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Saturday 21st of September 2019
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Ein Ereignis welches neben Karbala zu den größten Tragödien in der islamischen Geschichte gehört, ist der Mord an Ameer al-Mu’mineen (as).

Ein Ereignis welches neben Karbala zu den größten Tragödien in der islamischen Geschichte gehört, ist der Mord an Ameer al-Mu’mineen (as). Dieses Ereignis hat keinen geringeren Wert als Karbala und darf ebenfalls niemals in Vergessenheit geraten.

 

“Die Nacht vor dem Tag, an dem die Erde erzitterte und die Berge erschüttert wurden”

(aus einer Rede von Sayyed Muhammad Bakir al-Fali (HA))

 

Die Nacht zum 19. Ramadhan war die letzte Nacht unseres Imams, bevor er auf seinem reinen Kopf mit dem Schwert getroffen wurde.

 

Während des gesamten heiligen Monats Ramadhan war unser Imam jeden Tag Gast bei einem seiner Söhne und Töchter zum Essen eingeladen. Diesen Abend verbrachte er bei seiner Tochter Um Kulthum. Um Kulthum berichtet, das der Imam zum Fastenbruch das Abend- und Nachtgebet verrichtete und sich dann erst zum Essen setzte. Doch was stand auf dem Tisch? Auf dem Tisch reinsten Menschen nach Taha, des Imperators der Muslime, dem Nachfolger des Gesandten Allahs, dem Beauftragten des Gesandten Allahs.

 

Zum Essen hatte er nur ein Stück Brot, etwas saure Milch und Salz.

 

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Oh Allah, für dich habe ich gefastet und auf deinen Segen habe ich mein Fasten gebrochen und auf dich habe ich mich verlassen“

 

Er schaute auf das Essen, dann schaute er seine Tochter an und sagte: „Tochter, wann hast du deinen Vater jemals vor solch einem reichen Abendmahl gesehen?“

 

„Vater, das ist nur etwas Brot, Milch und Salz.“ Er sagte: „Nein, o Tochter, ich esse nichts, bis du eines der drei Sachen vom Tisch genommen hast. Ich habe Angst, dass ich deinem Großvater (s.) nicht würdig bin und ihm nicht folge“ Sie sagte, dass sie ihre Hand ausstreckte, um das Salz zu heben, damit der Imam wenigstens das Brot mit der Milch trinken konnte, doch er sagte nur: „Nein, o Tochter, so nimm diese Milch“ Da aß er letztendlich nur ein Stück Brot und trank etwas Wasser dazu. Er erneuerte seine Gebetswaschung und schaute aus dem Fenster und sagte: „Bei Allah, das ist die Nacht, die mir der Gesandte Allahs (s.) prophezeit hat“ Umm Kulthum berichtet, dass sie ihn beobachtet hat, wie unser Imam sich alles in seiner Umgebung anschaute, als würde er jede Kleinigkeit verabschieden wollen.

 

„Vater, was ist passiert?“ Er sagte: „Tochter, mich hat eben der Schlaf kurz ereilt und ich sah deinen Großvater, den Gesandten Allahs (s.) der seine Hand auf meine Schulter legte und sagte: „Oh Ali, kümmere dich nicht. Du hast alle Verpflichtungen deinerseits erfüllt und du bist unser Gast in den letzten 10 Tagen im Monat Ramadhan.“

 

Da weinte Umm-Kulthum und er sagte: „O Tochter, weine nicht, denn ich werde deinem Großvater folgen“ Dann ging er raus und schaute sich die Sterne an und ging wieder zurück, wobei er sagte: „Bei Allah, ich habe nicht gelogen und ich wurde nicht angelogen.“

 

Er führte erneut die Gebetswaschung durch, betete, las einige Verse aus dem Koran. Dann schlief er kurz ein, erwachte erschrocken und ging zu seiner Tochter. Sie fragte: „O Vater, was ist passiert?“ Er sagte: „Tochter, ich höre einen Rufer der sagt: Dies ist die letzte Nacht deines Lebens.“ Sie sagte: „O Vater, so verlasse das Haus nicht.“

 

Doch er erwiderte nur: „Tochter, es gibt keine Heilung für den Tod, es gibt keine Gottheit, außer Allah“ Dann führte er die Gebetswaschung erneut durch und ging zurück ins Zimmer, wobei er sagte: „O Allah segne mich zum Zeitpunkt des Todes.“ Er las den Koran, Umm-Kulthum sagt, dass sie ihn nervös sah. Unser Imam sagte ihr: „Dein Vater bezwang die stärksten und mächtigsten Männer der Welt und besiegte sie im Kampf, ohne den Hauch einer Spur von Angst zu haben. Doch diese Nacht kam eine Unruhe in meinem Herzen, es ist die Unruhe des Todes. Tochter, ich schlafe einige Augenblicke, so wecke mich, wenn das Morgengebet hereinbricht.“ Er schlief ein, ohne etwas zu essen und stand zum Morgengebet auf. Er führte die Gebetswaschung durch und wollte aus dem Haus in die Mosche, um das Gebet zu verrichten. Umm-Kulthum erzählt, dass er sich anzog und als er die Tür erreichte, kamen unsere Vögel, die Imam Hussein (as) geschenkt wurden, zu ihm. Diese Vögel zwitscherten laut vor unserem Imam und waren unruhig. Sie kamen auf ihn und drängten ihn zurück, so als wollten sie sagen: „O Ali, verlasse das Haus nicht“

 

Unser Imam sagte daraufhin: „Schreie [der Vögel], denen weinende Rufe folgen werden“. Als Umm-Kulthum dies hörte erschrak sie, weinte und sagte: „Vater sei nicht pessimistisch.“ Da sagte er: „Tochter, wir sind die Ahl-al-Bayt, die niemals pessimistisch sind. Aber dies ist ein Versprechen deines Großvaters, des Gesandten Gottes (s.)“ Dann beauftragte er sie, auf die Vögel aufzupassen. Dann wollte er die Tür öffnen und zur Moschee gehen, doch die Tür klemmte und öffnete sich nicht. Bei dem Versuch die Tür zu öffnen, öffnete sich sein Gürtel.

 

Er band sich den Gürtel zu und sagte zu sich selber: „O Ali, schnalle den Gurt des Todes, denn der Tod wird dich erreichen. Doch sei nicht traurig, wenn der Tod dich ereilt. So wie die Zeit dich zum Lachen gebracht hat, wird sie dich auch zum Weinen bringen.“

 

Er machte sich auf dem Weg zur Moschee, wobei er Allah gelobt und ihn gepreist hat. Unser Imam schaute zum Himmel und sagte erneut: „O Allah, segne mich im Tode“, bis er zur Mosche in Kufa ankam. Er sah, dass die Laternen aus war, weswegen er anzündete und anschließend die Moschee betrat. Er betete einige Gebetsabschnitte in der Moschee, stieg hinauf auf das Dach und begann, seinen letzten Gebetsruf zu rufen. Seine Stimme erreichte alle Häuser in Kufa, bis er den Gebetsruf vollendete. Nachdem er fertig war, ging er vom Dach der Moschee zurück zum Gebetsplatz und sah die Menschen schlafen. Er weckte jeden einzelnen und sagte: „Steht auf zum Gebet, Möge Allah euch Barmherzig sein, ihr Diener Allahs“ So standen sie auf und gingen zur Gebetswaschung, bis unser Imam den Verfluchten Abdul Rahman Ibn Muljim al-Murady sah, der auf seinem Bauch schlief. Da sagte unser Imam: „O Du, schlafe nicht auf deinem Bauch, denn das ist der Schlaf der Teufel. Schlafe zu deiner Rechten, denn so schlafen die Gelehrten. Schlafe zu deiner Linken, denn so schlafen die Richter, oder schlafe auf dein Rücken, denn das ist der Schlaf der Propheten.“

 

So stand der Verfluchte auf, sichtlich nervös und unruhig. Da schaute ihn der Fürst der Gläubigen an und sagte: “Wenn ich könnte, würde ich dich über dein Vorhaben informieren, mit dem du die Himmel erzittern und die Erde aufreisst und die Berge einstürzen lässt.” Dann ging unser Imam nach vorne und lies ihn alleine. Die Leute versammelten sich hinter unserem Imam, dem Fürst der Gläubigen und der Verfluchte Ibn Muljim reihte sich genau hinter unserem Imam ein. In seiner Hand hielt er das Schwert, wobei er es vorher in Gift getankt hatte.

 

Unser Imam fing das Gebet an: „Allahu Akbar“ Er verlas die erste Gebetseinheit, beugte sich, warf sich nieder zum “Sujud” und als er seinen Kopf von der ersten Niederwerfung hochhob, stand der Verfluchte auf, schwang das Schwert durch die Luft und schlug mit voller Kraft auf den heiligen Kopf unseres großen Imams, bis das Schwert seine Augenbrauen erreichte. Sein Blut strömte von seinem Kopf auf dem Boden, wobei er sagte: „Im Namen Allahs, bei Allah, und auf dem Weg des Gesandten Allahs, ich war siegreich beim Herren der Kaaba.“

 

Dann rief ein Rufer: „Wa Aliyya“

 

Die Türen der Moschee wurden geschlossen und es war so, als würde die Erde erzittern und erbeben, wobei ein Rufer schrie: „Tahadamat wallah arkan al-Huda“ (Bei Allah, die Säulen der Rechtleitung sind eingestürzt) Wan fasamat al-`urwatul wuthka (Und der Knoten des Glaubens hat sich gelöst) Kutila Ali al-Murtada (Ali wurde getötet), Kutila wasi Rasullilah (Der Beauftragte des Gesandten wurde ermordert).“ Da kamen die Frauen und schrieen: „Wa Imama, wa Aliyya“

 

Rahima allah man nada „wa Aliyya, wa Imama“ (Möge Allah demjenigen Barmherzig sein, der „wa Aliyya, wa Imama, wa Sayyida“ sagt!

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