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Wednesday 26th of June 2019
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Idriss ist einer der Nachkommen Adams a.s. und ein bedeutender Prophet gewesen. Gott hat ihn im Koran gelobt. Seine Geschichte und die seines Volkes ist hörenswert.

  Idriss ist einer der Nachkommen Adams a.s. und ein bedeutender Prophet gewesen. Gott hat ihn im Koran gelobt. Seine Geschichte und die seines Volkes ist hörenswert.
Idriss hatte die Menschen um sich versammelt und bat sie, ihm zuzuhören. Er wollte ihnen die Botschaft Gottes mitteilen:
„Ihr Menschen! Die beste Form, Gott für seine Segensgaben zu danken sind gute Werke gegenüber seinen Dienern. Schwört keine falschen Schwüre und schwört nicht bei den Lügnern. Seid aufrichtig Gott gegenüber. Hütet euch vor niederträchtigen Arbeiten und Geschäften..."
Idriss hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als die Menschenschar sich wieder aufzulösen begann. Keiner achtete auf das, was er sagte. Jeder ging in eine andere Richtung.
Idriss hatte den Auftrag, den Menschen Wegweiser und Lenker zu sein. Aber kein einziger hatte ihm zugehört.
Es herrschte nämlich ein tyrannischer König. Der hatte alle eingeschüchtert und ihr Hab und Gut und ihr Leben in der Hand. Er machte was er wollte.
An jenem Tag hatte der König wieder einmal seine Regierungspalast verlassen, um sich zu vergnügen. Unterwegs sah er eine schöne grüne Wiese. Er gab seinen Begleitern anweisen, diese sei zu beschlagnahmen. Sie sollte ab nun dem König gehören.
Der Besitzer trat vor und sagte: O König, ich verdiene mir mit dieser Wiese den Unterhalt für meine Familie
Der König sagte: Gut, dann verkauf sie mir!
Der Mann: Wenn ich sie verkaufe werde ich ein Leben lang arm bleiben.
Der König geriet in Zorn.
In den Palast zurückgekehrt sagte er zur Königin: Diese Wiese muss ich haben, aber dieser Mann will sie mir nicht geben, das regt mich auf!
Die Königin sagte: Ach, das ist doch kein Problem. Du brauchst nur einige von unseren Leuten zum Richter zu schicken. Die können einfach ein falsches Zeugnis ablegen, dass dieser Kerl sich von der Religion abgewandt hat und zu den Abtrünnigen zählt. Dann hast du deine Ruhe"
Der König war hocherfreut über diesen Vorschlag und ausgelassenes Lachen schallte durch den Palast. Sein Kummer war verflogen.
Alles verlief nach Plan: Die Helfershelfer des Königs
zeugten fälschlich wider den armen Besitzer der Wiese. Er wurde verhaftet und hingerichtet. Gottes Zorn wallte auf. Er schickte Idriss eine Offenbarung und forderte ihn auf: Geh zu diesem Tyrannen und sage ihm: Du hast einen Menschen durch ein falsches Zeugnis in den Tod getrieben - du hast dich nicht mit seinem Tod begnügt sondern seine Familie aus ihrem Haus verjagt. Gib Acht: Gott wird hart an dir Vergeltung üben.
Idriss überbrachte dem König die Botschaft. Aber dieser behauptete, ach es gibt doch keinen Gott und sagte zornig: Verschwinde bevor ich dich töten lasse.
Seine listige Gemahlin tröstete ihn wieder und sagte: Hab keine Angst. Schick deine Leute, damit sie Idriss festnehmen und ihn auch umbringen.

Gott ließ Idriss wissen, was der König vorhatte. Er verließ auf Gottes Befehl die Stadt und verbarg sich in einer Höhle. Gott schickte ihm einen Engel, der ihn mit dem nötigen Essen versorgte. Idriss war sehr bekümmert über die Achtlosigkeit seines Volkes und so begann er zu beten:
O Gott, Schicke nichts mehr von deiner Barmherzigkeit auf diese Stadt, so lange ich dich darum bitte.
Gott erhörte das Gebet seines Propheten.
In der Stadt gingen Gerüchte herum als jemand aufgeregt den Bazaar betrat :
Wisst Ihr was passiert ist? Der König mit all seiner Macht und Pracht ist schwer erkrankt und liegt im Sterben. Und die Königin ist von den Hunden zerfleischt worden.
Aus der Menschenmenge erhob sich eine Stimme und rief: Der Herr der Welten hat also seine Verheißung erfüllt. Dies ist die Vergeltung am tyrannischen König für den Tod jenes unschuldigen Mannes.
Aber ein anderer rief: Aber ich glaube nicht nur er wird bestraft. In unserer Stadt gibt es doch so viel Hungersnot und Armut.
Es verging einige Zeit. Die Menschen waren in großer Not. Sie wandten sich an ihr greises Oberhaupt und sagten:
Nun ist Idriss schon 20 Jahre verschollen und es hat so lange nicht geregnet. Die Menschen leben in großer Not. Alle Äcker und Obstgärten sind verdorrt. Es muss ein Ausweg gefunden werden.
Der Greise sagte: Ihr solltet endlich zu euch kommen. Dieses Leid ist uns durch den Fluch Idriss widerfahren, wir sind nicht seinem Aufruf gefolgt und er hat Gott gebeten, uns keinen Regen mehr zu schicken.
Die Menschen sagten: Aber Idriss ist doch verschwunden
Der Greis wieder: Aber der Gott des Idriss ist gütiger als Idriss selber und seine Barmherzigkeit ist größer. Wendet euch an Gott und bittet um Verzeihung für eure Sünden.
Die Menschen versammelten sich. Demütig beteten sie gemeinsam zu Gott. Gott nahm ihre Reue entgegen. Er schickte Idriss zu ihnen und die Menschen umringten ihn und baten ihn um Verzeihung. Idriss betete zu Gott, er möge Regen schicken und bald darauf zogen dunkle Wolken auf, und reichlich Regen tränkte das Land.
Es vergingen viele Jahre. Idriss führt sein Volk auf dem göttlichen Weg und Gott verlieh ihm einen hohen Rang. Wir lesen in der Sure 19, der Sure Maryam über diesen Propheten in den Versen 56 und 57:
Und gedenke in der Schrift des Idris! Er war ein
Wahrhaftiger und ein Prophet. Und wir haben ihn an einen hohen Ort erhoben.

 

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