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Tuesday 18th of June 2019
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Es war eine sehr hoch gelegene Höhle.

Es war eine sehr hoch gelegene Höhle. Hin und wieder warf die Sonne durch den schmalen Felsspalt ein paar Strahlen hinein. Es waren einige junge Männer in der Höhle zu erkennen. Sie waren gottgläubige Menschen und vor dem Zorn des Kaisers Decius in diese Höhle geflohen. Ihre Augen standen offen, aber sie befanden sich tief im Schlaf. Nur manchmal wälzten sie sich von der einen Seite auf die andere und wieder zurück.
Es war Nachmittag. Der Hund in der Höhle war aufgewacht und auch die jungen Männer wachten einer nach dem anderen auf. Der eine fragte: „Wie lange haben wir wohl geschlafen?"
Einer meinte gähnend: „Ich denke ziemlich lange, mehrere Stunden. Was meint ihr?"
Maximilian meinte: „Bei dem Hunger, den ich habe und bei diesem Schwächegefühl in mir ist es wohl ein ganzer Tag gewesen, den wir geschlafen haben.
Ein andere belehrte ihn: „Wir haben uns am Morgen hingelegt und die Sonne ist noch nicht untergegangen. Es ist also noch kein ganzer Tag vorbei."
„Gott weiß am besten wie lange wir im Schlaf versunken waren", meinte der zweite wieder „Einer von uns sollte in die Stadt gehen und etwas Gutes zu essen kaufen. Aber er muss sehr vorsichtig sein. Er darf niemanden etwas von uns erzählen. Denn sonst werden sie uns steinigen oder uns zwingen zu ihrer Religion umzukehren und dann werden wir keine Rettung finden."
Maximilian stand auf. Ich werde in die Stadt gehen.
Als er den Berg hinunter stieg, hatte er kein gutes Gefühl. Besorgt schaute er um sich. Endlich hatte er die Stadt erreicht aber er wunderte sich:
„Eigenartig. Wie sehr hat sich die Stadt verändert. Die Gebäude sehen ganz anders aus. die Menschen tragen ganz andere Kleidung. Was ist bloß passiert? Habe ich etwa den falschen Weg gewählt?"
Eilig ging Maximilian zu einem Laden, er kaufte etwas zu Essen und bezahlte mit ein paar Münzen.
Der Ladenbesitzer betrachtete verwundert die Münzen und drehte sie sprachlos hin und her. Dann fragte er Junger Mann! Hast du einen Schatz gefunden?
Maximilian antwortete. Nein, wieso denn?
Der Ladenbesitzer grinste und sagte: „Diese Münzen sind ja uralt. Über 300 Jahre." Maximilian wusste nicht wovon dieser Mann redet. So ging es hin und her und langsam sah Maximilian sich umringt von vielen Neugierigen. Er dachte: „Gleich werden die Soldaten Decius auftauchen und mich festnehmen.
Da rief einer aus der Menschenmenge: „Keine Angst. Der Kaiser von dem du redest ist vor 300 Jahren gestorben. Heute regiert ein König, der an Gott den Einzigen glaubt."
Maximilian dachte er träumte. Ihm wurde plötzlich klar, dass er und seine Freunde Rettung gefunden hatten. Rettung aus jener mit Götzentum besudelten Umgebung. Aber die Leute ließen ihn nicht gehen. Sie brachten ihn zum König. Die königlichen Berater sagten:
„In der Geschichte steht etwas über einige junge gläubige Männer, die vor dem Unrecht und der Götzenanbetung in einer Höhle Schutz suchten und nicht mehr zurückkehrten."
Maximilian bat: „Lasst mich zu der Höhle zurückkehren Ich möchte meinen Freunden von allem berichten. Sie sind nun besorgt um mich."
Der König sagte:
„Wir werden dich begleiten damit wir auch deine Freunde kennen lernen und sicher sind, dass du die Wahrheit sagst."
Die Geschichte von den Jünglingen in der Höhle hatte sich überall herumgesprochen. Jeder machte eine Äußerung dazu. Der eine sagte: „Es ist ein Wunder. Sie haben damals auf das Leben im Palast des Königs verzichtet und sind in die Höhle geflüchtet um ihren Glauben zu bewahren. Und nun, nach 3 Jahrhunderten sind sie wieder ins Leben zurückgekehrt."
Ein anderer meinte: „Gott gibt uns dadurch ein Zeichen für die Auferstehung von den Toten."
Ein dritter sagte: „Jetzt können wir sicher sein, dass es die Auferstehung von den Toten gibt und nicht am Ende der Welt und dem Jüngsten tag zu zweifeln ist."
Maximilian ging allen voran. Als er die Höhle erreicht hatte, bat er:
„Es ist besser, wenn ihr hier zurück bleibt. Es kann sein, dass meine Freunde in große Furcht versetzt werden, wenn sie euch plötzlich vor sich sehen. Ich muss sie erst einmal auf diesen Augenblick vorbereiten."
Maximilian betrat die Höhle und berichtete seinen Freunden von dem was geschehen war:
„Liebe Freunde! Keiner von denen die wir kannten lebt noch und viele Jahre trennen uns von diesen Menschen da draußen. Es wird sehr schwierig sein unter ihnen zu leben. Lasst uns beten und Gott bitten, dass er uns zu sich aufnimmt."
Sie beteten und ihr Gebet wurde erfüllt.
Der König mit seinen Hofleuten wartete in der Nähe der Höhle. Aber es tat sich nichts. So stiegen sie hoch, um nachzuschauen. Doch es bot sich ihnen ein ungewöhnlicher Anblick. Sie sahen mehrere Leichen in der Höhle liegen. Auf ihren Gesichtern lag ein eigenartiger Glanz.
Was war nun zu tun?
Es kam zu einem Streit. Die einen sagten, es ist besser wenn dieses eigenartige Ereignis vergessen wird. Wir sollten die Höhle versperren, damit keiner sie findet. Eine andere Gruppe, für die die Geschichte von den Höhlenjüngern ein Wahrzeichen für das Jüngste Gericht und für die Tapferkeit dieser jungen Gläubigen auf dem Weg Gottes war, sagten:
„Lasst uns neben dieser Höhle eine Gebetsstätte erbauen. Damit diese Gläubigen immer in Erinnerung bleiben."
Vielleicht ist der Wunsch dieser zweiten Gruppe erfüllt worden. Dafür scheint eine Gebetstätte zu zeugen, die Archäologen neben einer Höhle in Jordanien entdeckt haben.
Übrigens, wer die Geschichte von den Höhlenjüngern im Koran nachlesen will, der findet sie in der Sure 18 in den Versen 9 bis 26.

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