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Friday 23rd of August 2019
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Liebe Leser! Für diese Woche haben wir die Geschichte von einer Schar junger Gläubiger ausgesucht. Sie werden im Koran Ashabi Kahf genannt - die Höhlenjünger. Es war eine Schar von jungen Leuten die tapfer den Geist des ein-Gott-Bekenntnisses wahrten.

  Liebe Leser! Für diese Woche haben wir die Geschichte von einer Schar junger Gläubiger ausgesucht. Sie werden im Koran Ashabi Kahf genannt - die Höhlenjünger. Es war eine Schar von jungen Leuten die tapfer den Geist des ein-Gott-Bekenntnisses wahrten.
Es war ein großer Feiertag. Alle hatten sich munter und fröhlich um die Götzen versammelt. Sie hatten sämtliche Vorbereitungen für ein großes Fest getroffen. Auch der König würde an diesem Fest teilnehmen. Dem König und den Götzen wurden Geschenke zu Füßen gelegt. Die Menschen knieten vor dem König und den Götzen nieder.
Maximilian gehörte zum Königlichen Hofe. Er hatte sich auch zu dem Fest eingefunden. Nun aber versuchte er, unbemerkt wegzugehen. Hoffentlich fiel es keinem auf. Aber da hörte er plötzlich eine Stimme: „Maxilimian! Wo willst du hin? Warte! Ich komme mit."
Maximilian blieb stehen. Es war sein Freund der ihn gerufen hatte. Er antwortete ihm: „Ich will nicht hier bleiben."
Sein Freund fragte: „Denkst du auch wie ich? Bist du auch der Meinung, dass dies alles sinnloses Tun ist, was hier vor sich geht? Wie kann sich jemand nur vor einem so unterdrückerischen Kaiser wie Decius in den Staub werfen?"

Sie zogen sich in den Schatten eines Baumes zurück. Dann blickten beide mit einem bedeutungsvollen Blick zum Himmel. Sie unterhielten sich noch ein wenig weiter und beiden wurde klar, dass sie einer Meinung ist. Sie waren nämlich beide davon überzeugt, dass es nur den einen Gott gibt, und neben ihm weder Gottmenschen noch Götzen.
Maximilian sagte: „Unter den Beratern und Hofleuten gibt es noch einige andere, die genauso wie wir denken. Wir treffen uns abends heimlich. Du kannst auch an unseren Sitzungen teilnehmen aber pass gut auf, dass keiner etwas davon erfährt."
Es verging eine ganze Zeit. Die jungen Gottesfreunde trafen sich regelmäßig im Haus von Maximilian. Sie sprachen über die überall herrschende Unwissenheit und baten Gott um Vernichtung des Kaisers Decius und die Befreiung der Menschen aus seinem Joch.
Eines Tages berichtete einer von Ihnen furchterregt: „Maximilian! Der Kaiser hat in Erfahrung gebracht, dass wir gläubig geworden sind."
Wie ist das möglich? Bist du sicher?
Ja! Ich bin ganz sicher! Wir müssen einen Ausweg finden. Sonst kann es sein, dass wir gleich morgen gehenkt werden.
Da klopfte jemand an Maximilians Haustor. Der Kaiser hatte einen Boten geschickt und befohlen, dass sie vorstellig werden.
Maximilian schlug vor: „Wir treten vor ihn, halten an unserer Meinung fest und geben unseren Glauben nicht auf."
Der Kaiser saß mit einem sehr grimmigen Gesicht in seinem großen Saal auf dem goldenen Thron. Als die Schar der jungen Gläubigen eintrat, sprang er auf und schrie:
„Was fällt euch ein, in meinem Palast von einem einzigen Gott zu reden?! Gehört ihr nicht zu meinem Geschlecht? Habe ich euch keine hohen Posten verliehen? Ich werde sofort befehlen, dass sie eure Leiber zerstückeln."
Aber Gott hatte die Herzen dieser gläubigen jungen Männer mit Zuversicht erfüllt.
Maximilian, der Schwiegersohn Decius sagte:
„Wir haben sehr über Gott den Einzigen nachgedacht. Er hat alles erschaffen: den Himmel und die Erde und uns alle. Wir werden nur ihn anbeten und keinen anderen."

Der Kaiser winkte ab: „Das reicht. Ich will nichts mehr davon hören. Ich gebe euch bis morgen eine Frist. Bis morgen habt ihr Zeit, euch von eurer Lehre abzuwenden und wieder in den Genuss meines Segens zu gelangen."
Am Abend dieses Tages herrschte eine traurige Stimmung im Haus von Maximilian. Einer der gläubigen jungen Männer sagte: „Die Liebe zu Gott hat unser Herz erfüllt. Wir spüren seine Gegenwart überall. Wenn wir an ihn denken, erfüllt uns großer innerer Friede. Wie können wir mit der Wahrheit zurückhalten, dass unser Gott lebt, gütig ist und mächtig!?"

Die jungen Männer berieten miteinander und fassten schließlich den Entschluss auf alles zu verzichten, ihre Stellung am Kaiserlichen Hof aufzugeben und zu fliehen. Nur so konnten sie ihren Glauben wahren.
Die gläubigen jungen Aristokraten verließen im nächtlichen Dunkel heimlich die Stadt. Sie entfernten sich immer mehr von ihr. Maximilian, der die kleine Schar anführte rief plötzlich: „Schaut da ist ein Hirt. Wir werden ihn um etwas Trinkwasser bitten."
Dem Hirten gefielen die jungen Männer. Als er erfuhr, dass sie sich in der Gegend nicht auskannten, sagte er: „Nehmt meinen Hund mit." Aber sie sagten: „Wenn er mitkommt wird er uns durch sein Bellen verraten."
Sie gingen, aber der Hund folgte ihnen und was sie auch versuchten, ihn loszuwerden. Er wollte einfach mit!
Der Hirte begleitete sie den Berg hinauf. Als sie an dem grünen Abhang der anderen Bergseite angelangt waren, blieb er stehen und zeigte mit dem Finger auf eine Höhle: „Ihr seid viel gelaufen, dort in der Höhle könnt ihr euch ein wenig ausruhen."
Durch einen Felsspalt fiel ein wenig Sonnenlicht in die Höhle hinein. Die jungen Männer waren müde. Sie wollten sich ein Stündchen hinlegen und ausruhen, bevor sie ihren Weg fortsetzten. Doch bevor sie sich schlafen legten sprachen sie noch ein gemeinsames Gebet. Wir lesen dieses Gebet in dem Vers 10 der Sure 18. Dort steht:
„Herr! Schenke uns Barmherzigkeit von dir und bereite uns einen rettenden Ausweg."
Nachdem sie dieses Gebet gesprochen hatten, legten sie sich hin und fielen sofort in tiefen Schlaf.
Die Fortsetzung dieser Geschichte hören Sie beim nächsten Mal. Sie nimmt einen wundersamen Verlauf.

 

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