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Tuesday 21st of May 2019
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DIE QUELLEN DES SCHIITISCHEN DENKENS

DIE QUELLEN DES SCHIITISCHEN DENKENS  

Bevor wir die Glaubensgrundsätze undpraktischen Handlungen der Schiiten untersuchen, sollen wir zuerstdie Quellen auf die diese ihr Islamverständnis aufbauen, kennenlemen.

In diesem Kapitel sprechen wir über die Quellenschiitischen Denkens, mit anderen Worten, über die Quellen, auf denennach schiitischen Gesichtspunkten jegliches Studium und jegliche Anschauungüber den Islam basieren sollen. Für das Verständnis aller islamischerFragen, sowohl in den Bereichen von Glauben, Ethik und islamischemRecht, soll man sich entsprechend der jeweiligen Frage, an eine oder mehreredieser Quellen wenden. Diese Quellen sind: der Koran, die Tradition desPropheten, die Vemunft und die Übereinstimmung.

DER HEILIGEKORAN

Es ist hier notwendig zu sagen, daß der HeiligeKoran zweifellosdie wichtigste Quelle fiir die Islamkenntnis aller Muslime, eingeschlossen der Schiiten ist. Der Koran vereinigt alleMuslime. Abgesehen von den verschiedenen Glaubensrichtungen und Denkschulen sowie unterschiedlichen Kulturen,denen die Muslime angehören,glauben alle Muslime an ein Buch, den KORAN, als dem göttlichen Führer inihrem Leben. Wie seit Beginn desIslam, gibt es auch heute in der gesamten islamischen Welt, nur einen einzigen Koran, ohne Abweichungenund Unterschiede. Im Folgendenfinden Sie die wichtigsten Grundsätze der Schiiten bezüglich des Koran:

Wir glauben daran, daß der HeiligeKoran durch Allah dem Propheten Mohammad (s.a.a.s.) geoffenbart worden ist. Der Koran macht alles deutlich, und er ist ein ewigesWunder. Seine Sprachkraft, Klarheit,Wahrheit und Weisheit machen es den Menschen unmöglich ähnliche Versezu schreiben. Der Koran, der uns heute vorliegt, ist genau der dem Propheten geoffenbarte Koran und wer etwas anderesbehauptet, ist ein Sünder, Skeptikeroder Lästerer, der auf jeden Fall vom rechten Weg abgekommen ist.Denn der Koran ist das Wort Gottes: "an den weder vorne noch von hintenherankommt, was unwahr ist." (41:42)

Wir glauben daran, daß wir den Koranmit unserem Handeln und mit unseren Worten ehren sollen. Deshalbsoll sogar auch nicht ein Buchstabe davon mißachtet oderdurch eine unreine Person berührt werden. Der Koran sagt: "der nur vonGereinigten berührt wird."(56:79)

DieSchiiten lehnen jede Veränderung des Koran ab Wiezuvor erwähntwurde, lehnen die Schiiten jede Änderung desKoran ab, und glauben fest daran, daß der jetzige Koran genau die auf den Propheten herabgesandteOffenbarung ist. Der Koran istvollkommen und umfassend, bisher hat niemand auf der ganzen Welt ein Exemplardes Koran gesehen, das vom Original abweicht. Heute stehen uralte Manuskripteaus der Zeit der schiitischen Imame zur Verfügung, die exakt dem heutigen Koran entsprechen.

Der Heilige Koran sagt selbst deutlich, daßAllah ihn vor jeder Änderung bewahrt:

"Wirhaben die Mahnung herabgesandt und wir geben auf sieacht."(15:9)

'Allameh Mohammad Hoseyn Tabataba'i erklärtdiesen Vers in seinem wertvollen Korankommentar-Werk 'Al-Mizan':

"... Der Koran ist eineewig bleibende Mahnung, die nie vergeht odervergessen wird. Er ist jeder vor Abweichungbewahrt und auch geschützt vor jeder Änderung seiner Form oder Gestalt, die seinen Charakteroder seine Aufgabe, welche die Mahnung von Allah ist, und die göttlichenWeisheiten und Wahrheitenzum Ausdruck bringt, beeinflussen. Der oben genannte Vers weist darauf hin,daß das Buch Gottes immer vorjeglicher Änderung bewahrt wurde undauch zukünftig bewahrt werden wird.

DIETRADITION (SUNNA)

Nach dem Koran ist die wichtigste Quelle fur dieIslamkenntnis und das schiitische Denken, die Tradition (Sunna) desgeehrten Propheten Mobammad (s.a.a.s.), welche seine Reden und Handlungenenthält. Der Koran selbst gibt dem Propheten deutlich dieseStellung und diesen Rang, denn entsprechend der Verse des Korans,ist es die Pflicht des Propheten, daß er den Menschen den Koranerläutert (16:44) und sie den Koran und die Weisheit lehrt(62:2). Der Prophet Mohammad (s.a.a.s.) ist ein vollkommenesVorbild fiir die Gläubigen (33:21). Er redete nie nach seinemprivaten Willen und Wunsch (52:3). Die Muslime sollenalles, was ihnen der Prophet gebietet annehmen, und sollen auf alles,was er ihnen verwehrt, verzichten. (59:7)

DieSchiiten, so wie auch die anderen Muslime, lieben den Propheten Mohammad (s.a.a.s.) aus Achtung der zuvor genannten Koranverse, wie auch anderer Verse bezüglichseines Ranges und seiner Stellung als einer Person, die durch Gott direkterwählt wurde um den Menschen seine Botschaft mitzuteilen, und siefolgen allen seinen Befehlen. Dies wird später nochgenauer erläutert.

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user comment
Pilar
Hallo zusammen, was die medsziniche Versorgung der Krankenkassen angeht, so kf6nnte es sogar schon reichen, wenn seitens des MDK fachliche! Entscheidungen getroffen werden. Unter fachlich verstehe ich als Betroffene, dass ein Arzt beim MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) sich mit leitliniengerechten Therapiealternativen seiner erfahrenen, behandelnden! Kollegen auch wirklich auseinandersetzt. Ich vermute, dass Unklarheiten bzw. Hintertfcrchen in der Definition des Off-Label-Use ausgenutzt werden und leider zu ungunsten des Patienten interpretiert werden, um die Langatmigkeit eines Klageverfahrens auszunutzen. Mit jedem Widerspruch bleibt das Geld erstmal bei der GKV. Dabei wird vergessen, dass der behandelnde Neurologe mitunter den grossen Patientenfrust gleich mitbehandeln muss, in Form von Psychotherapien, Rfcckfe4llen etc.., was die Behandlung gewiss unnf6tig verteuert. Deshalb ist es ffcr alle LEMS'ler und MG'ler gut, dass die Off-Label-Use-Expertengruppe des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) Therapien, wie z.B. intravenf6se Immunglobuline, CellCept, Tacrolimus, in eine positive Liste aufnimmt. Das Gerangel um evidenz-basierte Studien, die der MDK sehr oft falsch interpretiert, ist dann nicht mehr ganz so vordergrfcndig. Die Gesetzeslage zum Off-Label-Use ist ohnehin schwer zu verstehen, erst recht, wenn man sich als betroffener Patient und Laie zwangsle4ufig damit auseinandersetzen muss!Erfreulich we4re eine baldige Zertifizierung der Myasthenie-Zentren, so dass eine qualitative, einheitliche Versorgung garantiert ist. Vielleicht bleibt uns dann einiges erspart und mancher kommt spe4testens dann in den Genuss einer dem Schweregrad der Erkrankung angemessenen Dauerbehandlung. LG Jutta O.
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2013-01-02 19:30:14