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Wednesday 19th of June 2019
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Liebe Hörerfreunde! Hier eine weitere Geschichte, von der der Heilige Koran berichtet. Die Begebenheiten,

  Liebe Hörerfreunde! Hier eine weitere Geschichte, von der der Heilige Koran berichtet. Die Begebenheiten, die im Koran geschildert werden, können sich für jeden Einzelnen oder ein ganzes Volk ereignen. Sie sind demnach regelrecht eine Lebenshilfe. Gott sagt in dem Vers 111 der Sure Jusof: In der Tat! Für die Klugen liegt in dem Bericht über sie (die Vorfahren) ein Grund zum Nachdenken, für diejenigen, die Verstand haben.
Es war in aller Frühe. Eine leichte Morgenbrise wehte. Der alte Gärtner machte sich auf den Weg zu seiner Obstplantage. Kurz vor Sonnenaufgang erreichte er sie. Ach, wie gut duftete es da in seinem Garten! Bäume und Sträucher waren beladen mit Früchten. Hier und dort sah er einige Leute, die die Nacht in seinem Garten verbracht hatten. Er hatte nichts dagegen. Jeder durfte sich in seinem Garen ausruhen.

Der alte Gärtner machte die Runde durch seine Plantage und zog sich dann zurück um Gott zu preisen. Er dankte Gott für alles, auch dafür, dass er kein undankbarer Mensch war.
Schon seit vielen Jahren hatte der alte Gärtner jedes Jahr einen Teil der Ernte an die Armen und Bedürftigen verteilt. Seine Söhne aber waren, bis auf den Jüngsten, nicht damit einverstanden. Der eine sagte: „Vater! Du verschenkst so viel. Das sollest du lieber uns geben. Wir sind deine Söhne." Der andere meinte: „Wenn du so weiter machst, wirst du bald nichts mehr besitzen und wir müssen andere um Hilfe bitten."
Aber ihr Vater antwortete: „Ihr irrt euch. Ist der weltliche Besitz so viel wert, das wir ihn anderen vorenthalten? Dieser große Garten ist ein Segen, den Gott mir geschickt hat. Aus Dankbarkeit muss ich die anderen daran teilhaben lassen. Mit mir geht es allmählich zu Ende und ich möchte euch empfehlen, dass ihr diesen Brauch beibehaltet, und von dem, was ihr erntet, an die anderen weitergebt. Gott belohnt die, welche spenden. Aber wenn ihr geizig sein solltet wird eurer Besitz vernichtet werden. Davor hat Gott gemahnt."
Bald darauf starb der Vater. Am Abend des gleichen Tages versammelten sich seine Söhne. Der eine sagte:
„Jetzt, wo Vater nicht mehr lebt, werden wir nichts mehr aus unserer Obstplantage an die Armen abgeben. Keiner darf sich im Garten ausruhen oder übernachten."
Ein anderer pflichtet ihm bei: „Ja! Bei den vielen Früchten, die im Garten sind, kann jeder von uns sich einen größeren Anteil für sich nehmen und gut daran verdienen."
Aber der Jüngste von ihnen mahnte: „Brüder! Ihr wollt etwas tun, was nur auf den ersten Blick zu eurem Nutzen zu sein scheint, aber dahinter verbirgt sich ein großer Schaden."
Die anderen aber fuhren ihn an: „Hör auf uns gute Ratschläge zu geben, wir werden sowieso nicht auf dich hören."
Es war Sommer geworden. Der Garten des alten Mannes war voller Früchte. Es waren in diesem Sommer besonders viele. Die Armen in der Stadt blickten freudig und hoffnungsvoll dem Tag entgegen, an dem geerntet würde. Aber die Söhne des alten Mannes heckten einen Plan aus. Sie wollten für die anderen nichts übrig lassen. Im Dunkeln der Nacht machten sie sich auf den Weg zum Garten, damit sie alles an Früchten pflücken und auf den Markt bringen.
Im Koran steht in Sure 68 in den Versen 17 und 18 hierüber geschrieben:
Wir haben sie Prüfungen ausgesetzt, so
wie wir das bei den Besitzern des Gartens getan
haben. Damals, als sie schworen, sie würden ihn
am Morgen abernten, ohne dabei einen Vorbehalt zu machen (und für die Bedürftigen etwas übrig zu lassen).
Die Söhne des alten Manes hatten den Obstgarten erreicht. Bei seinem Anblick blieb ihnen vor Schreck der Mund offen stehen. Sie schauten sich gegenseitig verblüfft und erschreckt an und fragten: „Sind wir hier richtig? Ist das unser Obstgarten? Wir waren doch gestern noch hier und haben uns an dem Bächlein und unter den Obstbäumen ausgeruht. Nein, dass kann nicht unser Garten sein. Alle Bäume waren doch gestern noch gesund und jetzt sind sie von Insekten befallen und abgefressen. Wir waren bestimmt noch vom Schlaf benommen und haben uns verlaufen. Das ist nicht unser Garten!"
Der Jüngste von ihnen aber sagte: „Ihr habt euch nicht verlaufen. Es ist euer Garten. Habe ich euch nicht gesagt, ihr müsst euch dankbar für Gottes Segen zeigen?"
Die Söhne des alten Mannes begriffen: sie hatten den Bedürftigen ihre Früchte vorenthalten wollen und nun mussten sie selber auf alles verzichten. Sie bereuten ihr Vorgehen und tadelten sich gegenseitig: Was sind wir für Frevler!
Weil sie bereut hatten, hofften sie: vielleicht schenkt Gott uns einen besseren Garten als diesen. Wir haben uns ja Gott wieder zugewandt.
Aber der Befehl Gottes war erfolgt. Sie konnten nur noch den Verlust bedauern und bereuen. Und Gott mahnt alle, die nur an sich denken und freveln. Er sagt:
„So ist die Strafe im Leben, aber die Strafe im Jenseits ist schlimmer."

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