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Friday 29th of May 2020
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Wirtschaftliche Situation vor vor seinem Erscheinen

Wirtschaftliche Situation vor
vor seinem Erscheinen

 

Aus den in diesem Kapitel zitierten Riwaayaat ist zu erfahren, dass infolge um sich greifender Korruption, Verlust an Menschlichkeit bzw. menschlichen Werten und Kriegen die Welt in eine bittere Wirtschaftslage gerät. Selbst der Regen, eine Segensgabe Gottes, führt entweder zu verheerenden Überschwemmungen, vernichtet die Ernte oder aber bleibt aus und bringt Durst und Dürre über Land und Menschen.

Felder und Gärten schenken keine Früchte mehr, Seen und Flüsse trocknen aus, und Handel und Wirtschaft ersterben. Hunger greift um sich, und zwar so heftig, dass Frauen und Töchter - gegen ein wenig Nahrung - auf dem Markt feilgehalten werden...

 

a) Regennöte

Prophet Muhammad (s) sprach:

"Eine Zeit wird anbrechen, da Gott den Regen, wenn er naturgemäß zu erwarten ist, ausbleiben oder aber ihn zu unüblichen Zeiten im Übermaß hinabkommen läßt."[1]

Amir al mu`minaan Ali (a) tat kund, dass sogar in der heißen Sommerzeit schwere Regengüsse das Erdreich hinwegspülen und dadurch die Früchte der Felder ausbleiben werden...[2]

Von Imaam Ssaadiq (a) ist dieses Wort:

"Vor dem Erscheinen des Imaam i qaa`im (a) wird ein Jahr sein, in dem es übermäßig regnen wird, die Ernte verdirbt und die Datteln an den Palmen verfaulen. Gebt euch daher in jener Zeit nicht Zweifeln und Verwirrung hin."[3]

Amir al mu`minaan Ali (a) sprach:

"...es kommt zu einem starken Defizit an Niederschlag, so dass aus dem Erdreich nichts mehr hervorsprießen wird. Kein Tropfen Regen wird mehr fallen. In einer solchen Zeit wird Imaam Mahdi (a) erscheinen."[4]

Ataa`ibn Yaassir sagte: Zu den Zeichen der „Qi`aamah“[5], dass es (zuvor) zwar regnen wird, doch keine Früchte gedeihen.[6]

Von Imaam Ssaadiq (a) wird dieses Wort überliefert:

"... Imaam i Qaa`im (a) und seine Gefährten werden sich in einer Zeit erheben, da es auf Erden kaum noch Wasser gibt. Die Gläubigen werden Gott flehentlich um Wasser bitten, bis dass Er es regnen lässt und sie ihren Durst stillen können..."[7]

 

b) Austrocknen der Seen und Flüsse

Muhammad, unser verehrter Prophet (s) sprach:

"Ägypten wird infolge des Austrocknens des Nils zu einer Wüstenei"[8]

Artaat tat kund: In jener Zeit werden der Euphrat und andere Flüsse und Quellen austrocknen.[9]

Auch wird überliefert: Der See von Tabarestaan wird austrocknen, die Dattelpalmen geben keine Früchte mehr und die Quelle "Sa`r" (in Schaam) wird im Erdreich versickern.[10]

Und: Die Flüsse trocknen aus, und Teuerung und Hunger werden drei Jahre lang andauern...[11]

 

c) Teuerung, Hunger, Armut, Stagnation

Jemand fragte den Propheten (s): O Gesandter Gottes, wann wird der Aufbruch (Imaam Mahdis) sein?

Der Prophet erwiderte:

"Der Gefragte weiß diesbezüglich nicht mehr als der Fragende. Doch drei Merkmale gibt es, die diesen Zeitpunkt ankündigen, und dazu gehören stagnierende Basare."

Was alles ist gemeint, wollte der Mann wissen, worauf der Prophet antwortete:

"Brachliegende Basare, stagnierender Handel und sarke Regenfälle, die Pflanzen und Früchte nicht gedeihen lassen."[12]

Amir al mu`minaan Ali (a) sagte zu Ibn Abbaas: "Gehandelt werden wird viel, doch gering ist der Gewinn. Danach wird es zu einer schweren Hungersnot kommen."[13]

Muhammad ibn Muslim berichtete, dass er von Imaam Ssaadiq (a) folgendes hörte:

"Bevor Imaam i Qaa`im (a) erscheint, schickt Gott den Gläubigen Zeichen (die Mahdis Erscheinen ankündigen)."

Ich fragte ihn nach diesen Ankündigungszeichen, worauf er erklärte:

"Sie entsprechen genau dem, was Gott kundtat mit Seinen Worten:

"... und Ich werde euch prüfen mit Angst, Hunger, Armut und dem Verlust an Leben und Früchten. Gib also frohe Botschaft den Langmütig-Standhaften."[14]

Er fügte hinzu:

"Gott wird die Gläubigen auf die Probe stellen: Mittels ihrer Angst vor ihren Herrschern, deren Macht dem Ende zugeht. Mit Hunger, der die Folge von Teuerung ist und mit Armut, hervorgerufen durch stagnierende Wirtschaft und fehlendes Einkommen. Für Verlust an Leben aber sorgt frühzeitiger und um sich greifender Tod, dieweil das Ausbleiben der Ernte zu Mangel an landwirtschaftlichen Früchten führt.

 Den Langmütigen sei daher die frohe Kunde vom baldigen Erscheinen des Qaa`im (a) in jener besagten Zeit."[15]

Laut "A`laam ul waraa" ist mit "qillat ul mu`aalimaat" stagnierende Wirtschaft und brachliegender Handel gemeint.[16]

Von Imaam Ssaadiq (a) wird folgendes Wort überliefert:

"... in jenen Tagen, da sich Ssufiaani zum Aufstand erhebt, wird es an Nahrungsmitteln mangeln, werden die Leute von Hunger heimgesucht sein, und nur spärlich noch wird es regnen."[17]

Ibn Mas`ud teilte mit: Wenn der Handel brachliegt und die Wege verwüstet sind, wird Mahdi (a) erscheinen."[18]

Möglicherweise ist die brachliegende Wirtschaft in jener Zeit darauf zurückzuführen, dass Handwerk und Industrie stagnieren, Produktionszentren ruiniert sind, es an Arbeitskräften und genügend Kaufkraft fehlt, Hunger herrscht und weit und breit, auch auf den Straßen, keine Sicherheit mehr ist u.s.w...

In Ahmads "Masnad" heißt es: Bevor Imaam Mahdi (a) erscheint wird die Menschheit drei Jahre lang von einer schweren Hungersnot heimgesucht sein.[19]

Und Abu Hurairah sagte: Wehe den Arabern angesichts des Unheils, das auf sie zukommt. Schwere Hungersnot wird sein, und die Mütter werden ob ihrer hungernden Kinder in Tränen ausbrechen.[20]

 

d) Frauen im Tausch gegen Nahrung

Die Hungersnot, zu der es vor dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) kommen wird, ist so heftig, das sich einige veranlasst sehen, ihre Töchter gegen ein wenig Nahrung auszutauschen.

Abu Muhammad überliefert von einem Mann aus „Maghrib“[21]  folgendes:

Mahdi (a) wird in einer Zeit erscheinen, da die Hungersnot so groß geworden sein wird, dass jemand (in seiner Not) seine hübsche Tochter oder Dienstmagd zum Basar bringt und ruft: Wer möchte dieses Mädchen gegen Nahrung kaufen?"

In einer solch elendigen Situation wird Mahdi (a) erscheinen.[22]



[1] "dschaami`ul akhbaar", S. 150; "mustadrak ul wassaa`il", B. 11, S. 375

[2] "dawhat ul anwaar", S. 150; "asch schi`ah war radsch`ah", B. 1, S. 151; "kans ul ammaal", B. 14, S. 241

[3] Mufid, "irschaad", S. 361; Tussi, "ghaibah", S. 272; "i`laam al waraa", S. 428; "kharaa`idsch", B. 3, S. 1164; Ibn Taawus, "malaahim", S. 125; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 214

[4] Ibn Taawus, "malaahim", S. 134

[5] Wie eingangs schon gesagt, ist laut der Erklärung des Autoren in einigen Riwaayaat mit der Zeit vor der Auferstehung (qi`aamah) die Zeit vor dem Erscheinen Imam Mahdis (a) gemeint und mit den Zeichen der nahen Auferstehung die Zeichen kurz vor dem Erscheinen dieses Imam, welches sich vor der Auferstehung ereignen wird.

[6] Abd ur Rasaaq, "mussannaf", B. 3, S. 155

[7] "dalaa`il al imaamah", S. 245

[8] "bischaarat ul islaam", S. 28

[9] Ibn Hammaad, "fitan", S. 148

[10] "bischaarat ul islaam", S. 191; "ilsaam un naassib", S. 161

[11] "bischaarat ul islaam", S. 98

[12] "at targhib ut tarhib", B. 3, S. 442

[13] Ibn Taawus, "malaahim", S. 125

[14]  in Anlehnung an die Sure zwei, Vers 155

[15] "kamaal ud din", B. 2, S. 650; Nu`maani, "ghaibah", S. 250; Mufid, "irschaad", S. 361; "i`laam ul waraa", S. 456; Ayyaaschi, "tafssir", B. 1, S. 68

[16] "i`laam ul waraa", S. 456

[17] Ibn Tussi, "malaahim", S. 133

[18] Mutaqqi Hindi, "al fataawi ul hadithiah", S. 30; "burhaan", S. 142; "aqd ud durar", S. 132

[19] Ibn Maadschah, "ssunan", B. 2, S. 1363

[20] "kans ul ummaal", B. 11, S. 249

[21] „Maghrib“: in der islamischen Welt frühere Bezeichnung für Andalusien, Marokko, Algerien, nordwest-afrikanische Länder

[22] Ibn Taawus, "malaahim", S. 59

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