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Tuesday 20th of August 2019
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Die übrigen Himmelsstufen

Die übrigen Himmelsstufen

 

Dann stieg ich hinauf zum zweiten Himmel. Dort sah ich zwei Männer, die sich sehr ähnlich waren. Ich fragte Gabriel, wer diese beiden Personen seien. Er antwortete: „Das ist Yahia (ع) und sein Vetter Issa (ع).“

Ich grüßte sie und sie grüßten mich. Ich bat für sie um Vergebung und sie baten für mich um Vergebung. Sie sagten: „Willkommen, O rechtschaffener Bruder, O rechtschaffener Prophet.“ In dieser Himmelsstufe sah ich viele Engel, so wie in der ersten Himmelsstufe, die eine demütige Haltung einnahmen. Allah (swt) hat ihre Gesichter so erschaffen, wie er es vermochte. Es gab keinen Engel, der nicht Allah (swt) gepriesen hat und ihm mit verschiedenen Stimmen und Lauten dankte. So stiegen Gabriel und ich danach zur 3. Himmelsstufe. Dort sah ich einen Mann, dessen Vorzüge gegenüber der anderen Schöpfung so wie der Vorzug und die Leuchtkraft des Mondes (bei Vollmond) gegenüber den Sternen war. Ich fragte Gabriel, wer das sei. Er antwortete: „Das ist dein Bruder Yusuf.“ Ich begrüßte ihn und er begrüßte mich. Ich bat für ihn um Vergebung und er bat für mich um Vergebung und er sagte:

 

„Willkommen, O rechtschaffener Bruder, O rechtschaffener Prophet, der zu einem rechtschaffenen Zeitalter gesandt wurde.“ Hier waren wiederum Engel, wie ich sie in der zweiten und ersten Himmelsstufe sah. Da sagte Gabriel (ع) das, was er zu den vorigen Engeln sagte und sie behandelten ihn so, wie ihn die anderen Engel behandelt haben [ihn mit fröhlichen Gesichtern begrüßt und ihm das Paradies verkündet]. Dann stiegen wir zur vierten Himmelsstufe und dort sah ich einen Mann. Ich fragte Gabriel, wer das sei. Er antwortete: „Das ist Idris, Allah erhob ihn zu einem hohen Platz.“ Ich begrüßte ihn und er begrüßte mich. Ich bat für ihn um Vergebung und er bat für mich um Vergebung. Auch hier befanden sich Engel, wie die der vorigen Himmelsstufen. Sie verkündeten mir und meiner Ummah das Wohl. Danach stiegen wir zur fünften Himmelsstufe hinauf. Dort sah ich einen alten Mann, der große Augen hatte. Ich habe noch nie eine heiligere Gestalt als ihn gesehen. Ich sah viele von seiner Gemeinde um ihn herum und ihre Anzahl gefiel mir.

Ich fragte Gabriel, wer das sei. Er antwortete: „Das ist ein Mann, der sehr beliebt in seiner Gemeinde ist. Harun ibn Imran.“ Ich begrüßte ihn und er begrüßte mich. Ich bat für ihn um Vergebung und er bat für mich um Vergebung. Des Weiteren befanden sich wiederum viele Engel, wie ich sie davor beschrieben habe. Dann stiegen wir zur sechsten Himmelsstufe hinauf. Dort sah ich einen alten Mann, der braun war und zwei Gewänder trug.

Ich hörte ihn sagen: „Die Kinder Israels behaupten, dass ich von den Kindern Adams Allah am nächsten bin. Doch dieser Mann ist Allah näher als ich.“ Da fragte ich Gabriel, wer dieser Mann sei. Er antwortete: „Das ist dein Bruder Mussa ibn Imran.“ Ich begrüßte ihn und er begrüßte mich. Ich bat für ihn um Vergebung und er bat für mich um Vergebung.

 

Auch hier waren wieder Engel, wie sie in den vorigen Himmelsstufen zu sehen waren. Dann stiegen wir zum siebten Himmel hinauf. Dort fand ich keinen Engel, der nicht folgendes sagte: „Oh Muhammad, führe die „Hijame“ durch und befehle deiner Umma die Hijame zu vollziehen.“

[„Hijame“= Blut Schrupfen]

Außerdem sah ich einen Mann, dessen Kopf mit schwarzem und weißem Haar vermischt war.

Ich fragte Gabriel, wer das sei, der sich im siebten Himmel befinden durfte und am „Bayt al-Ma’mur war“ (Die Kaaba des Himmels), was Allah am nächsten ist. Da antwortete er „Das ist, O Muhammad, dein Vater Ibrahim. Das ist dein Platz und der Platz derer aus deiner Umma, die dir folgen.“ Dann las der Prophet (zur Bestätigung) folgenden Vers: „Wahrlich, die Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind jene, die ihm folgen, und dieser Prophet (Muhammad) und die Gläubigen. Und Allah ist der Beschützer der Gläubigen.“ [3:68]

Ich begrüßte ihn und er begrüßte mich. Ich bat für ihn um Vergebung und er bat für mich um Vergebung. Dabei sagte er: „Willkommen O rechtschaffener Prophet, O rechtschaffener Sohn und der, der in einem rechtschaffenen Zeitalter gesandt wurde.“ Auch in dieser Himmelsstufe gab es Engel, wie sie in den vorigen Himmelsstufen zu sehen waren. Jeder verkündete mir und meiner Ummah das Wohl, bis wir beim Lotusbaum am äußersten Ende ankamen [„sidrat ul-muntaha“ siehe 53:14] Dort hüllte jedes Blatt eine Gemeinschaft von den zahlreichen Gemeinschaften auf der Welt ein. Ich war so nah, wie Allah (swt) es in seinem heiligen Buch beschreibt: „Hierauf näherte er sich; kam dann nach unten, bis er eine Entfernung von zwei Bogenlängen erreicht hatte oder noch näher. Und er offenbarte Seinem Diener, was er offenbarte.“ [53:8-10]

 

Da unterbrach Imam al-Sadiq (ع) seine eigene Erzählung von der Himmelfahrt des Propheten (ص) und sagte: „Wahrlich, es gibt nichts, was Allah (swt) näher ist als der Gesandte Allahs (ص).“

 

Das Paradies und die Nachfolger des Gesandten Allahs (ص)

 

Anschließend fuhr er (Imam al-Sadiq (ع) ) mit seiner Erzählung fort: „Da sagte der Prophet Muhammad (ص):

„Oh Herr, du gabst deinen vorigen Gesandten Vorzüge, so gib auch mir Vorzüge.“ Da sagte der Erhabene: „Ich gab dir vieles, doch das wichtigste sind diese zwei Sätze von meinem Thron: „La hawla wa la quwata illa billah (Es existiert keine Bewegung oder Kraft außer durch Allahs Willen) und „Wa la Manja’a Minka Ila Ilaik (und es gibt keine Zuflucht vor dir außer bei dir selbst). Dann hörte ich den Gebetsruf, der von einem Engel gerufen wurde, der noch nie vorher gesehen wurde, bis zu diesen Moment. Ich führte die Engel im Himmel, so wie ich die Propheten in der heiligen al-Quds Moschee im Gebet führte. Danach führten mich die Engel zum Paradies.

 

Ich sah darin Flüsse und Bäume und Schlösser. Der Boden war aus Silber und die Wände aus Gold. Ihr Gestein waren Perlen und farbige schöne Steine und Safran und verschiedene Sorten der Seide und der „Balkon“ der Schlösser war aus besonderen und teuren Steinen (aus denen heutzutage die teuren Ringe hergestellt werden) und jedes Zimmer hatte einen Ausblick auf den Brunnen „Kauthar“. Das Dach war der Thron Allahs und die Atmosphäre war die Barmherzigkeit Allahs und die Propheten waren ihre Bewohner und die Engel ihre Erbauer.

Die Leute des Paradieses sterben nicht, noch werden sie älter. Sie preisen Allah und danken ihm und vom Gedenken an Allah wenden sie sich nicht ab. Im Paradies gibt es keine Sonne und keinen Mond (...) und keine Nacht. Da nahm Gabriel meine Hand und führte mich ins Paradies hinein. Dort sah ich einen Baum aus Licht, der aus zwei Engeln besteht. Ich fragte Gabriel: „Für wen ist dieser Baum?“

Da antwortete er: „Dieser Baum ist für dein Bruder, Ali Ibn Abi Talib (ع). Was diese beiden Engel angeht, so sammeln sie für ihn das Gute und Schöne des Paradieses bis zum Tag der Auferstehung aus.“ Ich ging weiter und sah einen Baum mit Datteln, die süßer als Honig, weicher als Butter und wohlriechender als Misk [Duftstoff] waren. Ich nahm eine Dattel und aß sie, worauf sich diese Dattel in einen Spermatropfen in meinem Leib verwandelte. Als ich auf die Erde zurückkam sah ich Khadija, die mit Fatima (ع) schwanger war. Fatima ist eine menschliche „Huri“.

Sobald ich das Paradies vermisst habe, roch ich den Duft von Fatima.

 

Vom Fürst der Gläubigen (ع) wird berichtet, dass der Prophet (ص) zu ihm sagte: „Als ich zum Himmel hinaufstieg, hat Gabriel zweimal den Gebetsruf und zweimal die Iqama aufgesagt.

Dann sagte er zu mir: „Trete vor, Oh Muhammad.“ Da sagte ich: „Oh Gabriel, soll ich Dir etwa vortreten!?“ Da sagte er: „Ja, denn Allah, Erhaben ist Er, hat die Propheten über seine Engel erhöht, wobei er Dich speziell erwählt hat.“

So trat ich vor und führte das Gebet, ohne den Gedanken zu haben, ich sei besser als die restlichen Himmelsbewohner.

Als ich dann zum „Hujub al-Nour“ [der Ort, den niemand außer der Gesandte Allahs betreten durfte] ankam, sagte Gabriel: „Trete vor, Oh Muhammad.“ Er kam hinter mich. Ich sagte: „Oh Gabriel. In solch einer Situation lässt du mich alleine?“ Da sagte er: „Oh Muhammad, bis zu diesem Ort hat mir Allah (swt) erlaubt zu kommen. Würde ich diese Grenze übertreten, so würden meine Flügel verbrennen, da ich Allahs Befehl missachten würde.“

Da gab er mir einen kleinen Stoß bis zu einem Ort, den Allah für mich auserwählt hatte.

Ich wurde gerufen: „Oh Muhammad.“ Ich sagte: „Ich bin zu dir gekommen, um deinen Befehl entgegenzunehmen. Gepriesen und geheiligt seiest du.“ Ich wurde wieder gerufen: „Oh Muhammad. Du bist mein Diener und ich bin dein Herr. So bete mich an und verlasse dich auf mich, denn du bist mein Licht, mein Gesandter und mein Zeichen unter meinen Dienern. Für dich und diejenigen, die dir folgen, habe ich das Paradies erschaffen. Wer dir widerspricht und dir nicht folgt, für den habe ich das Feuer erschaffen. Für deine Nachfolger habe ich meine Großzügigkeit zur Pflicht gemacht und für ihre Anhänger habe ich mein Wohlwollen zur Pflicht gemacht.“

Ich sagte: „Oh Herr, wer sind meine Nachfolger?“

Da wurde mir gesagt: „Oh Muhammad, die Namen deiner Nachfolger stehen auf meinem Thron.“

Da trat ich näher bis zum Thron und ich sah 12 Lichter. In jedem Licht steht der Name einer Person in grün, die mein Nachfolger werden soll. Der erste von ihnen war Ali Ibn Abi Talib und der letzte von ihnen war der „Mahdi“ meiner Ummah.

Da sagte ich: „Oh mein Herr, das sind nach mir meine Nachfolger?“

Da wurde mir gesagt: „Oh Muhammad, das sind meine Freunde und deine Nachfolger und meine Auserwählten und nach dir mein Zeichen für meine Schöpfung. Sie sind deine Beauftragte und deine Nachfolger und meine beste Schöpfung nach dir. Bei meiner Heiligkeit, durch sie werde ich meine Religion verkünden und mein Wort verbreiten und durch ihren Letzten (gemeint al-Mahdi) werde ich die Erde von meinen Feinden säubern. Ich werde ihm den Osten und den Westen zur Verfügung stellen und ich werde ihm die Kontrolle über die Winde geben und er wird die schweren Wolken (gemeint Regenwolken) kontrollieren können und zum Himmel emporsteigen können, wann immer er will.

So werde ich sie allesamt zum Sieg verhelfen und ihn durch meine Engel unterstützen bis mein Ruf überall zu hören ist und meine Geschöpfe sich aufgrund meiner Einheit zusammenschließen.

Dann wird seine Herrschaft lange fortdauern. Diese Herrschaft wird bis zum Tage des Gerichts andauern.

 

Die Rückkehr

 

Dann stieg ich wieder hinab und begegnete den Engeln. Sie fragten mich, bis wohin ich gekommen sei. Da antwortete ich: „Bis zum siebten Himmel und die Nacht ist noch nicht vorbei und mir wurde das Tor [zum siebten Himmel] geöffnet.“

Ich sagte: „O Gabriel, was für eine wunderschöne Nacht war das.“ Ich kehrte schneller als ein Augenlidschlag zurück.

„O Gabriel. Ich fürchte, dass sie mich leugnen und mir keinen Glauben schenken.“

Er sagte: „O Muhammad, auf der Erde gibt es jemanden, der dir glaubt und er ist der größte Gläubige, dein Bruder Ali Ibn Abi Talib (ع). So kümmere dich nicht um ihre Aussagen.“

 

So kehrte ich zurück zum Haus von Umm Hani, wobei die Hälfte der Nacht vergangen ist. Ich sagte ihr: „Ich hab gestern hier gebetet, dann stieg ich zum Himmel hinauf und ich sah Sachen, die nicht zu beschreiben sind.“ Dann wurde es Zeit zum Morgengebet.

Da sagte Umm Hani: „O Gesandter Allahs, erzähle niemandem davon, denn sie werden dich verleumden und dich der Lüge bezichtigen.“

Da sagte ich: „Bei Allah, ich werde der Menschheit verkünden, was ich sah, bis mir die Gläubigen und die Ungläubigen zuhören.

Imam al-Sadiq erzählt weiter: „Dann ging der Prophet (ص) zur Moschee. Als er das Morgengebet beendete, wandte er sich mit seinem großzügigen Gesicht zu ihnen und sagte: „O ihr Menschen, Gabriel kam diese Nacht zu mir und führte einen Buraq vom Paradies mit sich. Er setzte mich darauf und wir gingen zum Bayt al-Maqdis, dann hoben wir zum Himmel ab, und zum zweiten Himmel und zum dritten, bis wir beim siebten Himmel ankamen. Dann stieg ich hinauf zum Thron und sprach mit meinem Herren. Er befahl mir und meiner Ummah jeden Tag 5 Gebete zu praktizieren und den Monat Ramadhan zu fasten.“ Er brachte es ihnen bei und erklärte alles.

Da schienen sie ungläubig und sprachen und fragten ihn aus. Da sagte ein Mann vom Stamm Adi: „Selbst wenn wir dir den besten Kamel holen würden, wir würden länger als einen Monat bis zum Bayt al-Maqdis benötigen.“

Da sagten einige: „Erzähle uns von den Propheten, die du im Himmel gesehen hast.“

Da sagte der Prophet (ص): „Ich sah meinen Vater Ibrahim!“ Er beschrieb ihnen sein Aussehen. Da spalteten sich die Menschen zwischen Gläubigen und Ungläubigen.

Sie besprachen unter sich: „Wenn ihr ihn entlarven wollt, so fragt ihn nach dem 'Bayt al-Maqdis' aus." Sie fragten ihn danach. Er blickte kurz nach unten und da erschien ihm Gabriel und sagte: „O Gesandter Allahs (ص), hebe deinen Kopf, denn Allah (swt) hat für dich den Bayt al-Maqdis empor gehoben.“ Allah befahl jedem Hügel kleiner zu werden und jedem Tal größer zu werden, sodass der Prophet (ص) den 'Bayt al-Maqdis' direkt vor sich sah. Sie fragten ihn danach und der Prophet beschrieb es ihnen, wobei er es vor sich sah.

 

Außerdem berichtete der Gesandte Allahs (ص) von Kamelen, die Abu Sufian gehörten und auf dem Weg hierher waren. Das erste Kamel ist rot und sie treffen morgen mit dem Sonnenaufgang ein. Da sandten die Leute eine Gruppe aus und sagten ihnen, sie sollen die Kamele töten und sie verschwinden lassen, damit sie den Propheten damit verleugnen können. Doch Allah (swt) befahl den Kamelen schneller zu laufen und so trafen sie rechtzeitig ein und die Leute sahen, was der Gesandte Gottes (ص) vorhergesagt hat, wobei einige gläubig wurden und andere beharrten auf ihren Unglauben. Das ist der Zustand, der sie in die Hölle führen wird, und die anderen wurden dem Paradies versprochen.

 

Das ist die Allmacht Allahs (swt) und die hohe Stellung des Gesandten Allahs, die Krönung der Schöpfung Muhammad (ص).

 

Dies ist das offizielle Ende der Überlieferung über die Himmelfahrt des Gesandten Allahs (ص).

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