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Monday 20th of February 2017
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Der Diskurs der Islamischen Revolution und der Gedanke der Einheit in der Islamischen Welt (anlässlich der Woche der Einheit - 2



Ajatollah Khamenei sagt: "Wir fordern nicht, dass die Rechtsschulen der Islamischen Welt  von den besonderen Ansichten ihrer Gruppe  ablassen und die Ansichten einer anderen Rechtsschule übernehmen.  Aber wir sagen zu allen Muslimen:  Die Gemeinsamkeiten zwischen uns sind zahlreicher,  gewichtiger und elementarer als die Meinungsunterschiede."

 

Die Einheit des islamischen Glaubensvolkes ist ein wichtiger Punkt, dem  der Heilige Koran und der Prophet und die Makellosen Imame besondere Beachtung schenkten. Im Heiligen Koran lobt Gott die Einheit und Einmütigkeit und tadelt die Zwietracht.  Es steht (im Vers 103 der Sure 3 (Ale Imran):

Und haltet alle fest am Seil Allahs und geht nicht auseinander!

 

Die Islamische Einheit ist eines der wichtigsten Ideale, nach der jeder freiheitlich denkende Muslim seit den Anfängen des Islams strebt. Der Prophet und die Imame haben niemals die Einheit vergessen. Sie haben sie als das Geheimnis des Wohles der Islamischen Gesellschaft betrachtet. Imam Ali (F) und die anderen Makellosen (gegrüßet sei sie)  haben zur Wahrung der Einheit der Muslime viele Male schweigend die Verletzung ihrer eigenen Rechte geduldet, damit die Muslime keiner Spaltung zum Opfer fallen und die Saat der Zwietracht unter den Muslimen nicht aufgehen kann. Sie haben die Versammlung der Muslime um die Achse Ein-Gott-Glaube, das gemeinsame Himmelsbuch Koran und die gemeinsame Gebetsrichtung  Kaaba   bewahrt.  Aufgrund dieser heilsamen Lehren, ist  der Diskurs der Islamischen Revolution über die Einheit in der Islamischen Welt von großer Bedeutung.

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran im Jahre 1979 hat Imam Chomeini, der inzwischen verstorbene  Vater der Islamischen Revolution, die Islamische Einheit als eine Devise vorgestellt, die aus dem Kern der Islamischen Überzeugungen stammt.  Außerdem wurde in der Verfassung der islamischen Republik  den Anhängern aller islamischen Rechtsschulen volle Freiheit gewährt, an ihren Überzeugungen festzuhalten. Sie können ihre Streitfälle bei denjenigen Gerichten vorlegen, die aufgrund ihrer Rechtsschule urteilen.  
Imam Chomeini (r.h.) - Vater der Islamischen Republik Iran

 

 

Zu den Maßnahmen, welche die Islamische Republik Iran für die Vereinigung der verschiedenen muslimischen Rechtsschulen ergriffen hat, gehört die Ernennung einer "Woche der Einheit" anlässlich des Jahrestages der Geburt des Propheten des Islams (F)  und die Gründung des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Rechtsschulen.  Im  Diskurs der  Islamischen Revolution, zu der es dank  der befreienden Lehren des reinen Islams des Propheten kam,  wird die Unterstützung  des Islams für die  Unterdrückten und Entrechteten verfolgt. Die Islamische Revolution  reicht keinem Unterdrücker die Hand sondern wehrt sich gegen jegliches Unrecht.

Sie  fordert   die maximale Einheit unter den Muslimen, denn die Stärke der Muslime und ihre Größe hängen von dieser Einheit ab. Dank einer solchen Stärke und Größe kann die Islamische Weltgemeinde  ihren Feinden gegenüber Widerstand leisten und sie abschrecken.  Die Zionisten, die zu den wichtigsten Feinden der Islamischen Weltgemeinde gehören,  sind seit Jahrzehnten bestrebt das gesamte Palästina zu besetzen und alle Muslime zu vernichten.  Die Unterstützung für Palästina und die Ernennung eines Tages zum El-Quds-Tag  ist Teil der Unterstützung  des Irans für die  entrechtenden Palästinenser.  Wenn die muslimische Weltgemeinde Unterstützung leistet, werden die Zionisten  niemals  ihr übles Ziel, nämlich die Besetzung aller Gebiete zwischen dem Nil und dem Euphrat,  erreichen.



 

Der Diskurs der Islamischen Revolution strebt wahre Brüderlichkeit an. Bei maximaler Einheit zwischen den Muslimen,  werden sie dermaßen erstarken, dass die Feinde nicht mehr auf die Idee kommen die Islamischen Gebiete anzugreifen und die reichen Öl- und Gasressourcen und  die Bodenschätze  in den islamischen Ländern zu beschlagnahmen. Vielmehr werden  diese großen Reichtümer der muslimischen Ländern dem Fortschritt der Islamischen Weltgemeinschaft dienen können.

Außerdem strebt der Diskurs der Islamischen Revolution nach einer Einheit,  bei der  die Muslime  sehr  freundschaftliche Beziehungen miteinander pflegen und sich gegenseitig zum Fortschritt verhelfen.  Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Wissen, welches in einem der islamischen Länder erzielt wurde, nicht auf dieses Land beschränkt bleibt, sondern auch zu den Wissenschaftlern in den anderen Muslimländern gelangt und auch diese Länder auf dem betreffenden Gebiet Fortschritte erzielen.  Anstelle eines Rivalisierens soll die Freundschaft  treten und sollen sich alle  für das Weiterkommen der vereinten Islamischen Weltgemeinde einsetzen.

Natürlich meint der Diskurs der Islamischen Revolution die Einheit zwischen den Anhängern der Islamischen Rechtsschulen der Sunniten und Schiiten und möchte keine  Einheit mit den Wahhabiten und Salafisten. Die hässliche Ansicht des Brudermordes an Muslimen ist aus dem abwegigen Denken der Salafisten hervorgegangen und die exkommunizierenden Takfiri-Terrorgruppen insbesondere ISIS (Daisch)  begehen die abscheulichsten Verbrechen. Sie richten sowohl unter den Schiiten als auch den Sunniten grausame  Blutbäder an,  wobei sie den Namen Gottes und des geehrten Propheten (Gottes Segen sei auf ihm und Friede seinem Hause) missbrauchen.

 

Die Erzielung der Einheit der Muslime ist für die Islamische Revolution im Iran eines der wichtigsten Programme, welche sie seit dem Sieg der Revolution verfolgt. Der Vater der Islamischen Revolution, Imam Chomeini erkannte den strategischen Wert der Einheit.  Er sagte, dass die nationale Einheit wichtig ist, um das Land und die Nationalmacht zu schützen und sich gegen die Beeinträchtigung  der nationalen Interessen des Landes zu wehren.  Zudem bedeutete die Einheit unter den Muslimen für ihn  ein Faktor für die Größe der Muslime und für den Schutz des Islams und Korans. Die Einheit unter den Entrechteten erklärte er als wichtig für den Kampf gegen den Imperialismus.  Imam Chomeini hat die Einheit der Muslime mit einem festen Baum verglichen, dessen Früchte der Sieg der Muslime, die Vernichtung der Feinde sowie die Entfaltung und der Fortschritt der Islamischen Länder sind. Er sprach von der Einheit als einen Garant für das Weiterleben der Muslime.

 

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 Aus der Sicht von Revolutionsvater Ajatollah Chomeini  ist die Toleranz gegenüber anderen Ansichten ein wichtiger Faktor für die Herstellung von Einheit. Er war davon überzeugt,  dass diese Toleranz und Geduld nur durch charakterliche Selbstveredlung und dem Kampf mit dem Ego möglich ist. Diesem Kampf ordnete er für die Erreichung der Einheit einen hohen Stellenwert zu  und er sagte sogar, dass denjenigen, die Zwietracht erzeugende Themen anschneiden, nichts an der Religion und dem Islam gelegen ist, sondern dass sie Sklaven ihrer egoistischen Neigungen sind.

Der Imam (Chomeini)  war der Überzeugung, dass Gespräche, Verständigung, Annäherung und gemeinsame Gefühle und die Überzeugung vom gemeinsamen Schicksal die  Spaltungspläne der Feinde vereiteln.

Imam Chomeini der große Stratege der Islamischen Revolution hat über die Einheit der Muslime gesagt: „Das Geheimnis des Sieges der Muslime in der islamischen Frühzeit war die Einheit im Worte und Stärke des Glaubens. Durch sie konnte ein schwaches Heer über die großen Weltreiche siegen. Ihr Muslime und ihre Anhänger der Lehre von dem Einen Gott!  Der eigentliche Grund für alle Probleme der islamischen Länder ist die Uneinigkeit im Worte und Nicht-Übereinstimmung und das Geheimnis des Sieges ist die Einheit im Worte und die Herstellung von Harmonie. …  Ihr alle  solltet euch  für den Islam und in Richtung Islam und für die Interessen der Muslime und die Meidung von Zwietracht, Spaltung und Interessen an Gruppenbildung, welche sämtlich die Ursache für alle Übel und jegliche Rückständigkeit sind, einsetzen.“

                                               Musik

 

Ajatollah Khamenei, heutiges Oberhaupt der Islamischen Revolution betrachtet, wie Imam Chomeini, die Einheit aus strategischer Sicht.  Er sieht in der Einheit eine wichtige Frage und ein Bedürfnis der Islamischen Welt und hebt hervor, dass mit Einheit  nicht gemeint ist, dass alle in jeder Hinsicht übereinstimmen und denselben Geschmack haben.  Sondern es bedeutet, dass die verschiedenen Geschmäcker nebeneinander zu stehen kommen  und die Interessen der Muslime über die persönlichen Wünsche gestellt werden. Ajatollah Khamenei sagt:

Wir fordern nicht, dass die Rechtsschulen der Islamischen Welt  von den besonderen Ansichten ihrer Gruppe  ablassen und die Ansichten einer anderen Rechtsschule übernehmen.  Aber wir sagen zu allen Muslimen:  „Die Gemeinsamkeiten zwischen uns sind zahlreicher,  gewichtiger und elementarer als die Meinungsunterschiede.  Unsere Feinde betonen die Punkte, in denen wir verschiedener  Meinung sind. Wir müssen, im Gegenteil dazu, die gemeinsamen Ansichten stärken und dürfen nicht zulassen, dass der Feind einen Vorwand findet und  indem,  er unter uns spaltet, einen Ansatzpunkt entdeckt, um Druck auf den Korpus der Islamischen Weltgemeinde auszuüben.“

 

 

 

 

Ajatollah Khamenei fordert, dass jeder Muslim die Maßnahmen der Feinde zur Störung der Einheit erkennt. Er sagt: „Der Westen und die USA sind bestrebt  unter Muslimen aufgrund ihrer Anhängerschaft zum schiitischen oder sunnitischen Glauben oder Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder ihrer Nationalität zu spalten.  Also müssen alle wachsam sein  und alles aus diesem Blickwinkel sehen und Stellung dazu nehmen.“  

 

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