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Thursday 27th of June 2019
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Einer unserer hohen und einflussreichen Gelehrten sagte einmal:

Einer unserer hohen und einflussreichen Gelehrten sagte einmal:

 

„Eines der zwei stärksten Barrieren, aufgrund dessen viele Menschen nicht in die Rechtsschule der Ahl-ul-Bayt kommen, ist der Latem2 und der La'n3.

 

Letztere ist Gegenstand der folgenden Analyse. Viele Muslime haben traurigerweise aus unterschiedlichen Gründen eine Abneigung gegenüber Schiiten bzw. der schiitischen Richtung des Islam. Eines der Gründe sind, wie schon erwähnt, eben das Verfluchen bestimmter Personen. Die Frage ist, verfluchen wir Personen aufgrund der Person an sich oder hat es eine tiefgründigere Bedeutung?

 

Einige wenden auch ein, dass die Verfluchung aus Interessenstärkung geschieht. So absurd es auch klingen mag, aber es gibt tatsächlich Muslime, die glauben, dass wir bestimmte Personen verfluchen, um sie schlecht darzustellen und damit die andere Rechtsschule zu schwächen und unsere Eigene als die „Überlegene” darzustellen.

 

Dieser Gedanke ist nicht akzeptabel und wird von jedem gesunden Menschenverstand klar abgelehnt. Denn es braucht kein Licht, um zu beweisen, dass die Sonne scheint. Und wenn jemand aus diesem Grund verfluchen und verdammen sollte, so hat er weder den Gedanken des La'n verstanden, noch das Prinzip von Tawallah und Tabarrah4. Und folglich sollte er sich dann bitte nicht Schiah bzw. Anhänger von Imam Ali ibn Abi Talib nennen!

 

Zwei Probleme, die auftauchen:

 

   1.

 

      Einige unserer Leute wissen nicht wie sie ihre Liebe dirigieren sollen

   2.

 

      Einige unserer Leute haben seit Jahren La'n rezitiert in Ziyarat Aschura und haben die Bedeutung des La'n jedoch nicht verinnerlicht

 

Konkrete Analyse des „La'n” in Ziyarat Aschura:

 

   1.

 

      Was ist der Ursprung von Ziyarat Aschura?

   2.

 

      Welche Vorzüge hat Ziyarat Aschura?

   3.

 

      Wie kann ich zeigen, dass die La'na in Aschura schließlich ein islamisches Konzept ist? Wo sind die Referenzen im Koran?

 

1. Was ist der Ursprung von Ziyarat Aschura5?

 

Ziyarat Aschura ist weder von Imam Sadiq, noch von Imam Baqir, noch von Imam Sajjad oder vom Propheten. Ziyarat Aschura ist bekannt als Hadith Qudsi6! Denn in dieser Ziyarah sind weder die Worte von den Imamen noch von den Propheten. Es ist der Ausdruck der Liebe von Allah7 (swt) zu Aba Abdillah8! Und es ist ein Ausdruck des Hasses gegenüber den Feinden von Aba Abdillah!

 

Der Hadith (bezüglich Ziyarat Aschura) sagt: Es wurde überliefert vom sechsten Imam, vom fünften Imam bis hin zum Propheten, welcher sagte: „Ich habe es von Jibrail erhalten, der es von der beschützten Tafel brachte, welches Allah als Ehre für Abi Abdillahs Tat an Aschura, sandte.”

 

Infolgedessen sind die Worte der Ziyarat Aschura nicht die Worte des Imam oder des Propheten, sondern es sind Allahs Worte!

 

2. Was sind die Vorzüge von Ziyarat Aschura?

 

Der sechste Imam erzählte Safwan:

 

„O Safwan, wer auch immer Ziyarat Aschura, von nah oder fern, rezitiert und danach seine Hände hebt (zum Dua), so wird Allah all seine Bedürfnisse/Bitten erfüllen. Zweitens, Allah wird ihn ins Paradies eintreten lassen und ihn von der Hölle abwenden. Und drittens, Allah wird ihm die Macht der Fürsprache verleihen. Ihm wird also keine Fürsprache gegeben, sondern ihm wird die Kraft verliehen Fürsprache zu halten. Und schließlich ist es so, als würdest du rezitieren und den Thron Allahs erreicht haben.”

 

Weiterhin finden wir in den Überlieferungen folgendes:

 

Ziyarat Aschura unterstützt die Erleichterung vom Leid im Grab, wenn nicht sogar entfernt es das Leid.

 

Es gibt da ein bekanntes Ereignis, welches von den Gelehrten des Hadith überliefert wird. Mullah Muhammad Yazdi erzählte, dass einer seinen engen Freunde starb. Er war nicht unbedingt der religiöseste Mensch auf diesem Planeten. Nach einigen Monaten seines Ablebens sah ich ihn in meinem Traum. Als ich ihn in meinem Traum sah, fragte ich ihn:

 

„Wie geht es dir? Und wo bist du jetzt?”

 

Er antwortete:

 

„Ich bin jetzt sehr glücklich!”

 

Ich sagte:

 

„Warum?”

 

Er sagte:

 

„Erst gestern wurde eine Frau neben uns begraben. Und plötzlich sahen wir den Fürsten der Märtyrer Aba Abdillah zu dieser Frau kommen und er sagte zu allen, die da waren: Hört auf mit der Strafe für diese Frau! Aufgrund der Macht dieser Frau waren alle, die in ihrer Nähe lagen ebenfalls nicht mehr (von der Strafe) betroffen.”

 

Sobald Mullah Yazdi dann aufwachte, erkundigte er sich über diese eigenartige Frau. Ein Freund teilte ihm mit, dass sie die Frau von Ustaz Haddad sei. Ustaz Haddad war in der Gemeinschaft bekannt. Ich eilte also zu Ustaz Haddad und fragte ihn: Gibt es einen Menschen in deiner Familie, von welchem du dich trennen musstest? Er antwortete:

 

„Ja, erst gestern hatten wir eine Person, die uns verließ.”

 

Er fragte: „War diese Person von den Menschen, die stets die Tragödie von Aba Abdillah in Karbala erwähnte?” Er sagte: „Nein.” Er fragte weiter: „War es eine Person, die die Menschen von Aba Abdillah erzählte?” Er sagte: „Nein.” Er fragte weiter: „Gab es eine Tat, die diese Person stets praktizierte?” Er sagte: „Ja. In jedem Tag ihres Lebens hat sie Ziyarat Aschura rezitiert!” Er sagte ihm dann: „Ich teile dir eine frohe Botschaft mit. Ich sah einen Freund von mir im Traum und er sagte mir, dass aufgrund deiner Frau (die stets Ziyarat Aschura rezitierte), Allah durch Aba Abdillah al-Hussein entschied, die Strafe von ihr und von allen die in ihrer Nähe lagen, abzuwenden!”

 

Ayatullah Amini, der großartige Autor von „Ghadeer”9 erschien eines Nachts nach seinem Dahinscheiden seinen Söhnen im Traum. Sie fragten: „O Vater, wie fühlst du dich?” Er antwortete: „O meine Söhne, es könnte nicht besser sein.” Er fragte: „O Vater, ist es aufgrund deiner langen Nächte, die du im Gottesdienst verbracht hast?” Er sagte: „Nein.” Er fragte: „Ist es aufgrund deines großartigen Werkes „Al-Ghadeer”, welches viele Studenten heute studieren?” Er sagte: „Nein!” Er sagte dann: „Wieso dann, O Vater?” Ayatullah Amini antwortete: „Aufgrund meines ständigen Rezitierens von Ziyarat Aschura. Das ist es, was mir gewährte, nun da zu sein, wo ich nun bin.”

 

Der Vorzug von Ziyarat Aschura ist also das Erleichtern der Strafe!

 

      3. Der „La'n” in Ziyarat Aschura

 

a) Das Verfluchen Imam Alis durch Muawiyah

 

In Frage gestellt wird nun der „La'n” in Ziyarat Aschura. Wenn man diesen speziellen Bereich diskutieren möchte, so gebt niemals eine Meinung, die auf Ignoranz basiert. In der Ziyarah von Aschura finden wir einen „La'n” auf Yazid10, Shimr ibn Dhuljawshan11, Ibn Ziyad12. Und wir finden einen „La'n” nicht nur auf diese speziellen Namen, sondern auch auf Personen, deren Namen nicht erwähnt werden, was völlig verständlich ist! Die Personen, deren Namen nicht erwähnt werden, auf die ist ebenfalls ein „La'n”. Und die „La'na” ist nicht nur auf diese Menschen, sondern auf jeden, der diese Tat zugelassen hat. Die „La'na” erfasst nicht nur diejenigen, die Aba Abdillah töteten, sondern auch jene, die da saßen und zugeschaut haben.

 

Den ersten Aspekt, den man erwähnen sollte, wenn man mit unseren Geschwistern über die „La'na” diskutiert, sind die zahlreichen Jahre, in denen Muawiyah veranlasste, dass man Imam Ali (ع) verfluchen soll. Er führte die „La'na” gegen den Herrscher der Gläubigen ein und das auf der Kanzel in der Moschee! Jahrelang diese Verfluchung gegen Imam Ali (ع) in den Moscheen auf Befehl von Muawiyah. Wer hat diese abscheuliche Sitte nun verworfen? Es war Umar ibn Abdul Aziz! Und warum wurde es plötzlich von einem Herrscher der Banu Ummayah verworfen? Umar ibn Abdul Aziz13 hatte einen Privatlehrer, wie alle Söhne von Banu Umayyahs Herrscherfamilien. In jener Zeit war es gewöhnlich, dass wenn ein Kind bei einem Malheur fluchte, so verfluchte es Imam Ali (ع). Umar ibn Abdul Aziz erzählte daher: Ich war ca. 6 Jahre alt und ich verfluchte Ali ibn Abi Talib. Dabei merkte ich, wie mein Lehrer plötzlich finster blickte.

 

Ich fragte ihn nach dem Grund und er sagte: „O Umar, habe ich dir denn nicht die Geschichte von Badr im Koran erzählt?” Ich sagte zu ihm: „Ja, hast du.” Er sagte: „Hab ich dir nicht von jenen berichtet, die in der Schlacht von Badr kämpften und die Allah mit dem Paradies belohnt?” Ich sagte: „Ja.” Er sagte weiter: „Was ist wenn ich dir sage, dass es einen Mann gab, der von den 70 Feinden, 53 getötet hat, in der Schlacht von Badr?” Ich sagte: „Dieser muss selbstverständlich der meist Gepriesene sein.” Er sagte: „Mein Sohn, 70 von den Feinden starben, und 53 davon vom Schwert Ali ibn Abi Talibs.”

 

Umar ibn Abdul Aziz schwor sich ab diesem Zeitpunkt, dass wenn er Kalif werden würde, niemals erlauben wird, dass Ali ibn Abi Talib verflucht wird. Doch Umar ibn Abdul Aziz hatte eine Regierungszeit, die nur 2 Jahre dauerte, da man erkannte, dass dieser Kalif das Recht den wahrhaftigen Eigentümern zurückgab. Daher sollte jemand dich wegen dem „La'n” ansprechen, so sag ihm er solle das Fluchen gegen Amir Al-Mumineen durch Banu Ummayyah in der Geschichte nachforschen.

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      Aufruf zu Mut und Veränderungsbereitschaft
      Wir lassen uns die Stadt nicht wegnehmen“
      Hadrat.Imam Hasan Askeri (a.s)
      Grundlegendes zur Ahlulbayt (a.)

 
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