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Friday 29th of May 2020
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Im Koran steht über die Lehren, die wir aus der Geschichte ziehen können. Über die großen Fehler und Irrtümer die Menschen und Völker gemacht haben. Der Mensch ist aufgerufen, darüber nachzudenken

Im Koran steht über die Lehren, die wir aus der Geschichte ziehen können. Über die großen Fehler und Irrtümer die Menschen und Völker gemacht haben. Der Mensch ist aufgerufen, darüber nachzudenken.
Der Koran berichtet zum Beispiel über Ibrahim und seinen Glauben an den einen Gott
Einer rief Ibrahim zu Beeil dich! Das Jahresfest wird bald beginnen. Wir müssen alle aus der Stadt ziehen und ein großes Fest feiern!
Aber Ibrahim erwiderte:
Ich bin krank und kann nicht mitkommen.
-Was sagst du da, Ibrahim, es ist das größte Fest im Jahr, keiner bleibt in der Stadt!
- Es tut mir leid. Ich bleibe!
-Gut, dann bist selber schuld, wenn du nicht mitfeiern willst.
Ibrahim vergewisserte sich, dass keiner mehr in der Stadt war. Bedächtig betrat er den Götzentempel. Es gab dort sehr viele große und kleine Götzen. Die Menschen hatten Essen vor sie hingestellt. Ibraham wandte sich an die Götzen und sagte belustigt:
Warum esst ihr denn nichts. Warum sprecht ihr denn kein Wort?
Und dann murmelte er bei sich: Wie können auch Statuen, die die Menschen zurecht geschliffen haben, sprechen!
Ibrahim fand es unerträglich, dass seine Zeitgenossen so wenig nachdachten. Er musste diese Götzen vernichten. Er nahm sein Beil und begann einen nach den anderen zu zerschlagen. Schließlich legte er das Beil dem größten Götzen auf den Nacken und ging nach Hause.
Die Babyloner kehrten fröhlich von ihrem Fest zurück. Sie suchten das Götzenhaus auf, um ihre Götzen zu preisen. Aber dann schallten auf einmal entsetzte Schreie durch die Stadt:
Welch ein Unheil, welch ein Unheil. Die Götzen sind alle zerbrochen! Wer hat unsere Götzen auf diese Weise geschmäht! Wo ist dieser Frevler!

Und dann rief einer: Das war bestimmt Ibrahim. Er verachtet unsere Götter. Er sagt sie sind leblos und verdienen es nicht angebetet zu werden. Nur Ibrahim ist in der Stadt geblieben und sonst keiner.

Die Leute durchstöberten die Stadt nach Ibrahim.
Die wütende Menge hatte Ibrahim gefunden. Einer fragte ihn:
Warst du es, der auf diese Weise unsere Götter beleidigt hat?!
Ibrahim sagte nur: Vielleicht war es der große Götze, der die anderen Götzen zerschlagen hat. Fragt ihn doch.
Alle blickten sich gegenseitig stumm an. Bei sich dachten sie, war es nicht frevlerisch, was wir bis jetzt getan hatten? Dann sagten sie kleinlaut zu Ibrahim: du weisst doch dass die Götzen nicht sprechen.
Und Ibrahim ließ nicht locker: Betet ihr statt den Einzigen Gott Dinge an, die keinerlei Nutzen oder Schaden für euch haben? Wehe euch und dem, was ihr anstelle von Gott anbetet. Warum denkt ihr denn nicht nach?
Nimrud, der König von Babel war außer sich vor Wut . Er ging auf und ab, schimpfte und rief:
Wer ist dieser Ibrahim? Wie konnte er es wagen von einem Gott zu sprechen. Holt ihn sofort her.
Sie holten Ibrahim und Nimrud fragte ihn: Was hast du bloß für Unheil angerichtet! Wer ist denn der Eine Gott von dem du redest überhaupt! Kennst du außer mir noch einen anderen Gott?
Ibraham erwiderte:
Mein Gott ist der der lebendig macht und sterben lässt. Nur mein Gott gibt und nimmt das Leben.
Nimrud lachte schallend und sagte dann grimmig: Das ist doch nicht besonderes. Ich mache auch lebendig und lasse auch sterben.
Er befahl er zwei Gefangene zu bringen und gab Anweisung: tötet den einen und lasst den anderen frei.
Darauf meinte er zu Ibrahim: Siehst du Ibrahim: So einfach ist das!
Ibraham aber erwiderte:
Aber mein Gott ist ein mächtiger Schöpfer . auf seinen Befehl geht die Sonne im Osten auf, lass du sie nun im Westen aufgehen.
Nimrud wusste nicht mehr was er sagen sollte. Er gab Anweisung, man sollte Ibrahim aus dem Palast verscheuchen.
Ibrahim verließ mit seiner Ehefrau die Stadt Babel Unterwegs traf er auf ein Volk, dass die Sterne anbetete. Ibrahim war von Gott beauftragt, die Menschen aus ihrer Ignoranz und ihrem Irrtum zu befreien. Er freundete sich mit diesem Volk an und sagte dann, in dem er zum nächtlichen Himmel wies:
Welch ein schöner heller Stern - groß und wie fasznierend. Ja das ist mein Gott. Aber nach einigen Stunden war der Stern nicht mehr zu sehen. Und Ibrahim zog ein Gesicht und sagte traurig: Nein - ich mag keinen Gott, der untergeht. Als dann der Mond aufging, schaute Ibrahim ihn bewundernd an und rief: Das ist mein Gott - er ist heller und noch schöner.
Aber bald war auch der Mond nicht mehr zu sehen und Ibrahim sagte:
Wenn mir mein Herr nicht den rechten Weg zeigt, werde ich zu denen gehören, die auf Irrwegen wandeln.
Als am nächsten Tag die Sonne am Himmel aufstieg, rief Ibrahim: Das ist mein Gott. Er ist schön und prächtig, er ist warm und größer als die anderen.
Aber als der Tag zu Ende war und die Sonne unterging, sagte Ibrahim den Sternanbetern gegenüber: Nein, auch das ist nicht mein Gott. Ich mag nicht, was ihr Gott als Teilhaber zur Seite stellt. Ich wende mich gott zu, der Himmel und Erde erschaffen hat. Ich bin kein Gottesverleumder.
Dieser Ausschnitt aus der Geschichte Prophet Abrahams gegrüßet sei er ist im Vers 258 der Sure 2, Vers 79 der Sure 6 und in den Versen 50 und 70 der Sure 21 nachzulesen.

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