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Tuesday 17th of September 2019
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Der erste Grundsatz

Der erste Grundsatz

Der erste äußerliche Grundsatz ist, dass der Reisende materielle Besessenheit und Mittel aufgeben und sich selbst von weltlichen Beschäftigungen loslösen sollte. Er sollte keine andere Beschäftigung haben, außer der Dienerschaft seinem Meister gegenüber und der Gehorsamkeit Ihm gegenüber und Ihm zu gedenken. [1] Allah (swt) sagt:

[Al-Muzzammil 73.8] So gedenke des Namens deines Herrn und weihe dich Ihm ausschließlich.

Der zweite Grundsatz

Der zweite Grundsatz besteht aus der Abgeschiedenheit und Distanz zu den Menschen, speziell zu jedem, der einen daran hindert sich Allah zu nähern. Und Allah (swt) sagte zum Propheten (
ص): "Halte dich fern von ihnen und vermeide jene die alles anrufen außer Gott."

Der dritte Grundsatz


Der dritte Grundsatz ist, dass der Reisende (Salik) die sieben Organe seines Körpers vor dem schützen sollte, was seinen Herrn verärgert. Diese sind folgende Dinge:

Die Augen sollten vor dem geschlossen werden, was verboten und nicht nutzenbringend für einen ist. Die Ohren sollten keine Verleumdungen, Schmähungen und unanständige Wörter und ähnliches hören. Die Zunge muss vor den gleichen Dingen geschützt werden und die Lippen sollten verschlossen werden bei Gesprächen ohne Nutzen. Und einige 'Urafa' haben gesagt, dass das was man sagt Gedenken Gottes sein sollte und die Schweigsamkeit eine Anstrengung zum Nachdenken, und die Blicke sollten dazu dienen eine Lehre zu ziehen. Der Reisende sollte ebenso seinen Bauch vor unrechtmäßigen und verdächtigen Dingen schützen, und im Falle der rechtmäßigen Dinge, sollte er nicht gierig, lüstern und in einem Zustand der Vergesslichkeit über Gott sein; man sollte eher während dem Essen wach und bewusst über Gottes Präsens sein. Auf demselben Weg sollte er seine Füße und Hände, genauso wie seine Geschlechtsorgane vor dem was verboten und abscheulich ist schützen.

Der vierte Grundsatz

Der vierte Grundsatz ist, dass sich der Salik seinem weltlichen Ich (Nafs) widersetzt, dass bedeutet der Kampf gegen den Drang anzukämpfen, leckeres Essen, leckeres Trinken, schöne Kleidung, sinnliche Handlungen usw. zu begehren. Das ist die größere Anstrengung (Jihad ul-Akbar), über die der Prophet (
ص), der Führer der Menschheit (sinngemäß) sagte: "Ihr seid von dem kleineren (asghar) Jihad zurückgekehrt um nun den größeren (akbar) Jihad zu bewältigen."

Und dieser Jihad ist wichtiger und seine Früchte umfassender, als das Kämpfen gegen Ungläubige (Kuffar) im Krieg, um Reichtümer zu erlangen, denn diese unterliegen dem Drang des diesseitigen Ichs (Nafs), welcher zu dauerhaftem Verderben und ewiger Not führt. Gemäß den Gnostikern ('Urafa') ist Untergegebenheit gegenüber dem Nafs, gleich dem in Flammen legen von Brennholz und der Talib und der Salik sollten, um sich von ihrem Nafs zu befreien, dieses Feuer in sich löschen.

Der fünfte Grundsatz

Der fünfte Grundsatz ist, dass der Salik einen wissenden, makellosen und weisen Sheikh aufsuchen sollte, der ihn auf dem Wege führt um Perfektion zu erlangen, so dass er Allah (swt) erreichen kann; für den Suchenden ist das wie ein Patient, der umgeben ist von verschiedenen Krankheiten und Übeln, der von einer Anzahl von Leiden und Beschwerden heimgesucht wird. Der Salik ist unwissend über sie und selbst wenn er wissend darüber wäre, so wüsste er nicht wie er sein Nafs heilen kann. So hat er keine Wahl, als einen mitfühlenden und freundlichen Mediziner aufzusuchen, der seine Krankheit diagnostizieren und ihm helfen kann, seine Krankheit zu überstehen, um wieder auf beiden Beinen stehen zu können. In anderen Worten: Der Salik ist wie ein Reisender in einer gefährlichen und schrecklichen Wüste, welcher keine andere Wahl hat, als einen Führer zu finden, um sein Ziel zu erreichen.

Der sechste Grundsatz

Der sechste Grundsatz ist, dass der Salik sich nicht selbst mit unzähligen Bittgebeten, Dhikr, empfohlenen Gebeten und verschiedener Arten von Handlungen beschäftigt, sondern sich einer einzigen Form des Dhikr widmet und all die verpflichtenden Gebete und bestimmten Formen des Gottesdienstes verrichtet. Erst dann sollte er sich immer mehr in das Gedenken Gottes vertiefen. Es wird gesagt, dass Dhikr der Schlüssel zur Unsichtbaren Welt ('Alam-ul-Ghayb) und die Lampe der innerlichen Welt ist. Ohne einen Schlüssel kann man das Haus nicht betreten und ohne eine Lampe kann man ein Haus nicht beleuchten. Daher sollte der Salik Gott auf eine Weise Gedenken, in der er seinen Geliebten gedenkt, und das Gedenken sollte ihn nie verlassen. Dann muss er sich so sehr in das Dhikr vertiefen, dass das Dhikr sich an ihn festhängt und sein Herz nicht leer lässt, nicht mal für einen Moment. Wenn er mit seinem Dhikr fortfährt, dann wandelt es sich vom menschlichen in himmlischen und heiligen Dhikr. Das "menschliche Dhikr" ist das, was mit Hilfe von Stimmen, Buchstaben und Zahlen geschieht, wohingegen "himmlischer Dhikr" das ist, was frei von Nummern, Buchstaben und Stimmen ist. Nach dieser Stufe verliert der Dhakir (derjenige der Dhikr vollzieht) seine Identität und verschmilzt mit dem Dhikr. Er wird unwissend über sein Dhikr, genauso wie über sein eigenes Ich. Es gibt viele Stufen des Dhikr, höhere sind schwerer zu erreichen; aber allmähliche Bedrängnis und Anstrengung verschwinden und Dhikr wird die Natur und Gewohnheit des Salik.

Der siebte Grundsatz

Der siebte Grundsatz ist, durchgehend tüchtig zu bleiben, denn diese Handlung zeigt einen Widerspruch und Unterdrückung des diesseitigen Ichs, welches der Grund aller Schleier und der Entfernung von Allah (swt) ist. Wenn ein Salik sein Essen schrittweise reduziert, ist es möglich. Das ist der Weg der von manchen Suffi Sheikhs beschritten wurde. Es gehört ebenfalls dazu, das man einen Mittelweg beschreitet, das heißt Maß hält.

Der Prophet Muhammad (
ص) sagte: "Haltet eure Seele in einem gesunden Zustand, denn es ist das, was ihr herumtragt; ihr solltet gütig zu ihr sein und auf sie achten."

Der Prophet (
ص) sagte auch: "Wer auch immer seinen Glauben extrem schwer für sich macht, dessen Nafs überwältigt ihn und lässt sich ihm unterwerfen."

Wenn es passiert, dass der Salik sein empfohlenes Fasten brechen muss, um seine Gäste zu erfreuen oder als Zeichen seiner spirituellen Führung, so sollte er seiner Seele das nicht bis zum Ende genießen lassen, sondern so wenig wie möglich essen und weniger essen, als er normalerweise essen würde. Wenn er am Tag gefastet hat, so dass er seinem Nafs zwei Genüsse enthält: Das eine ist das Brechen des Fastens und das andere ist die Freude des Essens zur Befriedigung des Herzens. Desweiteren sollte man nicht immer Brot mit Eintopf zu sich nehmen, sondern auch nur mit Brot zufrieden sein.


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