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Tuesday 24th of November 2020
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Keine Sicherheit

Keine Sicherheit

 

a) Chaotische Zustände

Infolge der Interventionen und Übergriffe der Großmächte gibt es für die kleineren Staaten und schwächeren Nationen keine Sicherheit mehr. Freiheit und Sicherheit verlieren ihre Bedeutung.

Die Hegemonialmächte setzen die weniger starken Länder unter Druck und vergehen sich so massiv an dem Völkerrecht, dass die Nationen so quasi ohne Erlaubnis der Starken "nicht einmal mehr atmen dürfen".

Der verehrte Prophet (s) veranschaulichte die Situation in jener kommenden Zeit in dieser Weise:

"Bald schon werden die (Religions-)Gemeinschaften gegen euch zu Felde ziehen. Eine so harte Zeit bricht an, dass die Hungrigen über die Speiseschüsseln geradezu herfallen."

Jemand fragte ihn: Wird man uns darum zusetzen, weil wir in der Minderheit sein werden?

Worauf der Prophet erklärte:

"Ihr werdet in jenen Tagen zahlreich, doch wie Halme und Späne auf Wasserwogen sein. Gott wird aus den Herzen eurer Feinde Respekt und Furcht vor euch schwinden und in die euren Schwäche und Furchtsamkeit einziehen lassen."

Ein anderer wollte daraufhin wissen: Gesandter Gottes, sag, was ist der Grund für diese Schlaffheit und Schwäche?

Worauf der Prophet antwortete:

"Die Liebe zum Erdenleben und Gleichgültigkeit dem Jenseits gegenüber..."[1]

Beides, auf das der Prophet hinweist, reicht aus, dass sich das Volk nicht mehr für seine Freiheit und die Verteidigung seiner Werte einsetzt, sondern sich stattdessen mit einem schmählichen Dasein - unter welchen Bedingungen auch immer, sogar bei Verlust des Glaubens - zufriedengibt.

 Der Gesandte Gottes (s) sprach:

 "Mahdi (a) wird dann kommen, wenn die Welt voller Chaos und Unruhen ist und die einen über die anderen herfallen,[2]

wenn der Große kein Erbarmen mit dem Kleinen hat und der Starke kein Mitgefühl mit dem Schwachen."[3]

 

b) Unsichere Straßen

Chaos und Unsicherheit, Rücksichtslosigkeit und Skrupellosigkeit werden immer stärker um sich greifen und auch Straßen und Wege nicht auslassen. In jenen Tagen wird Gott Mahdi (a) erscheinen lassen, und er - Mahdi (a) - wird mit starker Hand die Unruhe- und Aufruhrzentren erobern, doch nicht nur sie, sondern auch die verschlossenen Herzen, die er Wahrheit und Geistigkeit öffnet und bereit macht, das Wahre zu akzeptieren.

Der Gesandte Gottes (s) sagte zu Faatimah (a), seiner geliebten Tochter:

"Bei Gott, der mich erschuf, wahrlich, der Mahdi meiner Gemeinde ist aus der Nachkommenschaft Hassans (a) und Hussains (a). In einer Zeit, wenn die Welt von Chaos, Aufruhr und offenkundiger Verirrung heimgesucht ist, Wege und Straßen unsicher geworden sind und die einen die anderen überfallen, wenn nicht der Große sich des Kleinen erbarmt und der Kleine den Großen nicht mehr respektiert, wird Gott jemanden aus der Nachkommenschaft dieser beiden (Hassan und Hussain) erscheinen lassen, der die Hochburgen des Chaos einreißt und die Herzen, die von Schleiern der Torheit und Unwissenheit verhüllt sind (so dass sie die Wahrheit nicht erkennen können) öffnet.

Mahdi wird sich gegen Ende der Zeit erheben, ebenso wie ich mich zu Beginn erhob, und er wird die Welt, die (zur Zeit seines Erscheinens) voller Tyrannei und Unrecht sein wird, mit Gerechtigkeit anfüllen."[4]

 

c) Katastrophale Verbrechen

 Zweifellos verheerende und unsagbar grausame Verbrechen, die im Laufe der Zeiten von Tyrannen, Gewaltmächtigen usw. begangen wurden. Die Geschichtsbücher sind voller Berichte über die Untaten skrupelloser Herrscher, die sich in unsagbar greuslicher Weise an schwächeren Völkern vergingen, wie beispielsweise Dschingiskhaan, Attila, Hitler (und die vielen anderen der früheren und heutigen Zeit, d.Ü.)

Doch das, was in der Zeit vor dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) in der Welt geschehen wird, ist noch weitaus katastrophaler und einfach unvorstellbar.

Kleine Kinder werden hingerichtet, werden an den Galgen gehängt, werden bei lebendigem Leibe verbrannt oder in siedende Flüssigkeiten gestoßen.

Menschen werden in Stücke gerissen, zersägt, zerquetscht. Unbeschreibliche Grausamkeiten, die sich - bevor die Herrschaft der Gerechtigkeit auf Erden anbricht - ereignen werden, und zwar durch Regierungen, die sich als Verteidiger der Menschenrechte bezeichnen.

Angesichts dieser Brutalitäten aber wird die Bedeutung des Governments Imaam Mahdis (a), welches laut Überlieferungen Entrechteten und Geschundenen Zuflucht ist, ganz besonders offenkundig.

Imaam Ali (a) beschreibt die bitteren Geschehen in besagter Zeit wie folgt:

"Wahrlich, Ssufiaani wird anordnen, Kinder an einem Platz zusammenzubringen, um sie in siedendes Öl zu stoßen. Die Kinder werden ihn fragen: Was haben wir verbrochen? Warum, wenn unsere Väter gegen dich waren, willst du uns in erhitztem Öl rösten?

Er greift aus der Schar zwei Kinder, namens Hassan und Hussain, heraus und hängt sie am Galgen auf.

Daraufhin zieht er nach Kufeh und begeht dort das gleiche. Zwei Knaben gleichen Namens (Hassan und Hussain) zieht er aus der Schar der Kinder hervor und hängt sie am Tor der Moschee von Kufeh auf.

Anschließend zieht er, mit einer Lanze in der Hand, weiter. Unterwegs ergreift er eine schwangere Frau, überläßt sie zweien seiner Gefährten, denen er befiehlt, sie auf offener Straße zu vergewaltigen. Nachdem dies getan ist, schneidet er den Leib der Schwangeren auf, zieht das Ungeborene hervor und niemand ist, der diese ungeheuerlichen Vorgänge verhinderte."[5]

Imaam Ssaadiq (a) sagte:

"Gott, der Herr, wird Seine Huld durch den Sohn (Nachkommen) der Tochter des Propheten (s) vervollständigen, das heißt durch jenen, dem die Reife Mose, die Würde Jesu und Geduld und Durchhaltevermögen des Propheten Hiob gegeben sind.

Meine Freunde werden vor seinem Erscheinen erniedrigt und gedemütigt und ihre Köpfe (den herrschenden Tyrannen) als Geschenk dargebracht werden. Sie werden getötet und in Brand gesetzt, und die Furchtsamen in Panik und Schrecken zubringen. Die Erde wird von ihrem Blut gefärbt sein, und Weinen und Klagen ihrer Frauen werden immer heftiger anschwellen.

Sie sind meine wahren Freunde.

Mit ihrer Hilfe wird er (Mahdi) Aufruhr und Verirrung beilegen, die Finsternis vertreiben, die bebende Erde zur Ruhe bringen und sie (meine und seine Freunde) von den Fesseln und Ketten der Knechtschaft befreien. Der Segensgruß Gottes sei mit ihnen; sie sind die Rechtgeleiteten."[6]

Ibn l Abbaas überlieferte: Ssufiaani und sein Gegner werden sich gegeneinander erheben. Ssufiaani wird den Leib der Frauen aufschneiden und die Kinder in großen Kesseln verbrennen."[7]

Und Artaat berichtet: Ssufiaani wird einen jeden, der gegen ihn ist, töten. Er wird seine Gegner in zwei Hälften schneiden und sie in Kesseln zu Tode bringen.

Sechs Monate lang werden diese Verbrechen andauern.[8]

 

d) Todeswunsch

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"Bei dem, in dessen Hand mein Leben ist. Bevor nicht eine Zeit gekommen ist, in der sich der an einem Friedhof Vorbeikommende auf eines der Gräber wirft und klagt: ’Wäre ich doch an der Stelle des Verstorbenen, der in diesem Grabe liegt’, wird das Ende der Welt nicht anbrechen.

Der Klagende sagt dies nicht deswegen, weil er verschuldet wäre oder ähnliche Probleme hätte, sondern darum, weil er unter den  Schwierigkeiten und dem Druck seiner Zeit, unter Ungerechtigkeit und roher Gewalt leidet."[9]

Dem in der Riwaayat verwendeten Begriff "radschul" (Mann) kann zweierlei entnommen werden:

Einmal, dass die Probleme und Schwierigkeiten in besagter Zeit so heftig sind, dass sich der Mensch ganz allgemein den Tod herbeiwünscht und alle, wo auch immer, unter den schweren und harten Geschehnissen in jenen Tagen leiden werden.

Zum anderen aber, dass der "Mann" gemeint ist. Der Mann, der sich der schweren und nicht zu bewältigenden Lebensunbilden wegen den Tod herbeiwünscht, da in der Regel er es ist, der sich - mehr noch als die Frau - den Härten und Schwierigkeiten des Daseins entgegenstellen und sie überwinden muss. Dass in besagter kommender Zeit seine Widerstandskraft und Stärke den unvorstellbaren Problemen nicht gewachsen sind und er sich nicht in der Lage sieht, das Elend, das ihn und seine Angehörigen bzw. Umwelt heimgesucht haben, meistern zu können, ist ihm unerträglich, weshalb es ihm lieber wäre, tot zu sein als all das Elend – hilflos - mitzuerleben.

Abu Hamseh Thumaali berichtet, dass Imaam Baaqir (a) folgendes zu ihm sagte:

"Abu Hamseh, „Imaam i Qaa`im“ (a) wird dann erscheinen, wenn Angst und Schrecken, Chaos, Unruhen, Aufruhr und Kummer die Menschheit beherrschen.

Zuvor wird die Pest um sich greifen, es wird zu schweren Konflikten unter den Arabern kommen und heftige Auseinandersetzungen in der Gesellschaft werden gang und gebe sein.

Religion und Glaubensgut werden zerfleddert, und das Tun und Lassen der Menschen ändert sich so grundlegend, dass man sich - abends und morgens - angesichts des rabiaten und skrupellosen Verhaltens weit und breit und der zahllosen Rechtsverletzungen den Tod herbeiwünscht."[10]

Der Prophetengefährte Hudhaifah überliefert folgendes vom Propheten (s):

"Wahrlich, eine Zeit kommt auf euch zu, in der sich der Mensch, auch wenn Armut und Mittellosigkeit ihm nicht zu schaffen machen, dennoch den Tod herbeiwünscht."[11]

Ibn Umar sagt: Eine Zeit wird kommen, da sich der gläubige Muslim angesichts der großen Schwierigkeiten und Unbilden auf Erden wünscht, mit seiner Familie auf einem Schiff auf dem weiten Meer zu sein."[12]

 

e) Muslime in Kerkern

Hudhayfat ibn l yamaan berichtet: Der Prophet nannte die Schwierigkeiten, mit denen die Muslime konfrontiert sein werden:

"Infolge des heftigen Drucks, dem sie ausgesetzt sein werden, verkaufen sie Freie und bestätigen (freie) Frauen und Männer, Sklaven zu sein.

Götzendiener nehmen Muslime in ihren Dienst, lassen sie für sich arbeiten, verkaufen sie in den Städten, und niemand ist, der darüber bekümmert wäre. Nicht die Guten und nicht die Schlechten und Unzüchtigen.

O Hudhaifah, diese bittere Zeit wird für die Menschen jener Tage anhalten, und zwar so qualvoll, dass sie hoffnungslos werden und nicht mehr an Rettung und Erlösung glauben.

Dies aber ist der Zeitpunkt, da Gott ihnen jemanden der Reinen aus meinem Hause und der Guten meiner Nachkommen schicken wird. Jemanden, der gerecht, segensreich und rein ist, der nichts, auch nicht das Geringfügigste außer acht lassen und nichts übergehen wird.

Gott wird Würde und Ansehen von Religion, Koran, Islam und denen, die diesem verbunden sind, aufrichten und das Götzentum untergehen lassen.

Er (Mahdi) aber ist von Gottesfurcht durchdrungen, dieweil ihm Stolz und Hoffart - seiner Herkunft aus meinem Hause wegen - fern sind.

Keinen Stein wird er auf den anderen setzen und niemanden die Peitsche spüren lassen, es sei denn zu Recht und um die von Gott gegebenen Bestimmungen durchzuführen.

Gott wird mittels seiner Ketzerei auslöschen und Aufruhr zunichtemachen, das Tor zu Recht und Wahrheit öffnen, die Türen des Unrechts verschließen und die gefangenen Muslime, wo immer sie auch sein mögen, (befreien und) in ihre Heimat zurückführen.“[13]

 

f) Scharenweise in den Schoß der Erde...

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"Wahrlich, eine Zeit wird für meine Gemeinde anbrechen, da sie einander Morgen für Morgen fragen: Wen hat die Erde in der letzten Nacht in sich aufgenommen?

Ebenso wie sie einander fragen werden, wer von diesem und jenem Stamm geblieben ist oder aber wer von dieser oder jener Familie noch lebt..."[14]

Diese Worte mögen Hinweis auf Krieg und Mord gegen Ende der Zeiten sein, wenn durch den Einsatz moderner Massenvernichtungswaffen Tag für Tag Zahllose ihr Leben verlieren oder aber die Erde die Menschen, u.a. infolge ihres unheilvollen Vorgehens, verschlingt.

 

g) Plötzlicher Tod

Muhammad, unser verehrter Prophet (s), sprach:

"Zu den Zeichen des baldigen Erscheinens (Mahdis) gehören Lähmungskrankheiten und plötzlicher Tod."[15]

Auch sagte er:

"Dann wird er kommen, wenn sich der "weiße" Tod zeigt."

Sie fragten ihn: O Gesandter Gottes, was ist der "weiße Tod"?

Er antwortete: "Es ist der plötzliche Tod".[16]

Amir al mu`minaan (a) informierte:

"Vor dem Erscheinen des „Qaa`im“ werden „roter“ und „weißer“ Tod um sich greifen. Der weiße Tod aber ist die Pest."[17]

Von Imaam Baaqir (a) ist dieses Wort:

„Der „Qaa`im“ (a) wird erscheinen, wenn alles von Angst beherrscht ist und zuvor die Pest um sich griff."[18]

 

h) Keine Hoffnung auf Rettung

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"O Ali, Mahdi wird erscheinen, wenn in den Städten eine völlig veränderte Situation eingetreten ist, die Gläubigen schwach geworden und ohne Hoffnung auf sein Kommen sind. Das ist die Zeit, da Mahdi, einer meiner Söhne (Nachkommen), erscheinen wird."[19]

Abu Hamseh Thumaali berichtet von Imaam Baaqir (a) folgendes:

"Dann, wenn die Menschen die Hoffnung auf Mahdis (a) Kommen und darauf, dass er die Dinge ins richtige Lot rücken wird, aufgegeben haben, wird er erscheinen."[20]

Und Imaam Ali (a) sagte in diesem Zusammenhang:

"Wahrlich, einer aus meinem Hause wird kommen und meine Nachfolge antreten. Dies wird nach einer Zeit voller Härten und katastrophaler Ereignisse geschehen, wenn Probleme und Elend unerträglich geworden sind und Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit um sich gegriffen haben."[21]

 

 

i) Kein Beistand, keine Zuflucht...

Der verehrte Prophet (s) tat kund:

"Über meine Gemeinde wird großes Leid und schwerste Tyrannei hereinbrechen, der niemand entfliehen kann."[22]

Auch dieses Wort ist von ihm:

"Gegen Ende der Zeit wird meine Gemeinde von großem Leid und Elend, verursacht durch ihre Regierenden, heimgesucht werden. So heftig, dass der Gläubige nirgendwo Schutz vor den Tyrannen finden finden wird."[23]

In einer anderen Riwaayat lesen wir folgendes Prophetenwort:

"Euch aber ist die frohe Kunde vom Kommen Mahdis, eines Sohnes Faatimahs. Er wird im Westen erscheinen und die Erde mit Gerechtigkeit anfüllen."

Man fragte ihn: O Gesandter Gottes, wann wird es sein?

Er antwortete: "Dann, wenn sich die Richter bestechen lassen und sich die Menschen der Unzucht hingeben."

Und fügte, auf ihre Frage, hinzu:

"Getrennt von den Seinen und seiner Heimat lebt er im Verborgenen."[24]

Imaam Baaqir (a) sprach:

"Der, den ihr erwartet, wird erscheinen, wenn ihr gleich leblosen Ziegen in reißenden Klauen gefangen seid. In Klauen, denen es unwichtig ist, wen sie ergreifen.

In jener Zeit wird es weit und breit keinen Ort geben, an dem ihr gegen Überfälle geschützt wäret und zu dem ihr fliehen könntet, noch Halt und Beistand, bei dem ihr Schutz fändet."[25]

 

 

j) Konflikte, Kriege, Gemetzel

Den verschiedenen Riwaayaat ist zu entnehmen, dass vor dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) Krieg und Massaker auf Erden überhand nehmen.

In einigen Riwaayaat ist die Rede von heftigen Wirren und Unruhen, etliche sprechen von aufeinanderfolgenden Kriegen, und auch gibt es jene, in denen auf Massensterben durch Krieg und Krankheiten - wie die Pest - hingewiesen wird.

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"Nach mir werden euch vier schwere Konflikte zu schaffen machen:

Im ersten kommt es zu Blutvergießen, und viele werden ums Leben kommen.

Im zweiten  stehen Töten und Rauben an der Tagesordnung. Zahllose Morde und Plünderungen ereignen sich.

Während des dritten Konfliktes sind Mord, Raub und Entehrung gang und gebe, und niemandes Leben, Eigentum und Menschenwürde werden mehr geschützt sein.

Der vierte Konflikt aber, der mit Blindheit und Taubheit einhergeht, ist ganz besonders verheerend; gleich einem  schwankenden, haltlosen Schiff auf stürmischer See, und niemand ist, der Zuflucht vor ihm finden könnte.

Dieser katastrophale Konflikt wird von „Schaam“ ausgehen, auf Irak übergreifen und auch Hidschaas nicht verschonen. Die Menschen werden von großen Schwierigkeiten und Nöten übermannt, völlig hilf- und wehrlos sein, und wenn irgendwo die Wirren abklingen, werden sie anderswo wieder aufflammen."[26]

Aus einem anderen Prophetenwort erfahren wir dieses:

"Nach mir (Prophet) wird es zu verheerenden Wirren kommen, vor denen es kein Entkommen gibt und die mit Kriegen, Flucht und Obdachlosigkeit einhergehen.

Diesen katastrophalen Wirren aber schließen sich weitere und weitaus ärgere an. Noch ist die eine nicht abgeklungen, flammt schon die nächste auf, so dass letztendlich das Haus keines Arabers mehr von dem Feuer verschont bleibt und kein Muslim mehr ist, der ihm entgehen könnte.

Das aber ist der Zeitpunkt, da jemand aus meinem Hause erscheinen (und sich erheben) wird."[27]

Auch sprach er:

"Bald nach mir schon wird es zu heftigen Wirren kommen, die, sobald sie irgendwo zur Ruhe gekommen sind, anderswo wieder aufflammen und sich ausbreiten. Bis dass letztendlich aus himmlischen Sphären ein Herold rufen wird: "Euer Führer und Regent ist Mahdi ..."[28]

In diesen Riwaayaat ist die Rede von Wirren und Konflikten, die sich vor dem Erscheinen Mahdis (a) ereignen werden. In anderen aber wird ganz konkret auf verheerende Kriege hingewiesen.

So sagte, wie berichtet wird, Amaar Yaassir folgendes:

"Botschaft und Aufruf des "Ahl ul Baits"[29] eures Propheten - gegen Ende der Zeiten - besagen, dass ihr euch jedweden (kriegerischen) Konfliktes enthalten solltet, bis dass ihr Führende aus dem Kreise "Ahl ul Baits" seht;

dann, wenn sich Türken den Römern widersetzen und es auf Erden zu vielen Kriegen kommt."[30]

Zahlreiche Riwaayaat sprechen von Mord und Gemetzel, das sich vor dem Erscheinen Mahdis (a) ereignen wird. In einigen dieser Überlieferungen wird zudem auf das hohe Ausmaß dieser Massaker und Morde hingewiesen.

Imaam Ridhaa (a) sagte diesbezüglich: "Vor dem Erscheinen "Imaam i Samaans"[31] (a) wird es zu unaufhörlichem Töten und Massenmorden kommen."[32]

Abu Hurayrah berichtet: In Medina wird es zu einem Gefecht kommen, in dessen Verlauf "Ahdschaar us Sait"[33] so stark verwüstet wird, dass im Vergleich dazu die „Harrah“-Tragödie[34] nurmehr wie ein schwacher Peitschenstreich anmutet.[35]

Abu Qabil berichtete: Jemand der Bani Haaschim wird Macht und Regierung an sich nehmen und die Bani Umayyah ums Leben bringen. Nur wenige von ihnen werden überleben. Danach wird sich einer aus dem Stamme der Bani Umayyah erheben und für jeden seiner Getöteten zwei (aus dem gegnerischen Flügel) umbringen. Niemand bleibt übrig, mit Ausnahme der Frauen.[36]

Vom Gesandten Gottes (s) wird diese Aussage überliefert:

 "Bei Gott, in dessen Hand (Macht) mein Leben ist. Das Ende der Welt wird dann anbrechen, wenn der Tötende nicht weiß, warum er tötet und der Grund, weswegen der Getötete getötet wurde, nicht bekannt ist. Weit und breit wird nichts sein als Chaos und Verwirrung. Es ist eine Zeit, in der sowohl Tötender als auch Getöteter zur Hölle gehen."[37]

Amir al mu`minaan (a) teilte mit:

"Vor dem Erscheinen des Qaa`im (a) wird es in der Welt zwei Todesarten geben: den roten Tod und den weißen. Der rote Tod erfolgt durch das Schwert (Waffe) und der weiße durch die Pest."[38]

Von Imaam Baaqir (a) wird dieses Wort überliefert:

"Zwei Phasen der Verborgenheit wird es für den „Qaa`im“ aus dem Hause Muhammads (s) geben. Eine dieser beiden Phasen währt länger als die andere. In dieser (langen) Phase werden die Menschen von Massensterben und Massenmorden heimgesucht sein."[39]

Dschaabir berichtet: Ich fragte Imaam Baaqir (a), wann es soweit sein wird, (dass Mahdi (a) kommt und sich erhebt),

worauf Imaam Baaqir (a) antwortete:

"O Dschaabir, wie könnte es (jetzt schon) geschehen, dieweil es doch zwischen Hirah[40] und Kufeh noch gar nicht so viele Getötete gibt..."[41]

Imaam Ssaadiq (a) tat kund:

"Vor dem Erscheinen des Qaa`im (a) kommt es zu zwei Todesarten: zum roten Tod und zum weißen. Der Tod aber wird so häufig eintreten, dass von sieben Menschen fünf ums Leben kommen."[42]

Amir al mu`minaan (a)[43] erklärte:

„Mahdi (a) wird erscheinen, wenn ein Drittel der Menschheit getötet wurde, ein Drittel durch Krankheit ums Leben gekommen und nur noch ein Drittel geblieben ist."[44]

Man fragte Amir al Mu`minaan (a): Gibt es Merkmale, die das Erscheinen Mahdis (a) ankündigen?

Er antwortete:

"Ja,  greuliches Gemetzel, plötzliches, um sich greifendes Sterben und verheerende Pest..."[45]

Diese Riwaayat besagt also:

Merkmale, die das Erscheinen Imaam Mahdis (a) ankündigen, sind plötzlicher Tod, gemeines und greusliches Morden und Töten, unerwartetes, um sich greifendes Dahin-Gerafft-Werden  und verheerende Seuchen...

In "Irschaad ul quluub" erscheint der Begriff "qatl dhari`", womit ein schneller und um sich greifender Tod gemeint ist,

in "madinat ul ma`aadschis" ist von "qatl radhi`" die Rede, d.h. von gemeinem, häßlichen Töten,

und in "hiliat ul abraar" erscheint das Wort "qatl fadhi`", das einen unerwarteten, plötzlichen Tod meint.

Muhammad ibn Muslim berichtet folgende Aussage Imaam Ssaadiqs (a):

"Imaam i Samaan“ (a) wird erscheinen, wenn zwei Drittel der Menschheit dahingerafft sind."

Man fragte: Wie viele bleiben denn nocht, wenn zwei Drittel der Menschheit umgekommen sind?

Er darauf: "Genügt es euch nicht, zu dem Drittel, das bleiben wird, zu gehören?"[46]

Auch folgendes ist von Imaam Ssaadiq (a):

"Sein Erscheinen wird sein, wenn neun Zehntel der Menschheit umgekommen sind."[47]

Imaam Ali (a) sprach:

"... in jener Zeit wird nur noch ein Drittel der Menschheit geblieben sein..."[48]

In folgendem Prophetenwort heißt es:

"Von 10. 000 Personen werden 9. 900 getötet werden. Bis auf einige wenige wird niemand überleben."[49]

Ibn Ssairin sagte: Imaam Mahdi (a) erscheint, wenn von neun Personen sieben ums Leben gebracht wurden.[50]

Den zitierten Riwaayaat ist folgendes zu entnehmen:

1- Vor dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) wird es auf Erden zu großem Massensterben bzw. zu Massentötungen kommen, und die Zahl der Überlebenden wird weitaus geringer sein als die jener, die ums Leben kamen.

2- Die einen finden durch Kriege den Tod, andere durch schwere Epidemien; durch Epidemien, die möglichweise durch nicht begrabene Leichname hervorgerufen werden oder aber durch den Einsatz von A, B, C-Waffen.

3- Zur überlebenden Minderheit aber gehören u.a. Schiiten und Freunde „Imaam i Samaans“ (a), denn sie sind es, die ihm den Treueid leisten. Dies geht beispielsweise aus dem Wort Imaam Ssaadiqs (a) hervor, welcher sagte: "Möchtet ihr nicht zu dem überlebenden Drittel gehören?"



[1] Tiaalassi, "masnad", S. 133; Abu Daawud, "ssunan", B. 4, S. 111; "al mu`dscham ul kabir", B. 2, S. 101

[2] "bihaar ul anwaar", B. 36, S. 335 u. B. 52, S. 380

[3] "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 154

[4] "aqd ud durar", S. 152; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 154, 266; "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 116; "al arba`in hadithan", (Abu Na`im); "sa`khaa`ir ul uqbi", S. 135; "yanaabi`ul mawaddah", S. 426

[5] "aqd ud durar", S. 94; "asch schiat ur radsch`ah", B. 1, S. 155

[6] "kamaal ud din", B. 1, S. 311; Ibn Schahr Aaschub, "manaaqib", B. 2, S. 297;  "i`laam ul waraa", S. 371; "isbaat ul wassiyah", S. 226

[7] Ibn l Hammaad, "fitan", S. 83; Ibn Taawus, "malaahim", S. 51

[8] Haakim, "mustadrak", B. 4, S. 520; "al haawi lil  fataawi", B. 2, S. 65; "kans ul ummaal", B. 6, S. 31; (Randbemerkung "masnad Ahmad"); "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 293

[9] Ahmad, "masnad", B. 2, S. 636; Muslim, "ssahih", B. 4, S. 2231; "al mu`dscham ul kabir", B. 9, S. 410; "mussaabih us ssanah", B. 2, S. 139; "aqd ud durar", S. 236

[10] Nu`maani, "ghaibah", S. 235; Tussi, "ghaibah", S. 274; i`laam ul waraa", S. 428; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. S. 348; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 54; "holiat ul abraar", B. 2, S. 626; "bischaarat ul islaam", S. 82

[11] Ebn Abi Schaibah, "mussannaf", B. 15, S. 91; Maalik, "mutan", B. 1, S. 241; Muslim, "ssahih", B. 8, S. 182; Ahmad, "masnad", B. 2; S. 236; Bukhaari, B. 9,S. 73; "ferdouss ul akhbaar", B. 5, S. 221

[12] "aqd ud durar", S. 334

[13] Ibn Taawus, malaahim, S. 132

[14] "al mataalib ul aaliah", B. 4, S. 348

[15] Schadschari, "amaali", B. 2, S. 277

[16] "al faa`iq", B. 1, S. 141

[17] Nu`maani, "ghaibah", S. 277; Tussi, "ghaibah", S. 267; "i`laam ul waraa", S. 427; "kharaa`idsch", B. 3, S. 1152; "aqd ud durar", S. 65; "al fussuul ul muhimmah", S. 301; "ssiraat al mustaqim", B. 2, S. 249; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 211

[18] "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 348

[19] "yanaa`bi ul mawaddah", S. 440, "ihqaaq al haq", B. 13, S. 125

[20] "bihaar ul anwaar", S. 348

[21] Ibn il Munaadi, "malaahim", S. 64; Ibn Abi l Hadid, "scharh nahdsch ul balaaghah", B. 1, S. 276; "al mustarschid", S. 75; Mufid, "irschaad", S. 128; "kans ul ummaal", B. 14, S. 592; "ghaayat ul maraam", S. 208; "bihaar ul anwaar", B. 32, S. 9; "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 314; "muntakhab kans ul ummaal"B. 6, S. 35

[22] Schaafi`i, "bayaan", S. 108

[23] "aqd ud durar", S. 43

[24] "ihqaaq ul haq", B. 19, S. 679

[25] "kaafi", B. 1, S. 213; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 246

[26] Ibn Taawus, "malaahim", S. 21; "kamaal ud din", B. 2, S. 371

[27] "aqd ud durar", S. 50

[28] "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 295; Ahmad, "masnad", B. 2, S. 371

[29] "Ahl ul Bait" (a): die dem Propheten Nahestenden aus seinem Hause

[30] Tussi, "ghaibah", neuer Druck, S. 441; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 212

[31] „Imaam i samaan“: Imaam der Zeit (der gegenwärtigen Zeit), Mahdi (a)

[32] "ghurb l asnaad", S. 170, Nu`maani, "ghaibah", S. 271

[33] Ort in Medina, an dem das Regengebet verrichtet wurde. (nach: "mu`dscham ul buldaan", B. 1, S. 109

[34] Nach dem Schahaadat Imaam Hussains (a) und dem Aufstand der Bewohner Medinas gegen Yasid, wurden letztere auf Anordnung Yasids hin ums Leben gebracht. Mehr als 10.000 wurden getötet. Dieser Ort wird als "harrah waaqim" bezeichnet. ("mu`dscham ul buldaan", B. 2, S. 249)

[35] Ibn Taawus, "malaahim", S. 58

[36] obige Quelle, S. 59

[37] "ferdouss ul akhbaar", B. 5, S. 91

[38] Nu`maani, "ghaibah", S. 277; Mufid, "irschaad", S. 359; Tussi, "ghaibah", S. 267; "ssiraat al mustaqim", B. 2, S. 249; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 211

[39] Nu`maani, "ghaibah", S. 173; "dalaa`il l imaamah", S. 293; "taqrib ul ma`aarif", S. 187; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 156

[40] Stadt, sechs Kilometer von Kufeh entfernt. ("mu`dscham ul buldaan", B. 2, S. 328

[41] Tussi, "ghaibah", neuer Druck, S. 446; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 728; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 209

[42] "kamaal ud din", B. 2. S. 665; "al adad ul qawiah", S. 66: "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 207

[43] Wenn in diesem Buch von Amir al mu`minaan (a) die Rede ist, ist Imaam Ali (a) gemeint.

[44] Ibn Taawus, "malaahim", S. 58; "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 29

[45] Hassini, "hidaayah", S. 31

[46] Tussi, "ghaibah", neuer Druck, S. 339; "kamaal ud din", B. 2, S. 655; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 510; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 207; "ilsaam un naassib", B. 2, S. 136; Ibn Hammaad, "fitan", S. 91; "kans ul ummaal", B. 14, S. 587; Mutaqqi Hindi, "burhaan", S. 111

[47] "ilsaam un naassib", B. 2, S. 136; "aqd ud durar", S. 54, 59, 63-65, 237; Nu`maani, "ghaibah", S. 274; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 242

[48] Hassini, "hidaayah", S. 31; "irschaad ul quluub", S. 286

[49] "madschma`us sawaa`id", B. 5, S. 188

[50] Ibn Taawus, "malaahim", S. 78

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