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Sunday 31st of May 2020
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Fatima-Zahra´s Kindheit

Fatima-Zahra´s Kindheit

Fatimah-Zahra (a.s.) wuchs in einer gefahren- und krisenreichen Zeit auf. Gewiss blieb diese kulturelle Umwalzung nicht ohne Einfluss auf das kindliche Gemüt des kleinen Mنdchens und ganz sicher haben die geistige Haltung wie auch Gesinnung ihrer Eltern dazu beigetragen, dass Fatimah (a.s.) das wurde, was sie ist bzw. war. Die Muslime waren in so groكer Not und Bedrنngnis, dass der Prophet einige von ihnen anwies, nach Abessinien, dem damaligen Habascheh, auszuwandern. Als die Gِtzenanbeter sahen, dass sie die Muslime trotz Folter und Verfolgung nicht von ihrem Glauben an den Einzigen Gott abzubringen vermochten, beschlossen sie, vereint und verbündet, Muhammad (s.a.s.)zu tِten. Der Onkel Hadrat-e Muhammads, Abu Talib, erfuhr von ihrem finsteren Vorhaben und evakuierte den Propheten und viele der Bani Haschim in das Tal "Schiyb Abu Talib". Abu Talib wie auch die Bani Haschim unterstützten und schützten den Propheten. Sie bewachten das Tal und bezogen des Nachts in den umliegenden Bergen Posten, um eventuellen nنchtlichen ـberfallen der feindlichen Verbündeten vorzubeugen. Unter anderem bewachte Hamzah, ein Onkel des Gesandten Gottes, diesen zu nنchtlicher Stunde mit gezogenem Schwert. Die Mekkanischen Gِtzenanbeter, die begriffen, dass sie des Propheten nicht habhaft werden konnten, begannen, ihn und alle Evakuierten im "Schiyb Abu Talib" wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Handel mit ihnen zu treiben, ihnen etwas zu verkaufen - beispielsweise Wasser oder Nahrungsmittel - war streng untersagt. Wer dem zuwiderhandeln wollte, hatte harte Strafe zu erwarten. Drei Jahre lang verbrachten die Muslime unter groكen Entbehrungen in dem dürren, trockenen Schiyb. Sie konnten sich nur schwerlich mit dem Wenigen, das ihnen der eine oder andere aus der Stadt auf "Schleichwegen" und in aller Verschwiegenheit in das Lager hineinschmuggelte, vor dem Hungertod bewahren. Es war eine schwere Zeit, in die Fatimah-Zahra (a.s.) hineingeboren worden war. Als kleines Mنdchen lebte sie mit ihren Eltern - wie die anderen Muslime - im" Schiyb Abu Talib. Hier war es, wo sie der Muttermilch entwِhnt wurde, wo sie wie die anderen Kinder Hunger und Not kennen lernte und wo sie, im heiكen Sand der Steppe, laufen lernte. Sie hِrte das Klagen und Weinen der hungrigen und durstigen Kinder und sah, wie zu nنchtlicher Stunde Onkel und Vettern mit blanken Waffen Wache hielten, um ihren Vater gegen den Feind abzuschirmen. Nach drei Jahren, sie war ungefنhr fünf Jahre alt, kehrte sie mit den Eltern und den anderen Muslimen in die Stadt zurück. Nun lernte sie nach soviel Entbehrung und Verzicht endlich etwas anderes kennen als brennende Sonnenglut, Trockenheit, Sand und Steine. Die Not war vorbei, wenigstens vorübergehend. Sie atmete die Freiheit, die sie nun umgab, brauchte nicht mehr zu darben und war ein frohes, glückliches Kind.

 

 

Hنrten und deren Konsequenzen

All das Schwere, das Fatimah-Zahra (a.s) in ihrer Kindheit widerfuhr, ist gewiss nicht ohne Wirkung auf ihre kindliche Psyche geblieben. Es dürfte wohl verstنndlich sein, dass jemand, der gleich ab seiner frühesten Kinderzeit mit soviel Harten, schweren Erlebnissen und Erfahrungen konfrontiert wird, kein lachender, stets zu Scherzen bereiter Mensch sein wird, und so berichtet man über Fatimah - Zahra (a.s.),dass sie oft bekümmert und traurig war. Dennoch: Der junge Mensch, der unter groكen Gefahren aufwachst und schon in seinen ersten Lebensjahren in Getto und Isolation zubringt, der zusehen muss, wie Vater, Mutter, Verwandte und Freunde tapfer und entschlossen Drangsal und Not ertragen und unter groكen Mühen und Selbstaufopferung ihr hohes Ziel verteidigen, nicht aufgeben, sondern hoffen und streben,.„wird selbst zu einem Zielbewussten, mutigen widerstandsbereiten Erwachsenen heranreifen. (Wenigstens in den meisten Fallen ist das so!) Er wird ohne Angst vor Repressalien und Gefangenschaft die menschlichgِttlichen Werte schützen und sich nicht so leicht in die Knie zwingen lassen.

 

 

Die Mutter stirbt

Noch war kein Jahr nach der Befreiung aus Isolation und Wirtschaftsboykott vergangen, als Hadidsche ihre Augen für immer schloك. Der Tod der Mutter traf das Kind schwer. Es litt unendlich darunter. Immer und immer wider liefen Fatimah (a.s.) Tranen übers Gesichtchen, und sie fragte Vater, Freunde und Verwandte nach der Mutter. Als Hadrat Muhammad (s.a.s.) von der Beerdigung heimkam, sagte sie: " Vater, wo ist Mutter?" Er wusste im ersten Moment keine befriedigende Antwort für das Kind. Da erschien Gabriel der Bote Gottes und sprach: "Antworte Fatimah, dass ihre Mutter nun glücklich und erlِst in einem wunderschِnen Schloss aus Smaragden wohnt."

 

 

Nach dem Tode der Mutter

Das Jahr zehn nach der Bi’that war ein schweres Jahr. Zuerst starb Abu Talib und kurz darauf Hadidsche . Diese beiden Ereignisse bekümmerten Hadrat-e Muhammad (s.a.s.) so sehr, dass er jenes Jahr als "Jahr der Trauer" bezeichnete, deshalb, weil seine grِكte Stütze, Hilfe, seine Beraterin in privaten und persِnlichen Angelegenheiten, seine Lebensgefنhrtin und Mutter seiner Kinder von ihm und aus dieser Welt gegangen war, zudem auch Abu Talib, jener Mann, der ihn tatkrنftig und engagiert unterstützt und verteidigt hatte. Das mutterlose Kind musste in jener Zeit oft miterleben, wie hنsslich und roh sich die Leute drauكen in der Stadt ihrem Vater gegenüber verhielten. Sah, wie sie ihm nachstellten, ihn verlachten, verspotteten, anpِbelten... Ein herzzerreiكender Vorfall, der sie bis in ihr tiefstes Inneres aufwühlte, war folgende Begebenheit. Ihr Vater verrichtete in der Heiligen Moschee das Gebet. Einige der Mekkanischen Gِtzendiener verhِhnten ihn. Einer von ihnen nahm den Blutbesudelten Uterus eines eben geschlachteten Kamels und hing ihn dem zum Sadschdah niedergesunkenen Propheten über die Schultern. Seine kleine Tochter musste mit ansehen, wie rüpelhaft und gefühllos mit ihrem Vater umgegangen wurde. Sie lief zu ihm, nahm den Kamel-Uterus von ihm und warf ihn fort, wahrend ihr die Tranen über die Wangen rollten. Nachdem Hadrat-e Muhammad (s.a.s.) das Gebet beendet hatte, erhob er sich und sprach über die Beteiligten seinen Fluch aus. Mit solchen und نhnlichen Situationen war Hadrat-e- Fatimah (a.s.) schon in früher Kindheit konfrontiert. Sie lernte die Rohheit der Gِtzenanbetenden Gesellschaft, in der sie lebte, zur Genüge kennen, litt um ihren Vater, stand ihm bei und trِstete ihn. So klein sie war, war sie ihm nicht nur eine liebevolle Tochter, sondern auch fürsorgliche "Mutter". Prophet Muhammad (s.a.s.) bemühte sich, seine mutterlose Tochter soweit es in seinen Krنften stand, zu trِsten und zu erfreuen. Er versuchte ihr all das, was sie entbehren musste, zu ersetzen und hüllte sie ein in seine vنterliche Liebe und Zنrtlichkeit. Er verstand, dass das kleine Mنdchen unter dem Verlust der Mutter litt und dass er alles dafür tun musste, seinen Schmerz zu lindern. Umm-e-Salamah berichtete: "Der Prophet vertraute mir Fatimah an, damit ich mich um ihre Erziehung kümmere. Ich tat diesbezüglich alles, was ich vermochte, doch - bei Gott- das Kind war gebildeter und wissender als ich.

 

 

 

 

 

Rede Fatimas (a.s) nach der Enteignung durch Abu Bakr

 

Fatima (a.) wollte nach der Enteignung durch Abu Bakr, der Entwendung von Fadak und dem gescheiterten Versuch der internen Problemlِsung nunmehr in die ضffentlichkeit gehen und kündigte das auch an. Es galt als Sensation: Fatima (a.), die Tochter des Prophet Muhammad (s.), wird in der Moschee eine Rede halten! Alle, die Auswanderer und die einheimischen Helfer eilten zur Moschee. Die Frauen der Haschimiten begleiteten sie zur Moschee. Ihre Rede ist bis heute erhalten:

"Ich preise Gott für Seine Huld und Güte und danke Ihm für das Gelingen, das Er uns gewنhrte wie auch für Seine mannigfaltigen guten Gaben, die grenzenlos sind. Sie sind so zahlreich und vielfنltig, dass wir uns für sie nicht in gebührender Weise erkenntlich zeigen, sie nicht voll ausschِpfen und sie nicht vollkommen begreifen und fassen kِnnen. Er erwartet von uns, dass wir Seine Huld und Güte zu schنtzen wissen und Ihm dafür danken, auf dass Er sie noch um weiteres vermehrt. Er will, dass wir Ihn lobpreisen, auf dass Er uns noch mehr mit Seiner Huld beschenkt. Ich bezeuge, dass Er der Einzige, der Eine Gott ist! Es ist die Lauterkeit, die dem Ein-Gott-Bekenntnis [tawhid] - das die Herzen bezeugen und Geist und Denken erhellt - Echtheit und Lebendigkeit verleiht. Er schuf die Welt aus dem Nichts und bedurfte ihrer Entstehung nicht. Er schuf sie nach Seinem Willen. Mit ihrer Erschaffung verfolgte er keinen eigenen Nutzen. Er schuf die Welt, um seine absolute Souverنnitنt zu beweisen und hinzuweisen darauf, dass Ihm zu gehorchen ist. Um Seine Allmacht zum Ausdruck zu bringen, um Seine Geschِpfe zu veranlassen, Ihn anzubeten, um Seinem Aufruf Majestنt und Nachdruck zu verleihen! Ich bezeuge, dass Muhammad (s.) - mein Vater - Diener und Gesandter Gottes ist! Bevor Er ihn entsandte, erwنhlte Er ihn. Bevor Er ihn erschuf, nannte Er ihn "Muhammad". Lange vor seiner Ernennung zum Propheten wنhlte ER ihn, - zu jener Zeit, als Seine Geschِpfe noch in der Welt des Verborgenen weilten und noch nicht hervorgegangen waren. Da Gott über das Zukünftige weiك, Kenntnis hat über das, was geschieht und im Bilde ist über die Geschicke, hat Er Muhammad (s.) gesandt, auf dass dieser Sein Gebot erfülle, Seine Anordnung durchführe und in die Tat umsetze Seinen Willen. - Die Menschen waren in ihrer Religion uneins geworden, brannten im Feuer des Unglaubens und der Ahnungslosigkeit. Sie beteten Gِtzen an und beachteten nicht die Weisungen des Schِpfers, ihres Herrn. Das segensreiche Wirken Muhammads erhellte die Finsternisse und beseitigte Dummheit und Ignoranz der Herzen. - Mein Vater erhob sich, um die Menschen rechtzuleiten, um sie aus ihrer Verirrung zu erretten. Er nahm ihnen Blindheit und lieك sie sehend werden. Er führte sie dem Islam zu und lud sie ein zum rechten Weg. Daraufhin nahm Gott Seinen Gesandten - in Huld und Güte - zu sich. Und nun ist mein Vater verschont von den Unzulنnglichkeiten dieser Welt und weilt gemeinsam mit den Engeln in der Nنhe Gottes, seines gnadenvollen Herrn, - eingetaucht in dessen Wohlgefallen. Gesegnet sei der Prophet, der Aufrichtige, Wahrhaftige, der auserwنhlt wurde, um die gِttlichen Offenbarungen zu empfangen und zu verkünden. -

Leute! Ihr seid Treuhنnder dessen, was Gott gebot und untersagte. Ihr seid ausgerüstet mit der Religion und den Belehrungen des Gesandten. Seid aufrichtig und verlنsslich gegen euch selbst. Ihr seid es. die die Religion den anderen Vِlkern zu verkünden habt. -

Der tatsنchliche Statthalter (sie meinte Ali) des Propheten ist unter euch. Gott hat euch zuvor dazu verpflichtet, ihm zu folgen. Er ist das "sprechende Buch" Gottes, wahrheitsgetreuer Koran und leuchtendes Licht. Sein geistiges Auge ist hell und strahlend, sein Inneres klar und offenkundig wie sein ؤuكeres. (Das, was er in seinem Herzen hegt, entspricht seinem Tun und seinen Worten) Seine Anhنnger fordern seinen Amtsantritt, und ihm zu folgen bedeutet, von ihm ins Paradies geführt zu werden. Wer seinen Reden lauscht und seinem Wort gemنك handelt, findet Errettung. Sein segensreiches Dasein lنsst die strahlenden Zeichen Gottes erkennbar werden. Mit seiner Hilfe sind die klaren Beweise, Gesetze, das islamische Recht und all das, was uns zur Aufgabe gesetzt bzw. untersagt ist wie auch jenes, das uns als Empfohlenes [mustahabat] empfohlen wurde, zu erfahren. Gott gab uns die Religion, um uns von Hنsslichem, Verderblichem und Gِtzendienst [schirk] fernzuhalten. Das Gebet setzte Er uns zur Pflicht, damit es uns gegen Hochmut schütze. Die Zakat hat Er uns aufgetragen zur Lنuterung unserer Seele und um des tنglichen Brotes aller willen. Das Fasten ordnete Er an zur Krنftigung unserer Lauterkeit. Und die Wahrheit [haqq], zu dem Er Seine Geschِpfe verpflichtete, bestimmte Er zur Festigung und Untermauerung des Ein-Gott-Glaubens. Die Gerechtigkeit dient der Ordnung und dazu, dass sich die Herzen nنher kommen. Dass jene aus dem Ahl-ul-Bait befolgt werden, stنrkt Ordnung und Harmonie in der Gemeinschaft der Muslime, und das Imamat setzte Er ein, damit Spaltung und Zerwürfnis in der Umma verhindert werden mِgen. Geduld und Langmut rufen das Wohlgefallen Gottes hervor, und das Gebot 'Gutes gebieten und Schlechtes verwehren' setzte Er im Sinne des Allgemeinwohles zur Pflicht. Respekt und Güte gegenüber den Eltern - wozu Er aufruft - führen dazu, dass sich Sِhne und Tِchter nicht deren Missfallen und Zorn auf sich ziehen. Er empfahl, dass wir uns um unsere Verwandten kümmern, etwas das zu einer lنngeren Lebensdauer führt. Treue gegenüber Versprechen bezeichnete Er als Anlass zu Vergebung, und um Hنsslichem und Verderben vorzubeugen, untersagte Er den Genuss von Alkohol. Das Vermeiden von Verleumdung, Lنsterei und Unzucht schützt gegen Verdammnis, und nicht zu stehlen und zu rauben, dient Redlichkeit und Keuschheit. Um der Lauterkeit der Herzen willen untersagte Er Abgِtterei und Gِtzendienst. Folgt den Weisungen und Geboten Gottes also und bedenket, dass es die Wissenden und Gelehrten sind, die Gott in Ehrfurcht ergeben sind.

Ich bin Fatima und mein Vater ist Muhammad. Nun will ich euch berichten, was geschah. Wisset, dass ich nicht die Unwahrheit spreche und mich nicht irre! Gott hat euch einen Propheten aus eurer Mitte geschickt! Dieser trauerte, wenn ihr trauertet, fühlte mit euch und war euch in Freundschaft zugetan. Gegenüber den Glنubigen war er stets gütig und empfand mit ihnen. - Der Prophet war mein Vater, nicht der Vater eurer Frauen! Er war der Bruder meines Vetters, nicht der Bruder eurer Mنnner. Wie beglückend ist es doch, mit Muhammad verwandt zu sein! Muhammad hat seine Mission erfüllt. Er hat sich gegen den Gِtzendienst erhoben, bis das die Gِtzendiener besiegt waren. Dann nahm er sie bei der Hand und lud sie mit Weisheit und freundlicher Ermahnung zu Gott ein. Die Gِtzen zerschlug er und mühte sich, bis dass die Finsternisse wichen und das Wahre erkennbar wurde. Der Prophet sprach mit gütigen, zu Herzen gehenden Worten. Die Satane verstummten, die Heuchler und Zwietrachtstifter flohen und Fesseln und Ketten der Gotteslنsterei brachen auf. Ihr spracht mit Ahl-ul-Bait das Glaubensbekenntnis [schahada], obgleich ihr bereits am Rande des Hِllenschlundes standet. Ihr wart für Tyrannen und Gewalttنtige leicht zu gewinnen, kamt ihren Wünschen entgegen und wurdet denen, die das Feuer wollten, zu erwünschten Flammen und wart zertreten von den Stنmmen. Ihr trankt fauliges Wasser, nنhrtet euch von den Hنuten der Tiere und Blنttern der Bنume. Stets wart ihr gedemütigt und erniedrigt von anderen und lebtet in Schrecken und Angst vor den Stنmmen um euch herum. Nach all diesem errettete euch Gott durch Muhammad. Meinem Vater, der den Kriegern und Tyrannen der arabischen Stنmme und Widersachern aus den Reihen der Ahl-ul-Kitab gegenüberstand, hat Gott immer, wenn sie das Feuer des Krieges gegen ihn entfachten, dieses zum Erlِschen gebracht. Und wann immer sich einer der Satane ihm entgegenreckte oder einer der Gِtzendiener gegen ihn den Mund aufriss, stellte Muhammad ihm seinen Bruder Ali (a.) entgegen. Und Ali zog sich nicht eher zurück, bis dass er sie bezwungen hatte. Um des Wohlgefallen Gottes willen ertrug er alle Hنrten und Mühsal und kنmpfte unerschrocken und unermüdlich auf dem Wege Gottes. Stets war er zu Dschihad bereit. Er lud die Menschen zu dem Einzigen Gott ein und führte Dschihad, dieweil ihr in Ruhe dasaكet, lachtet und es euch wohl sein lieكet, - dieweil ihr auf eine günstige Gelegenheit und "schlechte" Nachrichten wartetet. Wenn ein Krieg gegen die Muslime angezettelt wurde, so verwahrtet ihr euch dagegen, dem Feind gegenüberzutreten, bis dass Gott Seinen Gesandten abberief und ihn mit den ihm vorausgegangenen Propheten und Auserwنhlten vereinte. Nun traten eure Feindseligkeit, die ihr in euren Herzen hegtet und eure Doppelzüngigkeit offen zu Tage. Euer religiِses Gehabe wurde durchschaubar Die in die Irre Gegangenen hoben an, zu reden, und Satan steckte seinen Kopf aus dem Hinterhalt hervor und lud euch zu sich ein. Und ihr.... ihr gingt auf seine Einladung ohne zu zِgern und nachzudenken ein und verneigtet euch vor ihm. Er verführte euch und ihr begannt nach seiner Pfeife zu tanzen. Er gab den Befehl zu Gewalt und Tyrannei, und ihr übtet euch in Gewalttنtigkeit und Unrecht. Des Kamels, das euch nicht gehِrte, bemنchtigtet ihr euch, triebt es an und saكet an einem Wasserloch, das nicht das eure war, nieder, obwohl seit dem Tode des Propheten noch nicht viel Zeit vergangen war. - Noch brannte der Schmerz in unseren Herzen, noch waren die Trنnen nicht getrocknet, noch war der Prophet nicht in die Erde gesenkt worden, als ihr, unter dem Vorwand, Intrigen und Aufruhr vorbeugen zu wollen, das Kalifat an euch risset. Aber wisset, dass ihr euch selbst mitten hinein in Intrigen und Unfrieden begabt und die Flammen der Hِllenverdammnis hoch hinaufzüngeln. - Wohin begabt ihr euch, dieweil doch das Buch Gottes in euren Hنnden ist und das Wort Gottes offenkundig..., angesichts dessen doch Seine Gebote und Weisungen klar und deutlich sind?! Wahrlich! Ihr handeltet gegen den Koran, wandtet ihm den Rücken. Wollt ihr etwa den Koran kritisieren? Oder wollt ihr mit anderen Maكstنben, als der Koran euch gibt, urteilen! Doch bedenket, dass jeder, der sich einer anderen Religion zuwendet, von Gott nicht akzeptiert und im Jenseits zu den Verlierern zنhlen wird. Ihr wartetet nicht ab, bis dass sich die Flammen der Unruhe legten und diese leichter zu bewنltigen war. Die Einladung Satans nahmt ihr an und begannt, das Licht der Religion und die Tradition des Propheten auszulِschen. Ihr warft alles um und begegnetet dem Ahl-ul-Bait des Propheten mit List und Tücke. Euer Vorgehen trifft gleich einem Messer, gleich einer Lanze mitten ins Herz hinein! Meint ihr wohl. wir sollten von unserem Vater nichts erben dürfen? Seid ihr denn zu den Gesetzen der Zeit der Unwissenheit und Ignoranz zurückgekehrt, obgleich doch die gِttlichen Gesetze besser als alle anderen sind?! Wisst ihr denn nicht, dass ich die Tochter des Propheten bin? Warum verhaltet ihr euch dann so? Ihr wisst es und es ist euch klar, klar wie das Licht der Sonne!

Muslime! Ist es recht, dass mir das Erbe meines Vaters vorenthalten wird? Abu Bakr! Steht denn im Buche Gottes geschrieben, dass du das Erbe deines Vaters antreten kannst, mir das Erbe meines Vaters aber nicht zusteht? Eine groكe Lüge habt ihr gegen Gott hervorgebracht! Wendet ihr euch in voller Absicht und bewusst vom Buche Gottes ab?

Spricht Gott etwa nicht im Qur'an: Salomon trat das Erbe Davids an! Werden im Koran denn nicht die Worte des Zacharias wiedergegeben: 0 Herr! Schenk mir einen Nachkommen, der mein Erbe antritt und Erbe des Hauses Jakobs sein wird? - Sagt Gott vielleicht nicht in Seinem Buch: Einige der Angehِrigen haben in Bezug auf das Erbe Vorrang vor den anderen. Gott gebietet im Koran, dass sowohl die Sِhne als auch die Tِchter erben sollen! Heiكt es denn nicht in dem Heiligen Buch: Ihr seid, da euch der Tod ereilen wird, angewiesen, euren Besitz Vater, Mutter und eurer eigenen Familie zu vermachen und zwar der Gerechtigkeit, die sich für die Tugendhaften geziemt, entsprechend? Sprecht ihr mir etwa meine familiنre Bindung zu meinem Vater ab und damit das, was er mir hinterlنsst?

Seid denn nur ihr von dem gِttlichen Erbgesetz angesprochen, mein Vater aber nicht? Wollt ihr mir vielleicht deshalb mein Erbe vorenthalten, weil Angehِrige zweier Religionen einander nicht beerben kِnnen? Gehِren denn mein Vater und ich nicht der gleichen Religion an? Habt ihr denn mehr Kenntnis über die Worte des Koran als mein Vater und meine Mutter?

Oh Abu Bakr! Kalifat und Fadak hast du an dich genommen, aber am Tage der Auferstehung werde ich dich zur Rede stellen, - das heiكt dann, wenn Gott Herrschaft und Beurteilung ganz allein in die Hand nehmen wird. Und Muhammad wird der beste aller Führenden sein. Oh Sohn des Abi Quhafah (gemeint ist Abu bakr)! Wir werden uns am Tage der Auferstehung sprechen, an jenem Tage, da der Schaden, den die Schwنtzer erleiden, offenkundig und Reue und Bedauern ohne Wert sein werden. Recht bald werdet ihr den Zorn Gottes zu spüren bekommen!";

Daraufhin wandte sie sich den Helfern [ansar] zu und sprach.

Oh ihr, die ihr die Emigranten und Islam unterstütztet! Warum verhaltet ihr euch nun so passiv, da es um meine Rechte geht? Warum schweigt ihr zu dem Unrecht, das uns zugefügt wird? Sagte' denn mein Vater nicht: Eure Wertschنtzung Personen gegenüber ist auch im Zusammenhang mit deren Nachkommen zu wahren? -Wie schnell habt ihr euch doch auf Komplott und Unrecht eingelassen?! Wie eilig habt ihr euren Begierden freien Lauf gegeben? Ihr seid in der Lage. das Unrecht, das mir angetan wird, aus der Welt zu schaffen. Ihr vermِgt, mir zu meinem Recht zu verhelfen! Ihr sagt: Muhammad ist tot. - Ja, er ist tot. Aber es ist ein groكes Unglück, dessen Ausmaك tagtنglich zunimmt. Sein Nicht-Mehr-Unter-Uns-Sein wird mit jedem Tag schmerzlicher und breitet finstere Schatten auf Erden aus. Sonne und Mond verloren ihr Licht und die Sterne stoben auseinander. Hoffnungen wurden ohne Zuversicht und die Berge begannen zu schwanken, bersten auseinander. Man zollt dem Propheten keine Achtung mehr. Bei Gott, ein schweres Leid, wie man es bisher nicht sah! Doch das Buch Gottes, in dem des Abends und in den frühen Morgenstunden gelesen wird, gibt Kunde von diesem Leid. Die Propheten sterben wie alle Menschen. Gott spricht im Heiligen Koran: Muhammad ist wie die anderen Propheten, die ihm vorausgegangen sind. Wenn er stirbt oder getِtet wird, werdet ihr euch dann von der Religion abwenden? Wer sich aber von der Religion abwendet, fügt Gott damit keinen Schaden zu. Gott aber wird die Dankbaren belohnen!

Oh ihr Sِhne und Tِchter der Qayiah! Ist es denn recht, dass mir das Erbe meines Vaters vorenthalten wird, dieweil ihr doch hِrt, seht und an dieser Versammlung teilnehmt?! Ihr habt meine Worte vernommen und wisst über den Sachverhalt Bescheid! Obwohl ihr zahlreich und stark seid, obwohl ihr über Waffen verfügt, obwohl meine Bitte um Unterstützung zu euch drang, so seid ihr dennoch nicht bereit dazu. Ihr hِrt mein Rufen um Beistand, doch helft ihr mir nicht! Ihr seid bekannt für Tapferkeit, für gute Werke und Wohltنtigkeit, ihr seid die Auserwنhlten der Auserwنhlten, seid für uns - Ahl-ul-Bait - erwنhlt worden. Ihr kنmpftet gegen Adler, ertrugt Hنrten und - Not, fochtet gegen die feindlichen Stنmme und zogt gegen starke Krieger zu Felde. Wenn wir aufbrachen, zogt ihr mit uns, an unserer Seite. Wir riefen auf, ihr folgtet. Bis dass der Islam erblühte, unsere Erfolge anwuchsen und die Gِtzendiener sich uns ergaben. Die Lüge wurde schwach und das Feuer des Unglaubens erlosch. Ignoranz, Arroganz und Unfrieden legten sich. - die Ordnung unserer Religion begann... Ihr aus den Reihen der Ansar! Wohin eilt ihr, verblendet und voller Hast! Warum verbergt ihr die Wahrheit, da sie doch offenkundig ward? Warum wandtet ihr euch der Abgِtterei zu, nachdem ihr doch glaubend wurdet? Wehe jenen, die ihren Glauben verlieكen, ihr Abkommen und Bündnis brachen, die beschlossen, den Gesandten Gottes der Stadt zu vertreiben und mit der Fehde begannen. ؤngstigen sie sich denn etwa vor den Heuchlern. dieweil sie doch Gott fürchten müssten?! Jenen, der ganz gewiss geeigneter und würdiger ist, euch zu führen, stieكet ihr beiseite und gabt euch der Begierde hin. Ihr verlieكet das weite Feld des Lebens und Tauhids und warft euch Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit in die Arme. Das, was ihr in eurem Herzen bewahrtet, kehrtet ihr fort. - Das Gute, zu dem ihr euch bekanntet, ward euch wertlos. Doch wisset, auch wenn ihr und alle Menschen auf Erden Gott trotzen wollten.... Er bedarf eurer nicht! Das, was ich sagen musste, sagte ich, wenngleich ich weiك, dass ihr mich dennoch nicht unterstützen werdet. Eure Plنne gegen mich sind mir nicht verborgen. Ich habe euch das, was mich so sehr bedrückte, mitgeteilt, o darum, dass es euch eine Ermahnung sei! Haltet Fadak und das Kalifat fest. Bedenket aber, dass dieses zu Schwierigkeiten und Problemen führen wird und dass Schmach und Unehre euch deswegen stets begleiten werden. Der Zorn Gottes wird euch schmerzlich treffen und peinvoll ist das Feuer der Verdammnis! Gott weiك über euer Tun und Lassen, und es wird nicht lange dauern, da die Tyrannen die bittere Folge ihres Vorgehens spüren werden. - Leute! Ich bin die Tochter des Gesandten Gottes, der euch vor dessen Zorn warnte! Handelt nun, wie ihr wollt und kِnnt, - wir werden es euch vergelten! Wartet nur ab! Auch wir warten ab."

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