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Wednesday 18th of September 2019
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Berichte über das Märtyrertum von Imam Hussain (Friede sei mit ihm)-3

Yazid ibn Al-Muhadschir Al-Kanani der bei Imam Hussain (Friede sei mit ihm) war, schaute den Botschafter ibn Ziyads an und erkannte ihn. “Möge deine Mutter dich verlieren”, sagte Yazid zu ihm, “zu was bist du gekommen?” - “Ich habe meinem Imam gehorcht und meinen Treueid erfüllt”, sagte er (der Botschafter). “Vielmehr warst du deinem Herrn ungehorsam”, sagte ibn Al-Muhadschir, “während du deinem Imam gehorsam warst, indem du die Vernichtung deiner Seele herbeigeführt und Schande und das Feuer (der Hölle) verdient hast, und was für ein übler Imam ist dein Imam doch. Allah Der Erhabene hat gesagt: 'Wahrlich, Wir haben sie zu Führern gemacht, die zum Feuer rufen, und am Tage der Auferstehung wird ihnen nicht geholfen werden'. Und dein Imam gehört zu denen.”

Al-Hurr ließ sie an einem Ort halt machen, wo es weder Wasser noch ein Dorf gab, und Imam Hussain (Friede sei mit ihm) sagte zu ihm: “Wehe dir, lasse uns an diesem oder jenem Dorf anhalten”, und er meinte Nejnewa und Al-Ghadiriyya, und damit Schifna. “Nein, bei Allah”, sagte Al-Hurr, “das kann ich nicht. Dieser Mann ist als ein Spion für mich geschickt worden.” Da sagte Zuhair ibn Al-Qain zu ihm: “Ich glaube nur, dass das, was nach dem kommt, was ihr seht, nur noch schlimmer sein kann, Sohn des Gesandten Allahs. Wenn wir diese jetzt bekämpfen, so wird es leichter für uns sein als gegen die zu kämpfen, die nach ihnen kommen werden. Denn, bei meinem Leben, nach ihnen werden (solche) zu uns kommen, denen wir nichts entgegenzusetzen haben.” - “Ich werde nicht anfangen, gegen sie zu kämpfen”; sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), dann stieg er ab. Dies war Donnerstag, der zweite Tag des Monats Muharram, im Jahre 61 n.H. (680 n.Chr.). Am nächsten Tag brach Umar ibn Sad ibn Abu Waqqas aus Kufa zu ihnen auf mit 4000 Reitern. Er hielt in Nejnewa an und entsandte Urwa ibn Qais Al-Ahmasi zu Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und sagte zu ihm: “Gehe zu ihm und frage ihn: 'Was führt dich her? Was willst du?” Urwa gehörte zu denjenigen, die Imam Hussain (Friede sei mit ihm) geschrieben hatte, und er schämte sich, zu ihm zu gehen. Das gleiche war der Fall mit den Stammesführern, die ihm geschrieben hatten, sie weigerten sich und waren nicht willens, das zu tun. Da erhob sich Kathir ibn Abd-Allah Al-Schabi, und er war ein mutiger Reiter, der vor nichts zurückschreckte: “Ich werde zu ihm gehen, und bei Allah, wenn du es wünschst, werde ich ihn angreifen.” - “Ich will nicht, dass du ihn angreifst”, sagte Umar, “aber gehe zu ihm und frage ihn, was ihn hierher führt.”

Als Kathir sich ihm (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) näherte, sah ihn Abu Thumamah Al-Saidi, und er sagte zu Imam Hussain (Friede sei mit ihm): “Möge Allah dir beistehen, o Abu Abd-Allah, der böseste der Erdenbewohner, der das meiste Blut von ihnen vergossen hat und der am angriffslustigsten von ihnen ist, ist zu dir gekommen!” Dann stellte er (Abu Thumamah) sich ihm entgegen und sagte: “Lege dein Schwert nieder.” - “Nein, bei Allah”, erwiderte er (Kathir), “ich bin nur ein Abgesandter. Wenn ihr mir zuhört, dann will ich euch (das) mitteilen, womit ich zu euch geschickt wurde. Wenn ihr das nicht wollt, dann werde ich (wieder) von euch weggehen.” - “Ich werde den Griff deines Schwertes festhalten”, sagte er (Abu Thumamah), “dann sprich, was dein Anliegen ist”. - “Nein, du wirst es nicht anrühren”, widersprach er (Kathir). “Sag mir (die Botschaft), mit der du gekommen bist, und ich werde sie ihm (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) ausrichten. Ich werde nicht zulassen, dass du dich ihm näherst, denn du bist ein Lügner”, und so beschimpften sie sich gegenseitig, dann wandte er (Kathir) sich ab und ging zu Umar ibn Sad und berichtete ihm (was geschehen war). Umar rief Qurra ibn Qais Al-Hanzali und sagte zu ihm: “Wehe dir, Qurra, (geh und) triff Hussain und frage ihn, weshalb er gekommen ist und was er will.” Und Qurra ging zu ihm, und als Imam Hussain (Friede sei mit ihm) ihn kommen sah, fragte er: “Kennt ihr diesen (Mann)?” - “Ja”, erwiderte Habib ibn Mazahir, “er ist ein Mann vom Hanzala-Klan von (dem Stamme der) Tamim, und er ist der Sohn unserer Schwester. Ich kannte ihn immer als jemand mir guten Ansichten, und ich hätte nicht gedacht, ihn bei dieser Szene anwesend zu sehen.” Er (Qurra) kam, grüßte Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und verkündete ihm die Botschaft von Umar ibn Sad. “Die Bewohner dieser eurer Stadt”; sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “haben mir geschrieben, dass ich kommen soll. Doch wenn ihr (jetzt) Widerwillen gegen mich hegt, dann werde ich euch verlassen.” - “Wehe dir”, sagte daraufhin Habib ibn Mazahir zu ihm, “wohin wirst du zurückkehren? Zu den Unterdrückern?” - “Hilf diesem Mann, durch dessen Vorväter Allah dich mit Ansehen gestärkt hat.” (sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) - “Ich werde (zuerst) zu meinem Befehlshaber mit der Antwort auf seine Botschaft gehen”, erwiderte Qurra, “und werde über meine Sicht (der Dinge) nachdenken.” Er ging zurück zu Umar ibn Sad und überbrachte ihm die Botschaft. “Ich hoffe”, sagte Umar, “das Allah es mir ersparen wird, gegen ihn Krieg zu führen und zu kämpfen”, und er schrieb an Ubaidullah ibn Ziyad:

“Im Namen Allahs, Der Gnädigen, Des Barmherzigen.

Als ich bei Hussain Stellung bezog, schickte ich meine Abgesandten zu ihm und fragte ihn, was ihn herführte und was er wollte. Er sagte: 'Die Bewohner dieses Landes haben mir geschrieben, ihre Botschafter kamen zu mir und baten mich, herzukommen, und das habe ich getan. Doch wenn sie mich nun nicht (mehr) wollen und sich für sie ihre Situation gegenüber dem, was ihre Botschafter mir übermittelt haben, verändert hat, dann werde ich von ihnen weggehen.'“

Hassan ibn Qaid Al-Absi berichtete: Ich war bei Ubaidullah, als dieser Brief bei ihm ankam. Als er ihn gelesen hatte, sagte er: “Jetzt, wo unsere Klauen sich an ihn krallen, hofft er auf Rettung, doch es ist keine Zeit mehr, zu entrinnen.” Und er schrieb an Umar ibn Sad: “Ich habe deinen Brief bekommen und verstanden, was du erwähnt hast. Biete Hussain und all seinen Gefährten (die Möglichkeit) an, Yazid den Treueid zu leisten. Wenn er das tut, dann werden wir sehen, wie wir urteilen werden, wa Salam.”

Als der Brief Ubaidullah ibn Ziyads bei Umar ibn Sad ankam, sagte dieser: “Ich fürchte, dass Ibn Ziyad nicht akzeptiert, dass mir (der Kampf gegen Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) erspart bleibt.” Sofort danach kam (ein weiterer) Brief von Ibn Ziyad bei Umar ibn Sad an: “Positioniere dich zwischen Hussain mit seinen Gefährten und dem Wasser, und sie sollen keinen Tropfen davon kosten, so wie es mit dem gottesfürchtigen und reinen Uthman ibn Affan geschah.” Sofort schickte Umar ibn Sad Amr ibn Al-Hadschadsch mit 500 Reitern (los), und sie ließen sich auf dem Weg nieder und postierten sich zwischen Imam Hussain (Friede sei mit ihm) mit seinem Anhängern und dem Wasser, damit sie keinen Tropfen davon trinken sollten. Das geschah drei Tage vor (der Schlacht der) Ermordung Imam Hussains (Friede sei mit ihm). Abd-Allah ibn Al-Hussain Al-Azdi, der zu den Badschila gehörte, rief so laut er konnte aus: “Hussain, siehst du nicht das Wasser, als ob es in der Mitte des Himmels läge? Bei Allah, ihr werdet keinen Tropfen davon zu kosten bekommen, bis ihr an Durst sterbt.” -

“Oh Allah”, betete Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “lasse ihn an Durst sterben und vergib ihm niemals.”

Humaid ibn Muslim berichtete:

“Bei Allah, ich besuchte ihn nachdem (Ereignis von Kerbala), als er krank war. Bei Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, ich sah ihn viel Wasser trinken, dann erbrach er sich. 'Der Durst, der Durst!', schrie er. Wieder trank er sehr viel Wasser, erbrach sich und brannte vor Durst. Dieser Ablauf hörte nicht auf, bis er starb, möge der Fluch Allahs auf ihm lasten.”

Als Imam Hussain (Friede sei mit ihm) die Soldaten Umar ibn Sads und ihre Verstärkungstruppen sah, die bei Nejnewa kampierten, um gegen ihn zu kämpfen, schickte er nach Umar ibn Sad, dass er ihn treffen wolle. Die beiden trafen in der Nacht zusammen und berieten lange, dann kehrte Umar ibn Sad in sein Lager zurück und schrieb an Ubaidullah ibn Ziyad: “Allah hat den Hass ausgelöscht, (die Menschen) in einer Meinung zur Eintracht gebracht und die Angelegenheiten der Ummah zum Guten geleitet. Dieser Hussain hat mir (die Zusage) gegeben, dass er dahin zurückkehren wird, woher er gekommen ist oder an die Außengrenzen gehen wird, und er wird (irgend) einer der (anderen) Muslime sein, mit den gleichen Rechten und Pflichten, oder er wird zu Yazid, dem Führer der Gläubigen, gehen und ihm seine Hand reichen und sehen, ob das, was (an Meinungsverschiedenheiten) zwischen ihnen (bereinigt werden kann). In diesem (Angebot) liegen (für euch) (sein) Einverständnis und das Heil der Ummah.”

Als Ubaidullah den Brief las, sagte er: “Dies ist der Brief von einem Aufrichtigen, der um seine Leute besorgt ist.” Da sprang Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan auf und rief: “Wirst du denn das von ihm akzeptieren, während er sich auf deinem Land niedergelassen hat nahe bei dir? Bei Allah, wenn er aus deinem Land kommen würde und nicht seine Hand in deine legen würde, ob er nun mächtig oder schwach und hilflos sei, du würdest ihm nicht diese Würde zugestehen, denn das ist (ein Zeichen) von Schwäche. Vielmehr sollen er und seine Anhänger sich deiner Autorität unterwerfen. Wenn du ihn bestrafst, so bist du (der, der dazu berechtigt ist), und wenn du ihm vergibst, dann hast du (auch) das Recht dazu.” - “Ja”, antwortete Ibn Ziyad, “was du sagst, ist das Richtige. Geh mit diesem Brief zu Umar ibn Sad, und er soll Hussain und seinen Anhängern die Unterwerfung unter meine Herrschaft anbieten. Wenn sie das tun, dann soll er sie in Frieden zu mir schicken. Wenn sie sich aber weigern, dann soll er sie bekämpfen. Wenn er (Umar ibn Sad) (das) tut, dann hört auf ihn und gehorcht (ihm). Wenn er sich aber weigert, sie zu bekämpfen, dann bist du der Kommandeur über die Armee; köpfe ihn und schicke seinen Kopf zu mir.” Dann schrieb er an Umar ibn Sad:

“Ich habe dich nicht zu Hussain geschickt, damit du von ihm ablässt, dir mit ihm die Zeit vertreibst, ihm Frieden und Überleben zusicherst, Entschuldigungen für ihn vorbringst oder für ihn als Fürsprecher bei mir auftrittst. Siehe zu, wenn Hussain und seine Anhänger sich meiner Herrschaft unterwerfen und sich ergeben, schicke sie zu mir in Frieden. Wenn sie sich aber weigern, dann rücke gegen sie vor, um sie zu töten und sie als ein abschreckendes Beispiel zu bestrafen, denn sie verdienen das. Wenn Hussain getötet worden ist, dann lasse die Pferde über seine Brust und seinen Rücken trampeln. Er ist ein unverschämter Rebell, und ich meine nicht, dass dies nach dem Tod irgendeinen Schaden bringen könnte. Aber ich sage, was ich gesagt habe: Wenn ich ihn töte, dann mache ich das mit ihm. Wenn du unserem Befehl ausführst, dann werden wir dich belohnen als jemand, der aufmerksam und gehorsam ist. Doch wenn du dich weigerst, dann werden wir dir (den Befehl) über die Provinz und die Armee entziehen und sie Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan überlassen. Wir haben ihm unsere Autorität überlassen. Wa Salam.”

Schimr brachte den Brief Ubaidullahs zu Umar ibn Sad. Nachdem er bei diesem angekommen und er ihn gelesen hatte, sagte Umar: “Was ist mit dir, wehe dir! Möge Allah deinem Heim keine Gnade erweisen. Möge Allah abscheulich machen, was du zu mir gebracht hast! Bei Allah, ich hätte nicht gedacht, dass du ihn (Ibn Ziyad) davon abhalten würdest, das, was ich ihm geschrieben habe, zu akzeptieren. Und dass du eine Angelegenheit verderben würdest, von der wir gehofft hatten, sie ins Lot zu bringen. Bei Allah, Hussain wird sich nicht ergeben, denn eine Seele (ähnlich) der seines Vaters ist in seinem Körper.” - “Sag mir”, sagte Schimr, “was du tun wirst. Wirst du den Befehl des Gouverneurs ausführen und gegen seinen Feind kämpfen, oder wirst du das Kommando über die Armee mir überlassen?” - “Nein, bei Allah”; antwortete er, “(es wird) keine Ehrung für dich (geben). Ich werde das in die Hand nehmen, nicht du. Du hast den Befehl über das Fußvolk.”

Umar ibn Sad rüstete sich für (die Schlacht gegen) Imam Hussain (Friede sei mit ihm) am Abend des Donnerstag, des neunten Muharram. (Unterdessen) machte sich Schimr auf den Weg, bis er vor den Anhängern Imam Hussains (Friede sei mit ihm) stand. Er sagt: “Wo sind die Söhne meiner Schwester?” fragte er. Abbas, Dschafar, (Abd-Allah) und Uthman, (alles) Söhne von Ali ibn Abu Talib (Friede sei mit ihm), traten vor. “Was willst du?” fragten sie. “Ihr seid sicher, ihr Söhne meiner Schwester” antwortete er. “Allah verfluche dich” erwiderten die jungen Männer, “und Allah verfluche deine Sicherheitszusage, garantierst du uns Sicherheit, und dem Sohn des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) nicht?!” - “Kavallerie Allahs” rief dann Umar ibn Sad aus, “steigt auf und verkündet die Frohe Botschaft (d.h. des Todes)”, und die Leute stiegen auf und rückten nach dem Nachmittagsgebet [asr] in ihre (Imam Hussains (Friede sei mit ihm) und seiner Anhänger) Richtung vor. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) saß vor seinem Zelt, auf sein Schwert gestützt. Er war eingenickt mit dem Kopf auf den Knien, als seine Schwester den Lärm hörte. Sie ging zu ihrem Bruder und sagte: “Mein Bruder, hörst du nicht die (Kampf-) Geräusche, die (immer) näherkommen?” Imam Hussain (Friede sei mit ihm) hob seinen Kopf und erwiderte: “Ich habe jetzt gerade den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) in meinem Traum gesehen, und er sagte zu mir: 'Du wirst (bald) zu uns kommen.'“ Seine Schwester schlug sich ins Gesicht und weinte laut vor Kummer. “Du hast keinen Grund zum Kummer, Schwester” sagte er zu ihr, “seih ruhig, möge Allah barmherzig zu dir sein.” Abbas ibn Ali (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte zu ihm: “Mein Bruder, sie sind gekommen.” Er erhob sich und sagte: “Abbas, bei meinem Leben, reite du hinaus zu ihnen und frage sie, was sie im Sinn haben und was ihnen angemessen erscheint, und frage sie, was sie hergebracht hat (gegen uns).” Abbas ritt mit 20 Reitern auf sie zu, unter ihnen waren (auch) Zuhair ibn Al-Qain und Habib ibn Mazahir. Abbas fragte sie: “Wie seht ihr die Situation, und was wollt ihr?” Sie antworteten: “Es erging der Befehl des Gouverneurs, dass wir euch das Angebot unterbreiten sollen, dass ihr euch seiner Herrschaft unterwerft, oder wir (müssen) euch bekämpfen” - “Habt keine Eile (für den Kampf), bis ich zu Abu Abd-Allah zurückgekehrt bin und ihm das unterbreitet habe, was ihr gesagt habt” sagte er (Abbas). Sie bleiben stehen und sagten: “Gehe zu ihm und erstatte ihm Bericht, dann komm zu uns und teile uns mit, was er dir sagt.” Abbas kehrte im Galopp zu Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zurück und berichtete ihm. (Währenddessen) sprachen seine Anhänger mit den Leuten (von Umar ibn Sad), ermahnten sie und versuchten, sie von Kampf gegen Imam Hussain (Friede sei mit ihm) abzuhalten.

Abbas ging zu Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und berichtete ihm, was die Leute (Ibn Sads) gesagt hatten, und er (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) sagte: “Gehe zu ihnen zurück, und wenn du kannst, dann halte sie bis zum Morgen hin und halte sie die Nacht über von uns fern, damit wir in der Nacht zu unserem Herrn beten, Ihn anrufen und um Vergebung bitten können. Er weiß, dass ich immer das Ritualgebet, die Verlesung Seines Buches, das Bittgebet und das Flehen um Vergebung geliebt habe.” Abbas ging zu den Leuten und kehrte von ihnen mit einem Abgesandten von Umar ibn Sad zurück, der von diesem folgendes ausrichtete: “Wir geben euch eine Frist bis morgen. Wenn ihr euch ergebt, werden wir euch zu unserem Gouverneur Ubaidullah ibn Ziyad schicken, und wenn ihr euch weigert, werden wir euch nicht (länger) in Ruhe lassen,.” und dann ging er fort.

Gegen Abend versammelte Imam Hussain (Friede sei mit ihm) seine Getreuen. Ali ibn Al-Hussain, Imam Zain-Al-Abidin (Friede sei mit ihm), berichtete: Ich ging nahe an ihn heran, um zu hören, was er ihnen sagen wollte, (obwohl) ich zu der Zeit krank war. Ich hörte meinen Vater zu seinen Getreuen sagen: “Ich verherrliche Allah mit der schönsten Verherrlichung, und ich lobpreise Ihn in Freude und Leid. Oh Allah, ich lobpreise dich, da Du uns mit dem Prophetentum gesegnet, uns den Koran gelehrt und uns die Religion verständlich gemacht hast. Du hast uns Gehör, Einsicht und Herzen gegeben, und Du hast uns zu den Dankbaren gemacht. Ich kenne keine treueren und besseren Getreuen als meine Getreuen, und keine frömmere und in besserem Zusammenhalt festgefügte Familie (Ahl-Al-Bait) als meine Ahl-Al-Bait. Möge Allah euch von mir reichlich belohnen. Denn wahrlich, ich glaube, dass dies der letzte Tag ist, (der uns noch) von jenen (Leuten vergönnt) ist. Ich gestatte euch nun, mich zu verlassen. Ich erteile euch (hiermit) die Lossprechung (von eurem Schwur, mir zu folgen), und ihr habt mir gegenüber keine Verpflichtung mehr. Diese Nacht bedeckt euch, so nehmt sie als ein Kamel (d.h. reitet im Schutze ihrer Dunkelheit fort).”

Seine Brüder, Söhne, die Söhne seines Bruders und die Söhne Abd-Allah ibn Dschafars sagten: “Warum sollen wir das tun?! Damit wir nach dir weiterleben?! Allah möge uns so etwas nicht erleben lassen.” Abbas ibn Ali (Allahs Wohlgefallen auf ihm) war der erste von ihnen, der mit dieser Äußerung begann, und die ganze Gruppe folgte ihm und gab die gleiche Erklärung ab. “Söhne (Muslim ibn) Aqils” sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “es genügt für euch, dass Muslim (Allahs Wohlgefallen auf ihm) ermordet wurde. So gehet denn, denn ich habe es euch erlaubt.” - “Gepriesen sei Allah” sagten sie, “und was würden die Leute sagen?! Sie würden sagen, dass wir unseren Scheich, unseren Herrn die Söhne unseres lieben Onkels, welcher der beste der Onkel war; dass wir nicht an ihrer Seite Pfeile abgeschossen haben; dass wir nicht an ihrer Seite (den Feind) mit Lanzen durchbohrt haben; dass wir nicht an ihrer Seite das Schwert geführt haben. Dann wüßten wir nicht, was sie getan haben. Nein, bei Allah, wir werden das nicht tun, sondern wir werden vielmehr unser Leben, unser Eigentum und unsere Familien für dich opfern. Wir werden mit dir kämpfen, bis wir deine Bestimmung erreichen, und möge Allah das Leben nach dir (für uns) verabscheuungswürdig machen.”

Da erhob sich Muslim ibn Ausaja. “Wie könnten wir dich allein lassen” sagte er, “und wie können wir uns bei Allah entschuldigen im Hinblick auf die Aufführung unserer Pflicht gegen dich?! Bei Allah, ich werde mit meiner Lanze in ihre Brust stechen, und sie mit meinem Schwert schlagen, so lange sein Griff in meiner Hand ist. Selbst wenn ich keine Waffe (mehr) habe, um damit zu kämpfen, dann werde ich Steine gegen sie schleudern. Bei Allah, wir werden dich niemals verlassen, bis Allah weiß, dass wir durch dich (die Gesellschaft des) Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) in seiner Abwesenheit bewahrt haben. Bei Allah, wenn ich wüsste, dass ich getötet und dann wiederbelebt werden würde, dann verbrannt, dann wieder zum Leben erweckt und dann zerschmettert werden würde, und das mit mir siebzig Mal gemacht werden würde, ich würde mich (dennoch) nicht von dir trennen, bis mich der Tod ereilt anstatt dich. Wie könnte ich es dann nicht tun (für Imam Hussain (Friede sei mit ihm) kämpfen), da es doch nur eine Tötung geben wird, und die dann so eine Ehrung ist, die niemals abgelehnt werden kann?”

Zuhair ibn Al-Qain (Allahs Wohlgefallen auf ihm) stand auf und sagte: “Bei Allah, ich würde es vorziehen, dass ich getötet werde, dann wieder zum Leben erweckt, dann wieder ermordet, bis ich auf diese Art tausend Mal getötet werde, und dass Allah, Der Erhabene, deine Ermordung auf diese Weise verhindern würde und die dieser jungen Männer aus deiner Familie.” Und so sprachen alle seiner Getreuen auf ähnliche einhellige Weise, einer nach dem anderen. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) bat (bei Allah) darum, sie auf das Beste zu belohnen und zog sich in sein Zelt zurück.

Ali ibn Al-Hussain (Friede sei mit ihm) berichtete weiter:

Ich saß an jenem Abend (vor dem Morgen des Tages), an dem mein Vater ermordet wurde, und bei mir war meine Tante Zainab, die mich pflegte, als mein Vater sich in sein Zelt zurückzog. Dschuwain, der Gefolgsmann von Abu Dharr Al-Ghaffari (Allahs Wohlgefallen auf ihm), war bei ihm, der dabei war, sein Schwert vorzubereiten und herzurichten. Mein Vater sagte: “Zeit, Schande auf dich als ein Freund! Wie viele von deinen Morgendämmerungen und Sonnenuntergängen gibt es, wie oft wird ein Gefährte oder ein Suchender zum Leichnam. Die Zeit wird durch keinen Ersatz zufriedengestellt werden. Die Sache liegt bei Dem Mächtigen, und jede lebende Kreatur wird meine Reise antreten.”

Er wiederholte das zwei- oder dreimal. Ich verstand es und wurde mir bewusst, was er (sagen) wollte. Tränen erstickten mich, und ich drängte sie zurück. Ich bewahrte das Schweigen, und ich wusste, dass Unheil über uns gekommen war. Meine Tante hatte (auch) das gehört, was ich gehört hatte, doch sie war eine Frau, und Sanftheit und Trauer gehört zu den Charaktereigenschaften der Frauen. Sie konnte sich nicht beherrschen, und sie sprang auf und begann, ihre Kleider zu zerreißen. Sie seufzte und ging zu ihm: “Dann werde ich (meinen Bruder) verlieren! Würde mich doch der Tod des Lebens heute berauben, denn meine Mutter Fatima (Friede sei mit ihm) ist gestorben, mein Vater Ali (Friede sei mit ihm) und mein Bruder Hassan (Friede sei mit ihm), der vorhergehende Kalif.” Imam Hussain (Friede sei mit ihm) schaute sie an und sagte zu ihr: “Meine liebe Schwester, lasse den Satan nicht dir deinen Langmut nehmen” und seine Augen waren voller Tränen. Er sagte: “Wenn die Flughühner nachts alleingelassen werden, sie werden schlafen” d.h. die Natur wird ihren Lauf nehmen. “Wehe!;” rief sie, “dein Leben wird dir auf widrige Art entrissen werden, und das ist verletzender für mein Herz und härter für meine Seele!” Dann schlug sie sich ins Gesicht, ergriff den Saum ihres Gewandes und begann, es zu zerreißen. Dann fiel sie in Ohnmacht.

Imam Hussain (Friede sei mit ihm) stand auf und goss Wasser über ihr Gesicht und sagte zu ihr: “Meine Schwester, fürchte Allah und suche bei Allah Trost. Wisse, dass die Erdenbewohner sterben werden, und (auch) die Bewohner des Himmels werden nicht ewig bleiben. (Wisse auch,) dass alles der Zerstörung anheimfallen wird, außer dem Antlitz Allahs, Der die Schöpfung durch Seine Macht geschaffen hat. Er sendet die Geschöpfe, dann lässt Er sie zurückkehren, Er ist einzigartig und allein. Mein Vater war besser als ich, meine Mutter war besser als ich, mein Bruder war besser als ich. Für mich und jeden Muslim ist der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) ein ideales Vorbild.” Und er tröstete sie auf diese Weise und sagte: “Meine liebe Schwester, ich schwöre dir - und ich halte immer meine Eide - dass du nicht deine Kleider meinetwegen zerreißen, noch dein Gesicht zerkratzen, noch in Wehgeschrei für mich ausbrechen wirst, wenn ich vernichtet werde.” Dann ging er zu ihr und ließ sie neben mir Platz nehmen. Dann ging er hinaus zu seinen Gefährten und befahl ihnen, ihre Zelte näher zueinander aufzustellen, so dass die Zeltstricke eines Zeltes jeweils einer in dem Bereich des anderen Zeltes waren, so dass wenn sie zwischen den Zelten waren, die Feinde sich nur ihnen von einer Seite nähern konnten, da hinter ihnen sowie rechts und links von ihnen sich Zelte befanden. So würden (die Zelte) sie komplett umringen, außer von der Seite, von der ihr Feind kommen würde.

Imam Hussain (Friede sei mit ihm) ging zu seinem Standort zurück und verbrachte die ganze Nacht mit Gebet, Erbitten von Allahs Vergebung und demütigen Bittgebeten. Auch seine Gefährten verbrachten (die Nacht) genauso in Ritual- und Bittgebeten sowie im Erbitten von Vergebung (Allahs).

Al-Dhahhak ibn Abd-Allah berichtete:

Eine Reitertruppe von Ibn Sad passierte uns, wobei sie uns beobachteten, und Imam Hussain rezitierte (folgenden Vers): Und die Ungläubigen sollen nicht wähnen, dass es zu ihrem Heil ist, wenn Wir ihnen Aufschub gewähren; dass Wir ihnen Aufschub gewähren, führt nur dazu, dass sie in Sünden wachsen; und ihnen wird eine erniedrigender Strafe. Allah hätte die Gläubigen nicht in der Lage belassen wollen, in der ihr euch befindet, bis Er die Schlechten von den Guten gesondert hatte.

Ein Mann von jenen Reitern namens Abd-Allah ibn Samir hörte das, und er war (ein Mann), der viel lachte; er war ein kühner Reiter, ein Meuchelmörder, und er war angesehen. Er sagte: “Beim Herrn der Kaaba, wir sind die Guten, wir haben uns von euch gesondert.” - “Du Sünder!” schrie Burair ibn Hudair, “zählt Allah (etwa) dich unter die Guten?” - “Wehe dir” erwiderte er (Abd-Allah ibn Samir), “wer bist du?” - “Ich bin Burair ibn Hudair” war die Antwort, und sie beschimpften sich gegenseitig.

Am Morgen mobilisierte Imam Hussain ibn Ali (Friede sei mit ihm) seine Getreuen nach dem Morgengebet. Er hatte zweiunddreißig Berittene und vierzig vom Fußvolk bei sich Er gab Zuhair ibn Al-Qain (das Kommando) über den rechten Flügel seiner Gefährten, und Habib ibn Mazahir gab er das über ihren linken Flügel. Das Banner gab er seinem Bruder Abbas. Sie positionierten sich so, dass die Zelte hinter ihnen waren. Er befahl, dass das Holz und das Reisig, das hinter den Zelten lag, in einen Graben geworfen, der dort ausgehoben worden war, und angezündet werden sollte, denn sie fürchteten, dass sie (die Feinde) von hinten kommen würden.

Am Morgen jenes Tages, am Freitag, manche sagen auch, am Samstag - mobilisierte Umar ibn Sad seine Gefährten. Er ging mit den (Männern), die bei ihm waren, auf Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zu, und Amr ibn Al-Hadschadsch hatte das Kommando über den rechten Flügel, und Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan das über den linken und Urwa ibn Qais kommandierte die Kavallerie. Das Kommando über das Fußvolk hatte Schabath ibn Ribi inne. Das Banner gab er seinem Gefolgsmann Duraid.

Von Ali ibn Al-Hussain Imam Zain-Al-Abidin (Friede sei mit ihm) wird überliefert:

Als die Kavallerie sich Imam Hussain (Friede sei mit ihm) näherte, erhob er seine Hände und sprach: “Oh Allah, Du bist mein Vertrauen in jeder Drangsal, und meine Hoffnung in jeder Härte. Du bist mein Vertrauen und meine Ausrüstung in allem, was mir zustößt, (egal) wie sehr das Herz dadurch schwach zu werden scheint und die List (des Feindes) (meine Hoffnung scheinbar) vermindert, der Freund mich anscheinend verläßt, und der Feind zu frohlockt. Es kommt durch Dich über mich, und wenn ich mich darüber bei Dir beklage, so ist es (nur) aus meinem Verlangen nach Dir, Dir allein. Du hast mir Erleichterung verschafft und hast mir (seine Bedeutung) offengelegt. Du bist der Herr aller Wohltaten, der Besitzer jeglicher Schönheit, und das Endgültige Ziel jeglicher Sehnsucht.”

Er (Imam Zain-Al-Abidin) berichtete (weiter):

Die Leute (von Umar ibn Sad) begannen, das Zelt Imam Hussains (Friede sei mit ihm) zu umringen, und sie sahen den Graben hinter ihnen und das Feuer, welches das Holz und das Reisig verbrannte, das dort hinein geworfen worden war. Da rief Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan (möge Allah ihn verfluchen) mit lautester Stimme: “Hussain, eilst du zu dem Feuer (der Hölle) noch vor dem Tage der Auferstehung?” - “Wer ist das?” fragte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “es klingt wie Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan.” - “Ja” antworteten sie, und er sagte: “Sohn einer Ziegenhirtin, es ist angebrachter, dass du dort eingehst.” Muslim ibn Ausaja schickte sich an, einen Pfeil auf ihn zu schießen, doch Imam Hussain (Friede sei mit ihm) hinderte ihn daran und sagte: “Lass mich auf ihn schießen, denn er ist ein Sünder und einer von den größten Tyrannen, und nun hat Allah es ermöglicht ihn (zu töten).” - “Schieße nicht auf ihn” sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “denn ich es widerstrebt mir, (den Kampf) gegen sie zu beginnen.”

Dann rief Imam Hussain (Friede sei mit ihm) nach seinem Pferd, stieg auf und rief mit lautester Stimme: “Ihr Leute des Irak” - und die meisten begannen, ihm Gehör zu schenken - “hört zu, was ich euch zu sagen habe, und habt keine Eile (mich anzugreifen), damit ich euch wegen meiner Rechte über euch ermahne, so dass ich mich bei euch (von jeglicher Schuld) befreie (indem ich euch die Wahrheit sage). Wenn ihr mir Gerechtigkeit gewährt, dann werdet ihr dadurch glücklicher werden. Wenn ihr mir aber keine Gerechtigkeit gewährt, von euch (als Einzelpersonen), dann einigt euch über eure Angelegenheit, lasst eure Sache nicht in Sorge sein. Dann führt gegen mich aus (was ihr vorhabt) und säumt nicht. - Mein Beschützer ist Allah, Der das Buch herabgesandt hat. Und Er beschützt die Rechtschaffenen. Dann pries und verherrlichter er Allah und gedachte Ihm, wie es Ihm geziemt. Er bat um Segen für den Propheten (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) [salawat], und für die Engel Allahs und Seine (anderen) Propheten. Man hörte niemals vor - oder nach ihm jemanden, der rhetorisch gewandter war als er. Dann sagte er: “Verfolgt meine Ahnenreihe zurück und seht, wer ich bin. Dann schaut wieder auf euch und tadelt euch selbst. Überlegt, ob es gut für euch ist, mich zu töten und die Ehre meiner weiblichen Familienmitglieder zu vergewaltigen? Bin ich nicht der Sohn der Tochter eures Propheten, der Sohn seines Testamentsvollstreckers und seines Vetters, des ersten Gläubigen, der den Gesandten Allahs in dem bestätigte, was er von seinem Herrn brachte? War nicht Hamza, der Herr der Märtyrer, mein Onkel? War denn nicht Dschafar Al-Tayyar (“der Fliegende”), der in den Himmel mir zwei Flügeln fliegt, mein Onkel? Sind nicht die Worte des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) zu euch gedrungen über mich und meinen Bruder: “Diese beiden sind die Herren der jungen Männern im Paradies.”?! Ob ihr nun glaubt, was ich sage - und es ist die Wahrheit- denn bei Allah, ich habe nie eine Lüge geäußert, seit ich gelernt hatte, dass Allah diejenigen hasst, die solches tun, oder ob ihr mich als einen Lügner seht, dann sind unter euch solche, die wenn ihr sie fragen würdet, euch (es) sagen würden: Fragt Dschabir ibn Abd-Allah Al-Ansari, Abu Said Al-Khudri, Sahl ibn Sad Al-Saidi, Zayd ibn Arqam und Anas ibn Malik, sie würden euch sagen, dass sie diese Worte von Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) über mich und meinen Bruder gehört haben. Ist das nicht genug (euch daran zu hindern), mein Blut zu vergießen?!”

“Wenn ich recht verstehe, was er sagt” unterbrach Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan, “dann diene ich Allah nur am Rande.” - “Bei Allah” erwiderte Habib ibn Mazahir, “ich sehe, dass du Allah (nur) am äußersten Rande dienst, und ich bezeuge, dass du das richtig siehst. Du verstehst nicht, was er sagt, denn Allah hat dein Herz (mit Verstocktheit) geprägt.” - “Wenn ihr darüber in Zweifel seid, dann zweifelt ihr darüber, dass ich der Sohn der Tochter eures Propheten bin. Bei Allah, unter euch und unter anderen (Völkern) zwischen Osten und Westen ist kein Sohn eines Propheten außer mir. Wehe euch! Fordert ihr (Rache) für einen Toten von euch, den ich getötet habe, oder für Eigentum, das ich (unrechtmäßig) durchgebracht habe, oder Vergeltung für eine Verletzung (die ich zugefügt habe)?”

Niemand antwortete.

Er rief: “Schabath ibn Ribi, Hadschar ibn Abdschar, Qais ibn Al-Aschath, Yazid ibn Al-Harith, habt ihr mir nicht geschrieben: 'Die Frucht ist gereift, die Datteln sind grün geworden, komm zu einer Armee, die für dich aufgestellt worden ist'?!” - “Wir wissen nicht, wovon du sprichst” antwortete Qais ibn Al-Aschath, “vielmehr solltest du dich der Herrschaft der Söhne deines Onkels beugen (Bani Umayya). Sie werden dir nur erweisen, was dir gefällt.” - “Nein, bei Allah” sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “ich werde ihm nicht die Hand reichen wie ein Gedemütigter, noch werde ich wie ein (entflohener) Sklave fliehen.” Dann rief er aus:

“Und ich nehme meine Zuflucht zu meinem Herrn und eurem Herrn, auf dass ihr mich nicht steinigt Ich nehme meine Zuflucht bei meinem Herrn und eurem Herrn vor jedem Hoffärtigen, der nicht an den Tag der Abrechnung glaubt.

Dann ließ er sein Pferd niederknien und befahl Uqba ibn Siman, es anzubinden. Sie (die Kufiten) begannen, auf ihn (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) zuzurücken. Als Al-Hurr ibn Yazid sah, dass die Leute fest entschlossen waren, Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zu bekämpfen, sagte er zu Umar ibn Sad: “Umar, willst du diesen Mann bekämpfen?” Dieser antwortete: “Ja, bei Allah, es wird eine (schreckliche) Schlacht werden, bei der leicht Köpfe rollen und (abgeschnittene) Hände umherfliegen werden” - “Könnt ihr nicht damit einverstanden sein, was er euch unterbreitet hat?” fragte Al-Hurr. “Wenn ich zu entscheiden hätte” erwiderte Umar, “dann würde ich es tun (d.h. auf Imam Hussains Angebot eingehen), aber dein Gouverneur verweigerte (jede Alternative).”

Al-Hurr ging und blieb entfernt von den Leuten stehen. Bei ihm war ein Mann von seinem Stamm namens Qurra ibn Qais. “Qurra” sagte er zu ihm, “hast du deinem Pferd heute Wasser gegeben?” - “Nein” antwortete dieser. “Willst du es nicht tränken?” fragte er (Al-Hurr). Qurra erzählte (später):

“Bei Allah, ich nahm an, dass er (Al-Hurr) sich von der Schlacht zurückziehen wollte, um sie nicht mitzuerleben, und dass er nicht wollte, dass ich ihn dabei sehe (bei seinem Rückzug). So sagte ich zu ihm: “Ich habe es noch nicht getränkt, ich wollte es gerade tun.” Er entfernte sich von dem Platz, an dem er stand, und, bei Allah, wenn er mit mitgeteilt hätte, was er tun wollte, wäre ich mit ihm zu Imam Hussain ibn Ali (Friede sei mit ihm) gegangen. Er begann, sich Stück für Stück Imam Hussain (Friede sei mit ihm) anzunähern. “Was willst du, Ibn Yazid” fragte ihn Al-Muhadschir ibn Aus, “willst du angreifen?” doch er (Al-Hurr) antwortete nicht. Etwas wie ein Zittern überkam ihn, und Muhadschir sagte zu ihm: “Dein Benehmen ist verdächtig, Bei Allah, ich habe dich noch niemals in so einer Haltung gesehen. Wenn man mich fragen würde, wer der tapferste Kufit ist, würde ich unausweichlich dich nennen. Was bedeutet das, was ich bei dir (heute) sehe?!” - “Bei Allah” erwiderte Al-Hurr, “ich lasse meine Seele zwischen dem Paradiese und dem Feuer wählen. Und, bei Allah, ich werde nichts dem Paradiese vorziehen, sollte ich auch zerstückelt und verbrannt werden.” Dann trieb er sein Pferd an und schloss sich Imam Hussain (Friede sei mit ihm) an. “Möge ich dein Opfer sein, Sohn des Gesandten Allahs” sagte er zu ihm, “ich bin dein Gefährte, der dich von der Rückkehr abgeschnitten hat, ich verfolgte dich den Weg entlang und zwang dich an diesem (schrecklichen) Ort, anzuhalten. Ich hätte nicht gedacht, dass die Leute dein Angebot ablehnen und zu so einer Einstellung gegen dich kommen würden (die sie jetzt haben). Bei Allah, wenn ich gewusst hätte, dass sie das, wobei ich sie (nun) sehe, (tatsächlich) auch bis zum Ende durchziehen würden, hätte ich dich nicht verfolgt, wie ich es getan habe. Ich bereue bei Allah, Dem Erhabenen, was ich getan habe. Wirst du meine Reue annehmen?” - “Ja” erwiderte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “Allah wird Sich (in Gnade) zu dir wenden, so steige denn ab.” - “Ich werde der beste berittene Kämpfer für dich sein” sagte er (Al-Hurr), “und (wenn ich zu Fuß bin, der beste) Kämpfer zu Fuß. Ich werde sie jetzt auf meinem Ross bekämpfen, und zu Fuß bis zum bitteren Ende.” - “Tue das” erwiderte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “Allah möge dir darin Gnade erweisen, was er dir bestimmt hat.” Er (Al-Hurr) trat vor, bis er vor Imam Hussain (Friede sei mit ihm) stand. Dann rezitierte ein Mann der Anhänger Imam Hussains (Friede sei mit ihm) (folgendes Gedicht): “Wie gut ist doch Hurr, der Hurr der Banu Riah, und er ist (auch) Hurr (= arabisch: “frei”) bei den gegnerischen Speeren. Wie gut ist Hurr, wenn Hussain (zum Kampf) ruft, und er ist freigiebig mit seinem eigenen Leben am Morgen.”

Dann sagte er (Al-Hurr (Allahs Wohlgefallen auf ihm)):

“Ihr Leute Kufas! Eure Mütter werden ihre Söhne verlieren, und (ihre) Tränen (werden fließen). Habt ihr diesen rechtschaffenen Diener (Allahs) gerufen, und ihn (dann), als er zu euch kam, (an den Feind) ausgeliefert? Habt ihr behauptet, dass ihr mit eurem Leben für ihn kämpfen würdet, und habt ihn dann angegriffen, um ihn zu töten? Ihr habt Hand an sein Leben gelegt, ihr habt seine Kehle gepackt, ihr habt ihn von allen Seiten umzingelt, um ihn daran zu hindern, zu Allahs weiter Erde (d.h. Hedschaz) zu gehen. Er ist wie ein Gefangener in eure Hände gefallen, so dass er nichts mehr tun konnte, (um sich zu verteidigen). Ihr habt ihn, seine Frauen, seine Kinder und seine Familie vom Wasser des Euphrat abgeschnitten und sie nicht trinken lassen, (von dem Wasser,) dass die Juden, Christen und Magier trinken, und welches die Schweine und Hunde des Sawad saufen. Hier sind diese (Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und seine Familie), die der Durst niederschlägt. Wie böse doch habt ihr die Nachkommen Mohammeds (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) bedroht, und Allah wird euch am Tage des Großen Durstes (d.h. am Tage der Auferstehung) kein Wasser geben.” Einige aus dem Fußvolk griffen ihn an, indem sie Pfeile auf ihn schossen. Er trat vor, bis er vor Imam Hussain (Friede sei mit ihm) stand. “Duraid!” rief Umar ibn Sad, “bringe dein Banner (zu uns)!”. Dieser tat es. Er (Umar) spannte den Bogen, hielt einen Pfeil davor und schoss ihn ab. “ihr seid Zeugen” sagte er, “dass ich der Erste war, der schoss.” Dann begannen die Leute gegeneinander (Pfeile) zu schießen und traten gegeneinander zum Einzelduell an. Yasar, der Gefolgsmann von Ziyad ibn Abu Sufjan, trat vor, und Abd-Allah ibn Umair (Al-Kalbi) (aus Imam Hussains Reihen) trat gegen ihn an. “Wer bist du?” fragte Yasar, und er (Ibn Kalbi) nannte ihm seine Abstammung. “Ich kenne dich nicht” sagte Yasar, “Zuhair ibn Al-Qain soll gegen mich antreten oder Habib ibn Mazahir.” - “Sohn einer Prostituierten” sagte Abd-Allah ibn Umair zu ihm, “du wolltest gegen einen der Leute antretet” Dann traf er ihn hart mit seinem Schwert, bis er still war. Während er damit beschäftigt war, ihn (Yasar) zu treffen, Griff ihn Salim an, der Gefolgsmann von Ubaidullah ibn Ziyad. Und sie (die Anhänger Imam Hussains (Friede sei mit ihm) schrien: “der (andere) Diener ist nahe dran an dir!” Er bemerkte (ihn) nicht, bis er über ihn (herfiel). Er (Salim) versetzte ihm plötzlich einen (Schwert-) Hieb, und Ibn Umair wehrte ihn mit der linken Hand ab, und dabei wurden die Finger der Hand abgetrennt. Dann griff er Salim (mit dem Schwert) an und tötete ihn. Als er alle beide getötet hatte, trat er vor und rezitierte (folgendes) Gedicht: “Wenn ihr mich nicht kennt, ich bin Ibn Kalbi, ich bin ein Mann von Bitterkeit und mit scharfem Schwert, und ich werde nicht schwach (im Angesichte) des Unheils.” Amr ibn Hadschadsch, mit den Kufiten unter seinem Kommando, ritt eine Attacke gegen den rechten Flügel. Als sie auf Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zurückten, knieten sie vor ihm nieder und richteten ihre Speere gegen sie. Die Pferde (der Angreifer) kamen nicht gegen die Lanzen an und begannen, sich zur Flucht herumzuwerfen, und die Anhänger Imam Hussains (Friede sei mit ihm) schossen Pfeile auf sie (die Feinde), wobei sie einige töteten und andere verletzten.

Ein Mann von den Banu Tamim namens Abd-Allah ibn Hawza näherte sich dem Lager Imam Hussains (Friede sei mit ihm), und die Leute (Imam Hussains (Friede sei mit ihm)) riefen: “Wohin gehst du, möge deine Mutter deiner beraubt werden?” - “Ich gehe zu einem barmherzigen und Herrn, und einem Fürsprecher, dessen Wort gehört wird, (d.h. dem Propheten)” erwiderte er. “Wer ist das?” fragte Imam Hussain (Friede sei mit ihm) seine Gefährten. “Das ist Ibn Hawza” war die Antwort. “O Allah” rief Imam Hussain (Friede sei mit ihm), treibe ihn ins Feuer! “Sein Pferd geriet mit ihm in seinem Lauf in Panik, und er stürzte, und sein linker Fuß blieb in dem Steigbügel hängen, und sein rechter war frei. Muslim ibn Ausaja griff ihn an und schlug ihm seinem rechten Fuß ab. Das Pferd galoppierte mit ihm (ihn hinter sich herschleifend) davon, und sein Kopf stieß an jeden Stein und jeden Baum, bis er starb und Allah seine Seele eilends ins Feuer beförderte.

Noch mehr Kämpfe brachen aus, und eine Menge wurde getötet. Al-Hurr ibn Yazid griff die Gefährten Umar ibn Sads an, dabei rezitierte er die Worte von Antara: “Ich werde immer wieder Hiebe gegen sein Gesicht und seine Brust versetzen, bis sie (die Brust) mit Blut bekleidet ist.” Yazid ibn Sufjan von den Banu Al-Harith (von den Tamim) kam auf ihn zu. Bald tötete ihn Al-Hurr. (In der Zwischenzeit) Kam Nafi' ibn Hilal trat vor und erklärte: “Ich bin der Sohn Hilals. Ich glaube an die Religion Alis.” Muzahim ibn Huraith ging auf ihn los und schrie: “Ich folge der Religion von Uthman!” - “Nein, du folgst der Religion Satans” antwortete Nafi' und griff ihn an und tötete ihn.

“Ihr dummen Männer” rief Amr ibn Al-Hadschadsch seinen Leuten zu, “versteht ihr denn nicht, wen ihr da bekämpft? Diese Reiter aus der Stadt sind Leute, die den Tod suchen, so lasst niemanden von euch im Einzelkampf gegen sie antreten. Sie sind nur wenige, und die Zeit ist gegen sie. Vielleicht könnt ihr sie schon durch Steinewerfen töten.” - “Das ist eine wahre Aussage” sagte Umar ibn Sad zu ihm. Er ließ den Kommandeuren ausrichten, dass niemand von ihren Männern in einen Einzelkampf gehen sollte.

Amr ibn Al-Hadschadsch ritt eine Attacke gegen Imam Hussain (Friede sei mit ihm) vom Euphrat aus. Sie kämpften eine Zeit lang erbittert. Muslim ibn Ausaja (Allahs Wohlgefallen auf ihm) wurde niedergeschlagen, und Amr und seine Leute zogen sich zurück. Als der Staub sich gelegt hatte, fanden sie (die Anhänger Imam Hussains (Friede sei mit ihm)) ihn (auf der Erde) ausgestreckt, und er lag im Sterben. Als Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zu ihm hin ging, war er dem Tode nahe. “Muslim” sagte Imam Hussain (Friede sei mit ihm), “möge Allah barmherzig mit dir sein. (dann rezitierte er folgenden Vers): Es sind welche unter ihnen, die ihr Gelübde erfüllt haben, und welche, die noch warten, und sie haben nichts verändert. Habib ibn Al-Mazahir kam heran und sagte: “Muslim, dein Tod ist für mich schwer zu ertragen, doch ich bringe dir die frohen Botschaft des Himmels (wohin du gehen wirst).” - “Möge Allah dir auch die frohe Botschaft bringen” erwiderte Muslim mit schwacher Stimme.” (Habib antwortete): “Selbst wenn ich wüßte, dass ich dir in diesen Moment folgen werde, würde ich gern alle deine Angelegenheiten ausführen.”

Dann kamen die (feindlichen) Leute auf Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zu (um ihn anzugreifen). Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan attackierte mit seinen linken Flügel (Imam Hussains (Friede sei mit ihm)) linken Flügel, aber sie blieben gegen sie standhaft und wehrten sie ab (mit ihren Speeren). Imam Hussain und seine Anhänger wurden von allen Seiten angegriffen, aber diese kämpften hart. Dann begann ihre Kavallerie den Angriff, und obwohl sie nur zweiunddreißig Reiter waren, griffen sie keine Seite der kufitischen Kavallerie an, ohne sie in die Flucht zu schlagen. Als Urwa ibn Qais das sah - er war der Befehlshaber über die kufitische Kavallerie - schickte er (folgende) Notiz an Umar ibn Sad: “Siehst du nicht, was meine Kavallerie von dieser geringen Anzahl (von Männern) einstecken muss? Schicke die Fußtruppen und die Bogenschützen gegen sie.” Er (Umar ibn Sad) schickte die Bogenschützen gegen ihn los. Das Pferd Al-Hurrs ibn Yazid wurde lahmgeschossen. Er stieg ab und rief: “Ihr habt zwar mein Pferd lahmgeschossen, doch ich bin der Sohn der Freiheit und ich bin mutiger als ein Löwe.” Er schlug mit seinem Schwert gegen sie, aber eine große Anzahl (Soldaten) griff ihn an. Ayyub ibn Musarrih und ein anderer der kufitischen Reiter waren an seiner Ermordung beteiligt.

Die Anhänger Imam Hussains (Friede sei mit ihm) kämpften weiterhin tapfer gegen den Feind, bis es Mittag wurde. Als Al-Hussain ibn Numair, der Kommandeur der Bogenschützen, die Standhaftigkeit von Imam Hussains (Friede sei mit ihm) Anhängern sah, rückte er mit fünfhundert Bogenschützen gegen sie vor und sie beschossen die Gefährten Imam Hussains (Friede sei mit ihm) mit Pfeilen. Sie schossen so lange auf sie, bis sie (die meisten) ihrer Pferde lahmgeschossen hatten und die meisten Männer verwundet hatten. Dann marschierten sie gegen sie, und eine erbitterte Schlacht wurde für einige Zeit ausgefochten. Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan griff sie (auch) mit seinen Anhängern an, jedoch Zuhair ibn Al-Qain und zehn Anhänger Imam Hussains (Friede sei mit ihm) konterten (den Angriff) und trieben sie von den Zelten weg. Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan griff sie wiederum an, doch (einige) seiner Männer waren getötet worden, und die restlichen hatten sich auf ihre Positionen zurückgezogen. (Die Anzahl) der Getöteten unter den Anhängern Imam Hussains (Friede sei mit ihm) war aufgrund ihrer geringen Zahl offensichtlich, während die derjenigen unter Umar ibn Sads Anhängern nicht so offenbar wurde, weil sie so viele waren. Die Schlacht ging unerbittlich und hitzig weiter. Die Anzahl der Getöteten und Verletzten unter den Anhängern Abu Abd-Allah Imam Hussains (Friede sei mit ihm) stieg an, bis die Sonne sich zu neigen begann (nach ihrem Mittagshöchststand). Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und seine Gefährten verrichteten das Notgebet.

Hanzala ibn Sad Al-Schibami erschien vor Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und rief: “Ihr Leute Kufas” (dann rezitierte er folgenden Vers:) “O mein Volk, ich fürchte für euch das gleiche, was den Verbündeten (widerfuhr). O mein Volk, ich fürchte für euch den Tag der gegenseitigen Hilferufe. O Leute, tötet Hussain nicht, denn Er (Allah) wird euch durch eine Strafe vernichten. Wer eine Lüge ersinnt, der wird eine Enttäuschung erleben”. Er trat vor und kämpfte, bis er Märtyrer wurde, möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen.

(Danach) erschien Schawdhab, der Gefolgsmann [mawla] von Schakir (und sagte): “Gegrüßt seist du, Abu Abd-Allah, und möge Allah Seine Gnade und Segnungen für dich anhäufen.” Er kämpfte, bis er Märtyrer wurde, möge Allah ihm barmherzig sein. Dann kam Abis ibn Schabib Al-Schakiri. Er grüßte Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und kämpfte, bis er den Märtyrertod fand. Imam Hussains (Friede sei mit ihm) Anhänger traten Mann für Mann vor, bis Imam Hussain (Friede sei mit ihm) nur noch seine Familienmitglieder geblieben waren.

Sein Sohn Ali ibn Al-Hussain (Friede sei mit ihm) war der nächste (der zum Kampf vortrat). Seine Mutter war Laila, die Tochter Abu Murras ibn Urwa ibn Mas'du Al-Thaqafi. Er war einer der gutaussehendsten Männer jener Zeit. An jenem Tage war er (erst) neunzehn Jahre alt. Er attackierte den Feind und rief: “Ich bin Ali ibn Al-Hussain Ibn Ali. Bei dem Hause Allahs, wir stehen dem Propheten am nächsten. Bei Allah, der Sohn einer schändlichen Frau wird uns nicht regieren. Ich werde mein Schwert für die Verteidigung meines Vaters führen.” Ich werde kämpfen mit dem Schwertschlag eines Haschemiten, eines Quraischiten.” Er wiederholte dies mehrmals, und die Kufiten hatten Angst, ihn zu töten. Dann erblickte ihn Murre ibn Munqidh Al-Abdi. Er sagte: “Mögen die Banden der Wüstenaraber über mich kommen, wenn er an mir vorbeigeht und das gleiche macht wie eben, und ich ihn dann nicht seiner Mutter wegnehme (d.h. ihn töte).” (Ali ibn Al-Hussain (Friede sei mit ihm)) Griff weiterhin den Feind an, wie er es (bereits) getan hatte, doch dann stürzte sich Murre ibn Munqidh auf ihn und stach ihn nieder. Er wurde niedergeschlagen, und die Feinde fielen über ihn her und stachen mit ihren Schwertern auf ihn ein. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) ging zu ihm hin, bis er über ihm stand, und sagte: “Möge Allah diejenigen töten, die dich getötet haben, mein Sohn. Wie schamlos sind sie gegen den Barmherzigen, indem sie die Heiligkeit der Familie des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm und seine Familie) schänden.” Seine Augen füllten sich mit Tränen, und er sagte: “Nach dir wird es nur noch Staub auf der Welt geben.”

Zainab, die Schwester Imam Hussains (Friede sei mit ihm) eilte herbei und schrie: “Mein Bruder, mein Neffe!” Sie kam und warf sich über (ihren toten Neffen). Imam Hussain (Friede sei mit ihm) hob ihren Kopf und führte sie zurück zu ihrem Zelt. Er sagte seinen jungen Männern: “Tragt euren Bruder zurück.” Sie trugen ihn fort und legten ihn vor das Zelt, vor dem sie gekämpft hatten. Dann schoss einer von Umar ibn Sads Männern namens Amr ibn Subaih einen Pfeil auf Abd-Allah ibn Muslim ibn Aqil. Abd-Allah versuchte, mit der Hand seine Stirn zu schützen. Der Pfeil durchbohrte seine Hand bis auf seine Stirn, und nagelte so die Hand daran fest. Er konnte sie nicht bewegen, als ein anderer Mann sich mit einer Lanze auf ihn stürzte, sie ihm ins Herz stieß und ihn (so) tötete.

Abd-Allah ibn Qutba Al-Tai griff Aun ibn Abd-Allah ibn Dschafar ibn Abi Talib an und tötete ihn. Amir ibn Naschhal Al-Tamimi griff Muhammad ibn Abd-Allah ibn Dschafar bin Abi Taliban und tötete ihn. Uthman ibn Khalid Al-Hamdani stürzte sich auf Abd-ar-Rahman ibn Aqil ibn Abi Talib und tötete ihn.

Humaid ibn Muslim berichtete:

Ich war unter unseren Leuten in dieser Situation (viele von den Gefährten Imam Hussains (Friede sei mit ihm) waren von der Armee Umar ibn Sads getötet worden), als ein junger Mann gegen uns marschierte. Sein Gesicht war jung wie der allererste Schein der neuen Mondsichel, und er trug ein Schwert. Er trug ein Hemd, ein Taillengewand [izar] und ein Paar Sandalen, eine davon hatte einen gerissenen Riemen. Umar ibn Sad ibn Nafail Al-Azdi sagte zu mir: “Ich werde ihn angreifen” und ich erwiderte: “Subhanallah (Gepriesen sei Allah)! Wozu willst du das tun? Lass ihn. Denn wenn nur einer von der Familie Hussains überleben wird, wird das ausreichen, um seinen Tod an dir zu rächen.” Doch er bestand darauf: “Bei Allah, ich werde ihn angreifen.” So rannte er ihm entgegen und kam nicht zurück, bis er seinen Kopf mit seinem Schwert getroffen und ihn gespalten hatte. Der junge Mann fiel auf sein Gesicht und schrie “Oh mein Onkel!”. Da griff Hussain an (mit der Wut) eines angreifenden Falken. Er ritt eine Attacke wie ein wütender Löwe und traf Umar ibn Sad ibn Nafail mit seinem Schwert. Jener versuchte, den Schlag mit seinem Arm abzuwehren, doch sein Arm wurde vom Ellenbogen abgeschnitten, und er stieß einen lauten (Schmerzens-) Schrei aus, der selbst im Lager noch vernommen werden konnte. Als Hussain (Friede sei mit ihm) von ihm abließ, griffen die kufitischen Reiter an, um ihn zu retten, doch sie trampelten ihn dabei (aus Versehen) mit den Hufen ihrer Pferde nieder, und der Staub legte sich.

Ich sah, wie Hussain (Friede sei mit ihm) bei dem Haupte des jungen Mannes stand und auf seine Füße schaute, und Imam Hussain (Friede sei mit ihm) sagte: “Mögen diejenigen, die deinen Tod verursacht haben, zugrunde gehen. Denn derjenige, der am Tage der Auferstehung für dich als ihr Gegner auftreten wird, wird dein Großvater sein (gemeint ist entweder Imam Ali (Friede sei mit ihm) oder sein Urgroßvater, der Prophet)” Dann fuhr er fort: “Bei Allah, es ist hart für deinen Onkel, dass du ihn gerufen hast, und er dir nicht helfen konnte, oder vielmehr half er dir, aber dein Hilferuf kam zu spät, als dass er dir noch helfen konnte. Denn, bei Allah, diejenigen, die seine Verwandten töten, sind viele, aber diejenigen, die ihm helfen, sind wenige.” Dann trug er ihn auf seinen Armen (fort). Es ist mir, als ob ich die Beine des jungen Mannes noch vor mir sehe, wie sie (Schleif-) Spuren in der Erde hinterlassen. Er nahm ihn und legte ihn zu seinem Sohn Ali ibn Al-Hussain (Friede sei mit ihm) und die anderen Mitglieder seiner Ahl-Al-Bait, die ermordet worden waren. Ich fragte nach dem Jungen, und man sagte mir, dass er Al-Qasim ibn Al-Hassan ibn Ali ibn Abi Talib (Friede sei mit ihm) sei.

Dann setzte sich Imam Hussain (Friede sei mit ihm) vor das Zelt. Er brachte seinen Sohn Abd-Allah bin Al-Hussain (Friede sei mit ihm), der noch ein Baby war, und setzte ihn auf seine Knie. Doch einer von den Banu Asad schoss einen Pfeil ab, der das Kind niedermetzelte. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) fing das Blut des Kindes mit seiner hohlen Hand auf. Als seine Hand sich mit Blut gefüllt hatte, goss er es auf die Erde und sprach: “O Herr, wenn es so sein sollte, dass Du die Hilfe des Himmels von uns ferngehalten hast, dann lasse es deshalb sein, weil (Deine Gründe) besser sind (als sofortige Hilfe). Räche Dich an diesen Leuten, die solche Unterdrücker sind.” Dann trug er das Kind weg und legte es zu den anderen Mitgliedern seiner Ahl-Al-Bait, welche getötet worden waren.

(Dann) schoss Abd-Allah ibn Uqba Al-Ghanawi einem Pfeil auf Abu Bakr ibn Al-Hassan ibn Ali (Friede sei mit ihm) und tötete ihn. Als Al-Abbas ibn Ali die Anzahl seiner Familienmitglieder sah, die getötet worden waren, sagte er zu seinen Brüdern mütterlicherseits - Abd-Allah, Dschafar und Uthman: “Meine Brüder durch meine Mutter, tretet an, so dass ich sehe, dass ihr Allah und Seinem Gesandten treu geblieben seid, denn ihr habt keine Kinder, (die ihr verteidigen müsstet).”

Abd-Allah (Allahs Wohlgefallen auf ihm) trat (zum Kampf) an und kämpfte tapfer. Er lieferte sich ein Schwertgefecht mit Hani ibn Schabib Al-Hadhrami, und Hani tötete ihn. Nach ihm trat Dschafar vor, und Hani tötete (auch) ihn. Khawali ibn Yazid Al-Asbahi (l., lanatullahi alaihi = möge Allah ihn verfluchen) kämpfte gegen Uthman, der den Platz seines Bruders eingenommen hatte. Er feuerte einen Pfeil auf ihn und streckte ihn damit nieder. Einer der Banu Darim griff ihn an (während er am Boden lag) und köpfte ihn.

Die Truppe (Umar ibn Sads) ritt dann einen Angriff gegen Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und schnitten ihn den Zugang zu seinem Lager ab. Sein Durst wurde brennend, und er machte sich auf den Weg zum Damm und versuchte, den Euphrat zu erreichen. Vor ihm war sein Bruder Abbas. Jedoch blockierte ihm die Kavallerie Umar ibn Sads (l.) den Weg. Unter ihnen war ein Mann der Banu Darim, dieser sagte zu der Kavallerie: “Wehe euch! Hindert ihn daran, den Euphrat zu erreichen, lasst ihn kein Wasser trinken!” Dann rief Imam Hussain (Friede sei mit ihm): “O Allah, ich bin durstig!” Der Darimi wurde ärgerlich und schoss einen Pfeil auf ihn ab, welcher in seiner Kehle steckenblieb. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zog den Pfeil heraus und hielt seine Hand unter seine Kehle. Seine Handflächen füllten sich mit Blut, das er wegschüttete. Dann sagte er: “O Allah, ich klage zu Dir über das, was mit dem Sohn der Tochter Deines Propheten geschieht.” Dann kehrte er auf seine Position zurück, während sein Durst (noch) schlimmer geworden war.

Währenddessen hatten die feindlichen Truppen Al-Abbas umzingelt und ihn von Imam Hussain (Friede sei mit ihm) abgeschnitten. Er griff sie alleine an, bis er getötet wurde, möge Allah Sich seiner erbarmen. Die beiden, die an seiner Ermordung beteiligt waren, waren Zayd ibn Warqa Al-Hanafi und Hakim ibn Al-Tufail Al-Schabsi, nachdem er mit Wunden bedeckt war und sich nicht mehr bewegen konnte.

Als Imam Hussain(Friede sei mit ihm) vom Damm zu seinen Zelten zurückkehrte, kam Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan mit einer Gruppe seiner Anhänger auf ihn zu und umzingelte ihn. Der Flinkeste von ihnen war ein Mann namens Malik ibn Al-Nusair Al-Kindi. Er beschimpfte Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und schlug ihm mit seinem Schwert auf den Kopf. (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) trug eine Kappe. Das Schwert durchschnitt diese (Kappe) bis auf seinen Kopf und fügte ihm eine blutende Wunde zu. Die Kappe füllte sich mit Blut. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) sagte zu ihm: “Mögest du niemals mit deiner rechten Hand essen oder trinken. Möge Allah dich (am Tage der Auferstehung) mit den Sündern versammeln.” Dann warf er die Kappe fort und rief nach einer anderen, setzte sie auf und wickelte sie um (den Kopf) wie einen Turban.

Schimr ibn Dhi Al- Dschawschan und diejenigen, die bei ihm waren, hatten sich von ihren (früheren) Positionen zurückgezogen. Nach einer kurzen Weile kamen sie wieder gegen ihn und umzingelten ihn. Abd-Allah ibn Al-Hassan ibn Ali (Friede sei mit ihm) trat ihnen entgegen, er war erst ein Junge, der noch nicht alt genug war, dass er die Frauen verlassen musste. Er rannte nach vorne, bis er neben seinem Onkel Imam Hussain (Friede sei mit ihm) stand. Dann kam Zainab, die Tochter Alis (Friede sei mit ihm), hinter ihm her, um ihn zurückzuhalten, und (auch) Imam Hussain (Friede sei mit ihm) sagte ihr, dass sie ihn aufhalten sollte. Jedoch er (Abd-Allah) weigerte sich (von ihr Kenntnis zu nehmen) und hinderte sie daran (ihn wegzubewegen). Er sagte: “Bei Allah, ich werde meinen Onkel nicht verlassen.”

Da rannte Abdschar ibn Kab auf Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zu. Der Junge sagte zu ihm: “Wehe dir, du Sohn einer unziemlichen Frau, willst du meinen Onkel töten?” Abdschar schlug mit dem Schwert nach ihm. Der Junge versuchte, (den Schlag) mit seinem Arm abzuwehren. Das Schwert durchschnitt den Arm bis auf die Haut (auf der anderen Seite). Da hing der Arm (an der Haut). Der Junge rief: “O meine Mutter!” Imam Hussain (Friede sei mit ihm) packte und umarmte ihn. Er sagte zu ihm: “Mein Neffe, versuche zu ertragen, was dir passiert ist, und tröste dich mit der Nachricht, dass Allah dich mit deinen rechtschaffenen Vorfahren vereinigen wird.” Dann hob Imam Hussain (Friede sei mit ihm) die Hand und sagte: “O Allah, auch wenn Du das Leben für eine Zeit für sie angenehm gemacht hast, teile sie in Gruppen, lasse sie die Regeln der (verschiedenen) Gruppen befolgen, und lass ihre Herrscher niemals mit ihnen zufrieden sein. Sie riefen uns, damit sie uns unterstützen, und dann wurden sie feindselig gegen uns und töteten uns.”

Die Fußtruppen (Umar ibn Sads) ritten Angriffe von rechts und links gegen diejenigen, die noch bei Imam Hussain (Friede sei mit ihm) geblieben waren, bis nur noch eine Gruppe von drei oder vier bei ihm waren. Als Imam Hussain (Friede sei mit ihm) das sah, ließ er sich eine jemenitische Hose bringen. Er zerriss sie und zog sie an. Er zerriss sie deshalb, damit er, nachdem er getötet worden war, nicht entblößt werden würde (indem man ihm die Hosen ausziehen würde). Als Imam Hussain (Friede sei mit ihm) getötet worden war, Abdschar ibn Kab stürzte sich auf ihn, riss ihm die Hose vom Leib und ließ ihn entblößt liegen. Danach wurden die Hände Abdschar ibn Kabs (l.) im Sommer so trocken wie Zweige und so tropfnass im Winter, so dass Blut und Eiter von ihnen tropfte, bis Allah ihn vernichtete.

Als niemand mehr außer einer Gruppe von drei seiner Familienmitglieder Imam Hussain (Friede sei mit ihm) geblieben waren, marschierte er gegen die (feindlichen) Leute (Umar ibn Sads), während die drei ihn beschützten, bis sie alle drei getötet worden waren. Imam Hussain (Friede sei mit ihm) war nun allein. Trotz seiner auf ihm lastenden Wunden an Kopf und Körper, kämpfte er mit seinem Schwert gegen sie, und sie zerstreuten sich rechts und links von ihm.

Dann sagte Humaid ibn Muslim:

“Bei Allah, niemals zuvor sah ich so eine Beharrlichkeit. Nachdem seine Söhne, Familienmitglieder und Gefährten getötet worden waren, bewahrte er dennoch Haltung und verlor nicht den Mut. Als die Fußtruppen ihn angriffen, stürmte er mit seinem Schwert gegen sie an, und er trieb sie von seiner Rechten und von seiner Linken auseinander wie Ziegen, wenn ein Wolf sie angreift.”

Als Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan das sah, rief er nach der Kavallerie, und sie kamen hinter den Fußtruppen hervor. Er gab den Bogenschützen den Befehl, auf ihn (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) zu schießen, und sie beschossen ihn mit Pfeilen, bis die Pfeile ihn bedeckten wie (die Stacheln) den Igel. Er zog sich von ihnen zurück, und sie standen ihm gegenüber. Seine Schwester Zainab trat aus der Tür des Zeltes und rief Umar ibn Sad ibn Abu Waqqas zu: “Wehe dir, Umar! Wird Abu Abd-Allah (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) denn getötet, während du zuschaust?” Umar antwortete ihr nicht. Sie rief: “Wehe euch (allen)! Ist denn kein Muslim unter euch?” Niemand antwortete. Dann schrie Schimr ibn Dhi Al-Dschawschan die Fußsoldaten und die Kavallerie an: “Wehe euch! Was wartet ihr denn auf den Mann (ohne ihn zu töten)? Mögen eure Mütter euch verlieren!” Da griffen sie ihn (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) von allen Seiten an. Zura ibn Scharik versetzte ihm einen (Schwert-) Hieb auf das linke Schulterblatt und durchschnitt es. Ein anderer von ihnen hieb ihm auf die Schulter, und er (Imam Hussain (Friede sei mit ihm)) fiel davon vornüber auf sein Gesicht. Sinan ibn Anas Al-Nakhai erstach ihn mit einer Lanze. Khawali ibn Yazid Al-Asbahi (l.) rannte zu ihm hin und beugte sich herab, um seinen Kopf abzuschneiden, doch er zitterte zu sehr. “Möge Allah dich schwach werden lassen” sagte Schimr, “was zitterst du?” Dann beugte Schimr sich herab und enthauptete ihn, dann reichte er seinen (Imam Hussains (Friede sei mit ihm)) Kopf Khawali ibn Yazid und sagte: “Bringe ihn zum Gouverneur Umar ibn Sad.” Dann begannen sie, Imam Hussain (Friede sei mit ihm) auszuplündern. Ishaq ibn Al-Hayat Al-Hadhrami (l.) nahm sein Hemd, und Abdschar ibn Kab seine Hose. Akhnas ibn Marthad (l.) bemächtigte sich seines Turbans. Einer der Banu Darim nahm sein Schwert an sich. Sie plünderten seinen Sattel, seine Kamele mit dem, womit sie beladen waren, und rissen seinen weiblichen Familienmitgliedern die Kleider weg.

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