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Tuesday 1st of December 2020
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Imam Ali ar-Ridha (ع)

Imam Ali ar-Ridha (ع)
von Um Abdel Kareem

Imam al-Ridha (ع) wurde im Jahre 148 nach der Hijra geboren und war der Sohn des Imam Musa al-Kazim (ع). Seine Mutter war die ehrenvolle Sklavin Najmiyya. Sie war eine Frau von auكerordentlichem Charakter und Glauben. 

Er hatte mehrere Spitznamen: Al Reza, Al Mamun, Imam Musa, Al-Sabin, Al-Sabir, Al-Zaki, Al-Wafi, Sirajj Allah, Al-Saddiq, etc.

Imam ar-Ridha (ع) lebte in der Zeit der Abbasiden Herrschaft unter dem Kalifen Mamun. Dieser war berühmt für seine Tyrannei und tِtete sogar seinen Bruder Amin um an die Macht zu gelangen. Aber zunنchst einmal zurück zum Leben des Imam Reza (ع). Shaikh Saduq überlieferte von Ibrahim bin Abbas der über Imam Reza (ع) sagte: „Ich sah ihn niemals, dass er jemanden beim Sprechen  unterbrach und nie seine Beine ausstreckte, wenn Besuch anwesend war. Er aك mit den Dienern zusammen und verteilte Essen an die Armen und Kranken und verbrachte die Nنchte mit Gottesdienst.“

Er führte ein sehr bescheidenes Leben, kleidete sich jedoch sehr gut, wenn er hinausging. Yasir, der Diener des Imams, sagte: „Imam al-Ridha sagte zu uns immer: ‚Wenn ihr am Essen seid und ich euch rufe, so kommt erst dann, wenn ihr fertig seid.’“ Ein anderer Freund berichtete über ihn: „Eines Tages kam ein Fremder zum Hause des Imams und sagte, dass er ein Freund von ihm sei und nicht arm wنre, jedoch sein Geld nun zu Ende sei und keins hنtte, um zurückzukehren. Gebe mir bitte eine Summe und  ich werde bei meiner Rückkehr in meine Stadt es als Almosen in deinem Namen geben. Der Imam stand auf und ging zu einem anderen Raum und reichte ihm  eine Summe von zwei hundert Dirhams von der gegenüberliegenden Seite der Tür und sagte (ohne dass der Mann ihn sehen konnte): Nimm dies und geh und es ist nicht nِtig, es mir zurückzugeben oder in Art von Almosen in meinen Namen.“ Sie fragten den Imam: „Warum hast du das in dieser Art getan? Damit er dich nicht sehen konnte?“ Er antwortete: „Damit er, wenn er das Geld nimmt, mich nicht ansieht und sich vielleicht schنmt “.

Mamun, der damalige Kalif, war sehr besorgt über den Einfluss und die Sympathie, die Imam al-Ridha bei den Menschen hatte. Er beschloss einige Wissenschaftler und Gelehrte von verschiedenen Richtungen aus der ganzen Welt einzuladen, um mit Imam Reza zu diskutieren. Dabei hatte er das Ziel, ihn vielleicht bei Wissenslücken zu ertappen und ihn dann vorzuführen, so dass er seinen Einfluss verlieren würde. Hassan Naufali sagte darüber: „Als ich das Haus verlies um dieser Sitzung beizuwohnen, blickte ich in das Gesicht des Imams und dieser sagte: „Ich weiك um den Grund und das Ziel von Mamun. Aber ich weiك auch den Punkt, wo er scheitern wird. Und dieser ist, wenn du mich mit den Christen sprechen siehst und ich mit ihrem Buch argumentiere und ebenso mit den Juden und der Thora und ich mit den Feueranbetern auf Persisch sprechen werde. Es traf genau das ein, was der Imam voraus gesagt hatte.“ Der Imam (ع) erreichte die Versammlung und er setzte sich direkt neben Mamun. Der Kalif sprach „Jasaleeq“ den groكen christlichen Gelehrten an und sagte: „Frag ihn, was auch immer du mِchtest“. Jasaleeq fragte den Imam: „Was ist deine Meinung über Jesus Christus ?“ Imam Reza (ع) antwortete: „Wir glauben, dass er der Prophet Gottes war.“ Jasaleeq fragte ihn erneut: „Welchen Beweis hast du bezüglich euren eigenen Propheten?“ Der Imam (ع) sagte: „Habt ihr denn nicht die Bibel gelesen, wo Johannes folgenden Ausspruch von Jesus überlieferte: „Es wird ein Prophet nach mir kommen, und er wird das Siegel der Propheten sein.“ Jasaleeq antwortete: „Ja, aber Jesus hat ihn nicht beim Namen genannt.“ Imam Reza entgegnete: „Erlaubst du, dass ich aus eurer Bibel vorlese?“ Er sagte: „Lies daraus.“ Der Imam zitierte das drittel Kapitel bis er zu dem Vers kam, wo Jesus sagte: „Ich werde  zu meine Herrn kehren und der „Paraklit“ (Muhammad) wird zu euch kommen und er wird den Unglauben beseitigen.“ Jasaleeq wurde leise und sprach kein Wort. Der Imam (ع) sah „Raasul Jalout“, den Obergelehrten der Juden, an und sagte: „Was ist dein Beweis über den Propheten Moses?“ Er antwortete: „Moses hatte Wunder wie z.B. das Spalten des Nils und das anschlieكende Durchqueren. Der Imam (ع) sagte: „Warum glaubt ihr nicht an den Propheten Jesus?“ Er antwortete: „Sie sagen, dass Jesus tote Menschen auferstehen lassen kann, aber wir haben das nicht gesehen, um daran zu glauben.“ Der Imam (ع) sagte: „Aber warum glaubt ihr dann an die Propheten vor ihm? Was ist mit Moses? Ihr habt ihn und seine Wunder doch auch nicht selber gesehen!“ Der Gelehrte antwortete: „Die Art wie es uns überliefert wurde!“ Der Imam (ع) sagte: „Aus welcher Quelle hast du diese Erkenntnis?“ Er sagte: „Durch die Geschichte und jene, die diese Worte von ihm gehِrt haben.“ Der Imam (ع) sagte: „Andere suchen auch Zuflucht in der Geschichte und wie wollt ihr sie zu eurem Glauben einladen?“ Der Gelehrte wurde ruhig und sprach kein Wort. Imam Reza (ع) drehte sich zu Imran, dem Oberhaupt der Sternesanbeter und sagte: „Frage mich auch, was immer du mِchtest.“ Imran fragte ihn einiges über Gott, über die Philosophie der Entstehung, erhielt seine Antworten und trat zum Islam über. Mamun hatte somit sein Ziel nicht erreicht und bereute dieses Treffen.

Nun, da Mamun sah, dass er ihn nicht blamieren und schaden konnte, entschied er, dass er Imam Reza (ع) als seinen Thronfolger ausrufen lassen wollte. Gewiss würde sich die Shia, wenn der Imam erstmal Fuك in das korrupte Kalifat gesetzt hatte, enttنuscht von ihm abwenden. Noch ein anderes Plus erhoffte sich Mamun von diesem politischen Schachzug und zwar: Die Widerstandsbewegung der Bani Fatimah gegen das Kalifat fنnde damit sicherlich ein Ende. Denn wenn der Imam am Kalifat beteiligt wنre, würden sie nicht mehr motiviert sein, gegen ihn zu kنmpfen. Dass Mamun dann, wenn das Ziel erreicht war, den Imam tِten lassen würde, stand auكer Zweifel. Imam Reza (ع) weigerte sich dies anzunehmen, jedoch willigte er spنter nach Drنngen und Drohen Mamuns ein. Aber nur mit der Bedingung, dass er sich um die politischen Angelegenheiten nicht kümmern würde und nur um die religiِsen und menschlichen Belange des Volkes, da er das Vorhaben des Kalifen durchschaute. Imam ar-Ridha diskutierte mit den groكen Gelehrten. Mamun lies in vorerst gewنhren. Nach und nach entpuppte sich sein Plan als Misserfolg. Der Imam genoss weiterhin groكen Einfluss und Respekt vom Volk. Auch und besonders im Iran wo ihn die Menschen in Scharen begrüكten und sich um ihn sammelten wنhrend seiner Reise nach Marv. Für Mamun war dies nun eindeutig ein Zeichen, dass er sein Ziel niemals erreichen würde und lies den Imam letztlich vergiften.

 

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