die Menschen gut leiten, führen und unterrichten können.

Ein Prophet ist Lehrer der Menschen und ihr Führer! Darum muß er den Weg zum Glück dieser Welt und der des Jenseits kennen, um die Menschen in Richtung dieses Glücks führen zu können!

Hadrat-e- Abraham (a.s.) war - wie alle anderen Propheten - aus dem Volke hervorgegangen, - war einer von all den vielen aus der Bevölkerung.

Die Propheten lebten inmitten der Menschen und bemühten sich um deren Wohl und Entwicklung.

Propheten gab es seit Anbeginn der Menschheit. Sie wiesen den Menschen den Weg zu besserem Leben und sprachen mit Ihnen über Gott, die Welt des Jenseits und gute Werke.

Sie kämpften gegen Tyrannei, Grausamkeit, Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit, - standen auf der Seite der Unterdrückten und bemühten sich um Freundschaft, Brüderlichkeit und Gleichberechtigung unter den Menschen.

Tausende von Jahren sorgten sie sich darum, den Menschen Gott nahe zu bringen, sie Gottesverehrung zu lehren und ihnen den besten Lebensweg zu zeigen. Und wir nutzen heute die Ergebnisse all der Mühen und Anstrengungen der Propheten und ihrer Anhänger.

Darum danken wir ihnen und sagen:

Gegrüßt seien alle Propheten Gottes! Gegrüßt sei Abraham, der große Prophet Gottes! Und gegrüßt seien jene, die Abraham folgten!

Große Propheten

Um den Menschen den rechten Weg zu zeigen, hat Gott viele Propheten zu den Menschen geschickt.

Die fünf größten von ihnen heißen:

  1. Prophet Noah (a.s.)

  2. Prophet Abraham (a.s)

  3. Prophet Moses (a.s.)

  4. Prophet Jesus (a.s.)

  5. Prophet Muhammad (s.a.s.)

  6.  

Jene, die dem Propheten Moses (a.s.) folgen, heißen Juden.

Jene, die dem Propheten Jesus (a.s.) folgen, heißen Christen.

Jene, die dem Propheten Muhammad (s.a.s.) folgen, heißen Muslime.

Alle Propheten kamen von Gott, und wir ehren sie alle! Jedoch Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) ist von allen Propheten der bedeutendste!

Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) ist der letzte der Propheten. Nach ihm kam keiner mehr und wird keiner mehr kommen!

Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) kam in der Stadt Mekka zur Welt. Sein Vater hieß Abdullah und seine Mutter Amina.

Von Kind auf an war er reinlich und gut und tat keine schlechten Dinge. Beim Essen verhielt er sich stets gesittet.

Er aß seinen Teller leer und nahm anderen niemals etwas weg. Was anderen Kindern gehörte, aß er nicht.

Bevor er mit dem Essen begann, sagte er stets "Im Namen Gottes". Er ärgerte andere Kinder und überhaupt andere Menschen nicht und war freundlich und gut zu ihnen.

Jeden Tag füllte er einen Korb mit Datteln und verteilte sie unter anderen Kindern.

Der letzte Prophet Gottes Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.)

Sein Vater hieß Abdullah und seine Mutter Amina. Er kam am 17. Rabbi'al Awwal des Jahres Fil in der Stadt Mekka zur Welt. Noch war er nicht geboren, als sein Vater Abdullah starb. Seine Mutter Amina hütete und erzog ihn, bis auch sie aus diesem Leben schied. Muhammad war gerade 6 Jahre alt. Sein Großvater Abdul Muttalib nahm das Waisenkind Muhammad zu sich. Er hatte den kleinen Jungen sehr gern und war sehr freundlich zu ihm.

Er wußte, was aus Muhammad einst werden würde. Von jüdischen und christlichen Gelehrten hatte er gehört, daß aus Mekka ein Prophet hervorgehen würde.

Abdul Muttalib war ein angesehener, geehrter Mann in der arabischen Gesellschaft. Neben der Ka'ba hatte er einen separaten Platz, den sonst niemand betrat. Außer Muhammad.

Er war der einzige, der sich hier neben seinem Großvater hinsetzen durfte. Manchmal, wenn die anderen nicht wollten, daß Muhammad sich dorthin begab, sagte sein Großvater: "Laßt meinen Jungen nur kommen. Ich beteuere bei Gott! In seinem Antlitz ist Besonderes und Großes zu lesen. Ich sehe, daß Muhammad eines Tages Euer Führer sein wird."

Und Abdul Muttalib zog den Jungen zu sich und streichelte ihn. Er wußte über Muhammads Zukunft, aß immer mit ihm zusammen und ließ ihn bei sich sein.

Noch etwas über das Kind Muhammad

Muhammad war ein kluges, höfliches Kind Sein Onkel Abu-Talib erzählte:

"Bevor Muhammad zu essen begann, sagte er immer:

"Im Namen Gottes!" Und wenn er mit dem Essen fertig war, sagte er stets:

"Gott, ich danke Dir!"

Niemals log er, und niemals sahen wir ihn Häßliches tun.

Er lachte nicht lauthals, sondern leise und angenehm und war stets freundlich. Sein Gesichtsausdruck war stets von Freundlichkeit gezeichnet!"

Unser Prophet war liebevoll zu Kindern

Hadrat-e-Muhammad hatte Kinder sehr gern. Er achtete sie und grüßte sie, noch bevor sie ihn grüßten.

Und immer empfahl er: "Ehrt und respektiert die Kinder und seid freundlich zu ihnen! Denn jemand, der unfreundlich zu Kindern ist, ist kein Muslim!"

Einer der damaligen Muslime berichtete: "Ich hatte mit Hadrat-e-Muhammad in der Moschee gebetet und mich dann mit ihm auf den Heimweg gemacht. Eine Schar Kinder begegneten uns, die dem Propheten freudig entgegen liefen. Hadrat-e-Muhammad grüßte sie erfreut und herzlich und streichelte ihnen ihre Wangen!"

Muhammad, der Zuverlässige

Eines Tages begannen die Leute von Mekka die Ka'ba neu zu errichten!

Bis zur Stelle des Steines "Hagar al aswad" (des schwarzen Steines, der ein besonderer Stein der Ka'ba ist), hatten sie die Wände schon hochgezogen.

Alle angesehenen Männer Mekkas wünschten, diesen Stein selbst an die für ihn bestimmte Stelle zu setzen und damit sich und ihrer Familie zu besonderer Ehre zu verhelfen.

Und sie begannen, sich deswegen zu streiten. Ein jeder sagte: "Nur ich! Nur ich werde den Stein an seine Stelle setzen!"

Die Situation wurde täglich gespannter und explosiver. Krieg zwischen ihnen bahnte sich an. Und sie bereiteten sich auf ein Gefecht vor!

Da erhob sich ein kluger, besonnener Mann und sagte:

"Leute! Haltet Euch fern von Krieg und Streit, denn das wird nur Städte und Häuser verwüsten, die Menschen zu Tode oder auseinander bringen und unglücklich machen.

Seid doch nicht so unvernünftig und überlegt, was zu machen ist." Die angesehenen Bürger Mekkas fragten: " Was sollen wir tun? Welch einen Ausweg gibt es für uns?"

Der kluge Mann antwortete: "Wählt aus Eurer Mitte jemanden, der zwischen Euch den Streit schlichtet und Recht spricht!"

Sie meinten: "Einverstanden! Das ist ein guter Vorschlag!" Jedoch,--ein jeder Stamm forderte: "Der Schiedsrichter muß aus unserer Familie kommen!"

Und wieder begannen sie, sich zu zanken und zu streiten.

Da sagte der kluge Mann: "Da Ihr Euch nicht einig werden könnt, wer Richter sein soll, so seid damit einverstanden, daß der erste, der durch das Tor der "Masged al Haram" kommt, Richter sein wird. "Masged al Haram" heißt das Gotteshaus, in deren Innenhof die Ka'ba liegt.

Und wieder meinten alle: "Ist in Ordnung! Wir sind einverstanden! Und sie hefteten ihre Blicke auf die besagte Tür und warteten aufgeregt, wer nun wohl als erster durch sie hindurch treten würde. Zu Gunsten welcher Familie oder welchen Stammes entschieden würde!

Ein junger Mann trat ein. Alle wurden froh und sagten: "Wie gut! Es ist Muhammad! Muhammad, der Zuverlässige und Vertrauenswürdige! Er ist gerecht und gewissenhaft! Was er entscheiden wird, werden wir akzeptieren!"

Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) trat zu ihnen. Sie erzählten ihm den Grund ihres Streits. Er überlegte ein wenig und sagte dann: "Alle Ältesten der Groß- Familien (Stämme, Sippen) Mekkas sollten sich daran beteiligen!"

Die Leute fragten verwundert: "Ist denn das möglich? Wie soll denn das gehen?" Hadrat-e-Muhammad antwortete: " Die Ältesten einer jeden Groß- Familie treten bitte vor! Und sie kamen heran.

Hadrat-e-Muhammad breitete seinen Übermantel - seinen Aba - auf dem Boden aus, hob den Schwarzen Stein hoch und legte ihn auf seinen "Aba." Dann sprach er zu den Ältesten:

"Tretet nun um den Aba herum erfaßt ihn mit Euren Händen und tragt so den Stein - alle zusammen - an seine Stelle!" Und so geschah es. Sie trugen den Stein "Hagar al aswad" auf Hadrat-e-Muhammads Mantel zu der Stelle, die für ihn bestimmt war und er setzte ihn ein.

Und alle Mekkaner waren froh und zufrieden und beglückwünschten Hadrat-e-Muhammad zu seinem guten Vorschlag.

Zu jener Zeit war Hadrat-e-Muhammad noch sehr jung. Noch war er nicht zum Propheten ernannt worden. Jedoch, er war so zuverlässig und gewissenhaft, daß man ihn "Muhammad, den Zuverlässigen (Muhammad al Amin) nannte.

Die Leute vertrauten ihm und ernannten ihm zum Treuhänder wertvoller Gegenstände, die sie ihm zur Aufbewahrung gaben. Und Hadrat-e-Muhammad bewahrte sie gewissenhaft auf und gab sie dann wenn es erwünscht war - heil und unversehrt an ihre Besitzer zurück.

Hatte jemand Probleme, so wandte er sich an ihn und fragte ihn um Rat. Und gab es Streitigkeiten, so zogen sie ihn hinzu und akzeptierten seinen Schiedsspruch.

 

Islam, - letzte und vollkommenste aller Religionen

Der Islam ist die beste und vollkommenste aller Religionen. Der gütige und barmherzige Gott hat sie uns durch Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) gesandt, - damit wir erfahren, wie wir am besten Gott ehren und dienen und wie wir am besten leben können.

Der Islam lehrt uns:

- wie wir Gott erkennen können, -

- was wir tun müssen, um in diesem Leben wie im jenseitigen glücklich sein zu können, -

- was uns erlaubt ist (halal) und was wir tun dürfen und was uns nicht erlaubt ist (haram) und nicht tun dürfen.

Ein Muslim ist jener, der

1.an den Einzigen Gott und ein Leben in der jenseitigen Welt glaubt, -

2.der Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) als den letzten der göttlichen Propheten weiß, -

3.der sich in all seinem Tun danach richtet, was Gott geboten und durch Hadrat-e-Muhammad gelehrt hat.

Im Koran sind die Botschaften und Gebote Gottes enthalten. Er wurde uns und allen Menschen durch Hadrat-e-Muhammad übermittelt.

Die Muslime müssen lernen, den Koran zu lesen, seinen Inhalt verstehen und anderen mitzuteilen und aus dem Koran "richtiges Leben" lernen.

Der Koran ist unser Lebensprogramm: Er zeigt uns die beste Art zu leben, Gott zu erkennen und ihn anzubeten und zu ehren.

Muslime sollten in allem, was sie tun, den Koran befolgen und aus diesem Himmlischen Buch lernen, wie man richtig lebt.

Jemand, der die Gebote des Koran befolgt und ihn Marschroute seines Lebens sein läßt, wird in dieser Welt frei und erhobenen Hauptes leben und auch im Jenseits froh und glücklich sein.

Unser verehrter Prophet sprach:

"Ein jeder, der sich in seinem Leben nach dem Koran richtet, wird ins Paradies eingehen. Und ein jeder, der den Koran verächtlich beiseite schiebt, - dessen Zukunft wird die jenseitige Verdammnis (Hölle) sein!"

Der Koran, - das himmlisch' Buch, ist das Licht auf Deinen Wegen, und Programm in Deinem Leben.

So halt Dich fest an seinem Wort und richte Dich nach ihm, -

und Glück und Wohl wird über Dich sein hienieden und auch drüben!

Es sprach der Prophet: -

Oh Muslim! Sei Dir stets bewußt!

Handelst Du nach dem Koran, -

Und ist er Dir stets gegenwärtig, -

so trittst ins Paradies du ein!

Lebst inmitten Blumen, Blüten!

Jedoch: Wer nicht sich richtet nach seinem Wort, Geht ein in die Verdammnis, -

Bleibt immer dort!

Das Buch unseres Glaubens ist der Koran!

Er ist das Wort Gottes, - ist unser Plan! Ist Richtung uns auf allen Wegen, -

Wir schützen ihn mit unserm Leben!

Habib ollah Caycian

Eine Geschichte, die uns der Koran erzählt:

Der niedergebrannte Garten

Die Brüder saßen zusammen und sprachen darüber, was sie Morgen tun wollten. Und sagten: "Morgen in aller Frühe, gehen wir zum Garten, um alles Obst zu pflücken.Und niemandem werden wir von dem Obst geben!"

Einer der Brüder, der ein gutes Herz hatte, sagte: "Brüder! Vergeßt nicht, daß Gott uns aufgetragen hat, den Armen zu helfen und ihnen von dem Guten, was wir haben, zu geben!

Die Brüder antworteten! "Fängst Du schon wieder an mit Deinem Geschwätz? Wenn Du jetzt nicht aufhörst mit diesem Unsinn, so kannst Du was erleben!

Was geht Dich das an? Was hast Du Dich da einzumischen?"

Später, als alle schliefen, zuckten Blitze vom Himmel herab. Und schlugen in den Garten ein und brannten alles nieder, - Bäume und Früchte!

Als es Morgen wurde, wachten die Brüder auf. Sie sagten: "Laßt uns schnell zum Garten gehen und das Obst pflücken! Aber wir dürfen keinen Lärm machen, damit niemand merkt, daß wir zum Garten gehen und dann vielleicht jemand Obst von uns haben möchte!"

Und sie machten sich eilig auf den Weg. Als sie beim Garten ankamen, meinte einer von ihnen: "Komisch! Das ist doch nicht unser Garten?!"

Ein anderer sagte: "Doch das muß unser Garten sein! Ich bin sicher, daß es unser ist!"

Da sprach der Bruder, der ein gutes Herz hatte: " Habe ich nicht gesagt, daß wir Gott nicht vergessen dürfen? Daß wir uns an Gottes Wort und Gebot halten müssen?

Das ist nun der Lohn dafür, daß ihr so geizig sein wolltet! Und die Strafe, die euch im Jenseits treffen wird, wird noch viel härter sein!"

Noch eine Geschichte aus dem Koran:

Das Elefantenheer

Die Ka'ba diente schon seit alters her als Ort zur Anbetung Gottes! Von nah und fern kamen die Leute nach Mekka, um die Ka'ba , das Haus Gottes, zu besuchen.

Die Stadt Mekka war eine kultivierte, gepflegte und geheiligte Stadt! Abraha, Befehlshaber von Jemen und Christ, war neidisch auf die Ka'ba. Darum ließ er eine prunkvolle, prächtige Gebetsstätte in Jemen errichten.

Mit Wänden und Türen aus Gold und Silber, - besetzt mit wertvollen Steinen. Er legte sein Gotteshaus aus mit kostbaren Teppichen und ließ herrliche Leuchten in ihm anzünden, die die Räume erhellten. Dann ließ Abraha verkünden, daß dieses Gotteshaus sehr viel Gott gefälliger sei, diese neue Anbetungsstätte zu besuchen und überhaupt, daß niemand mehr zu Ka'ba pilgern dürfe. Alle müßten nun zu diesem kostbaren Bethaus wallfahrten.

Die Leute aber hörten nicht aus seine Worte und pilgerten nach wie fort nach Mekka, zur Ka'ba.

Abraha wurde zornig und sagte: "Solange die Ka'ba besteht, werden die Menschen zu ihr pilgern, nicht zu unserem Bethaus. Wir müssen die Ka'ba darum zerstören, damit dann alle zu unserem Bethaus kommen!"

Alle, die seine Worte hörten, antworteten: "Störe nicht Glauben und Überzeugung der Leute, Abraha!

Die Ka'ba wurde durch den Propheten Abraham auf Gottes Gebot hin errichtet. Laß die Leute dorthin pilgern, wohin sie möchten.

Du solltest dich nicht in ihre Religion einmischen Laß sie gewähren!" Aber, aber ........ , der gute Rat nützte nichts.

Abraha bestand darauf: " Unser Bethaus ist sehr viel größer, schöner und prächtiger. Alle müssen hierher kommen und hier zu Gott beten! Wir müssen die Ka'ba zerstören!

Er rief all seine Soldaten und Heerführer zusammen, - rüstete die Armee mit Kriegselefanten aus, setzte sich selbst auf einen der Elefanten und zog - das Heer selbst anführend - mit seinen Truppen gen Mekka.

Einige der Leute stellten sich dem Elefantenheer in den Weg. Sie wollten es daran hindern, nach Mekka zu ziehen und die Ka'ba zu vernichten. Sie wollten das alte Gotteshaus, daß Abraham (a.s.) auf Gottes Anordnung hin erbaut hatte, verteidigen.

Jedoch, sie waren - gegenüber Abraha und seinem Heer - zu schwach. Abraha ließ sie alle niedermetzeln. Und als die Mekkaner sahen, daß sie gegen Abraha und seine Truppen und Elefanten nichts ausrichten konnten, flüchteten sie in die umliegenden Berge.

Dann, als Abraha mit seinen Soldaten in der Umgebung Mekkas ankam, blieb mit einem Male sein Elefant stehen. Er rührte sich nicht mehr von der Stelle! Er legte sich sogar auf den Boden und blieb liegen! Was Abraha auch mit ihm anstellte, - nichts nützte! Der Elefant stand nicht auf!

Und plötzlich flogen viele, viele Vögel herbei. Der Himmel über Mekka verfinsterte sich, - so voller Vögel war er!

Und ein jeder der Vögel hielt einen kleinen, jedoch spitzen, heißen Stein in seinem Schnabel und dazu noch einen Stein in jeder seiner Krallen. Und sie kamen und kamen und flogen bis dicht über die Köpfe der Soldaten und Elefanten. Und dann griffen sie mit einem Male das Heer Abrahas an, - steinigten es und alle, alle fanden den Tod! Bis auf einen. Der konnte sich bis nach Abessinien, dem damaligen Habasa, durchbringen und erzählte dem König Nagasi alles, was geschehen war.

Und Nagasi sagte verwundert: "Wie geht das zu ?! Was waren denn das bloß für Vögel, die ein so starkes Heer wie das des Abraha zu vernichten vermochten?!

Und wie er das so sagte, flog mit einem Male einer dieser Vögel heran. Und der Soldat zeigte auf ihn und sagte zum König: "Vögel wie dieser da waren es!"

Der Vogel aber kam näher und näher, flog bis dicht über den Kopf des Soldaten Abrahas und warf seinen Stein auf diesen nieder. Und somit fand auch der letzte Mann des Elefantenheeres - vor den Augen des Königs Nagasi - den Tod.

Abraha hatte gewollt, gegen den Glauben an den einzigen Gott, gegen "Tawhid"! zu kämpfen. Gott aber wollte, daß die Ka'ba für alle Zeiten bestehen blieb!

Und daß der Prophet komme und den Ruf des "Tawhid", des Glaubens an den Einzigen Gott, der niemanden neben sich hat, in alle Welt hineindringen lasse!

- Im Heiligen Koran erzählt Gott in einer kleinen Sure die Geschichte vom Elefantenheer.

- Diese Geschichte wurde so bekannt, daß jenes Jahr, in dem sie sich zutrug, als daß "Jahr der Elefantenoffensive" bezeichnet wurde.

- Unser verehrter Prophet- Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) - kam in jenem Jahr zur Welt.

Mal doch `mal die Geschichte! Das wäre fein!

Was bedeutet "Religion"?

Der gütige und allmächtige Gott hat uns- zu unserem Glück und unserem Wohle - Gebote gegeben.

Und zwar gab er sie uns durch die Propheten.

Die Propheten zeigten uns, wie wir Gott kennenlernen und wie wir am besten leben können.

Die Propheten sagten uns,

wie wir uns unseren Freunden, Geschwistern und Eltern- und überhaupt allen Menschen gegenüber- verhalten sollten, sagten uns, daß wir zu unseren Eltern stets freundlich und höflich sein sollten, -

daß wir darauf achten sollten, was sie uns sagen, Vater und Mutter stets in Ehren halten und ihnen helfen sollten!

Und auch empfahlen uns die Propheten, unseren Lehrern zu danken, sie gern zu haben und sie zu ehren!

Zudem sagten uns die Propheten:

- wie wir mit Gott, der so gut und freundlich zu uns ist, am besten sprechen, -

- was wir tun können, damit Gott mit uns zufrieden ist

- und was wir beachten sollten, um später ins Paradies kommen zu können.

Was bedeutet also "Religion"?

Die Gebote und das Programm, daß uns die Propheten zu unserem Leben gaben, werden als "Religion" bezeichnet.

Jemand, der an Gott glaubt, an das Leben nach dem Tode und die Weisungen der Propheten befolgt, ist "religiös".

Gott hat "religiöse" Menschen gern und belohnt sie. Religiöse Menschen sind zufrieden in dieser Welt und werden auch in der jenseitigen Welt glücklich sein.

Islam, - beste Religion zu einem "besten" Leben

Unser Prophet- Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.)- sagte: "Ich habe euch alles, was euch zum Nutzen und Wohle ist- für diese und jene Welt - gebracht! Und Gott hat mich beauftragt, alle Menschen dieser Erde zur Religion des Islam einzuladen."

Was ist die Religion des Islam?

Alle Gebote und Weisungen, die uns Prophet Muhammad (s.a.s.) brachte, bilden- zusammen- die "Religion des Islam".

Die Religion des Islam ist die letzte und vollständigste aller Religionen dieser Welt!

Wer ist ein "Muslim"?

Ein Muslim ist jener, der alle göttlichen Gebote und Weisungen, die uns Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) brachte, befolgt.

Wie heißt das Buch unserer Religion?

Das Buch unserer Religion heißt "Koran". (Qr'an)

In dem Koran ist das Programm zu einem guten Leben enthalten, das Gott uns empfiehlt und uns durch Prophet Muhammad (s.a.s.) gab.

Wir Muslime ehren den Koran,- das heißt: Wir befolgen die Weisungen, die in ihm geschrieben werden.


source : الشیعه
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