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„Taharat“..., Reinigung
5.2.3 „Taharat“..., Reinigung Der Betende hat während des Gebets „rein“ zu sein. Das heißt gemäß dem, was für ihn in Frage kommt, vollzieht er dazu entweder die „Wudu“, „Gusl“ oder „Tayyamum“. Körper und Kleidung haben zum Gebet „rein“ zu sein, durch nichts verunreinigt oder besudelt. 5.2.4 Unreines Einiges ist „unrein“, „nagis“. Unter anderem erstens: Harn und zweitens: Stuhl.88 Unrein sind ebenfalls die Exkremente von Tieren, deren Blut spritzender Natur ist. Das heißt von Tieren, deren Blut aus der Schlagader – falls diese eröffnet würde – „spritzend und springend“ hervorquillt. Unter anderen Füchse, Katzen, Hasen etc.. Wenn Tiere, deren Fleisch normalerweise „halal“ ist – wie z.B. Hühner – Unreines zu sich nehmen, so wird auch ihr Fleisch unrein und damit natürlich auch ihre Exkremente. Drittens: Auch Tierkadaver ist „unrein“, falls es sich um Tiere mit „spritzendem“ Blut handelt..., sei ihr Fleisch „halal“ oder „haram“. Wolle, Haare und Nägel von Tierkadavern sind dahingegen nicht als „nagis“ zu betrachten. Viertens: Auch das Blut von Tieren, deren Blut spritzender Natur ist, ist „nagis“. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Fleisch der Tiere „halal“ ist oder „haram“. Ebenfalls das Blut des Menschen ist, so es aus dem Körper hervortritt und man mit ihm in Berührung kommt, es zum Beispiel anfasst und dergleichen, unrein.89 Fünftens und sechstens: Hund und Schwein sind ebenfalls unrein. Dieses gilt für ihre sämtlichen Organe, Teile, einschließlich Fell, Haar etc. Siebtens: Wein und alles, was den Menschen trunken macht und flüssiger Natur ist – wie sämtliche Alkoholika – sind unrein. Achtens: Unrein ist selbstverständlich auch Bier. 5.2.5 Was „rein“ macht Zu allem, was „Unreines“ rein macht, sagt man „Mutahharat“. Dazu gehört: 88 Die Harnröhrenöffnung ist mit reinem Wasser zu reinigen. Nur mit reinem Wasser! Der Anus dahingegen mit reinem Wasser oder aber durch das Säubern mit Papier..., mit drei Stück Papier oder ähnlichem. Letzteres ist jedoch nur dann möglich, wenn Stuhl aus dem Anus noch nicht hervorgetreten ist. Andernfalls ist die Reinigung nur mit Wasser vorzunehmen. Es sei daran erinnert, dass dann, wenn drei Stückchen Papier oder ähnliches nicht ausreichen, weitere zu verwenden sind, damit die Öffnung völlig sauber und rein wird. 89 Das bedeutet jedoch nicht, dass Transfusionen nicht erlaubt wären. - 191 - Erstens: Wasser. Mit Wasser ist alles, was „unrein“ wurde, zu reinigen. Aber nur unter der Voraussetzung, dass es sich um klares, reines Wasser handelt, dem nichts zugefügt wurde.90 Das heißt, es darf nicht zu wenig sein. Wenn es sich um eine Menge klaren, reinen Wassers handelt, die ein quadratisches Gefäß in der Länge, Breite und Höhe von je dreieinhalb Handbreiten füllen würde, so bleibt das Wasser rein, auch wenn Unreines, beispielsweise ein Tropfen Blut, in es hineinfällt. Ist es jedoch weniger Wasser, so würde es ebenfalls unrein werden, wenn es mit Unreinem in Berührung kommt. Zweitens: Erde. Mit Erde kann man Fuß- und Schuhsohlen reinigen. Drittens: Sonne. Sonnenschein reinigt z.B. unrein gewordene Erde und Strohmatten. Viertens: Estehaleh, d.h. Metamorphose. Durch Metamorphose wird Unreines rein. Ein Hund beispielsweise, der in ein Salzmeer oder eine Salzlache fällt, wird dadurch rein. Fünftens: Übertragung. Blut, das aus dem Körper des Menschen oder eines Tieres mit „spritzendem Blut“ in den Körper eines Tieres mit nicht spritzendem Blut gelangt, wird rein. Zum Beispiel Blut, das vom Menschen in den Körper einer Mücke oder eines anderen Insekts gerät. Sechstens: Beseitigen von Unreinem am Körperäußeren eines Tieres oder im Körperinneren des Menschen wie Naseneingangsräume. Wenn beispielsweise der Rücken eines Tieres oder das Naseninnere des Menschen unrein wurden – beispielsweise durch Blut – so wird die betreffende Stelle, sobald das Unreine beseitigt ist, rein. Sie mit Wasser nachzuspülen erübrigt sich dann. Siebtens: „Tabi’at“ oder Zugeordnetsein. Hiermit ist folgendes gemeint: Wenn sich ein Ungläubiger zum Ein-Gott-Glauben bekennt und Muslim wird, so wird sein Kind – wie er – ebenfalls rein. Achtens: „Naqsan“, Verflüchtigung, Verdunstung. Gemeint ist hiermit die Verflüchtigung von zwei Drittel Traubenwasser. Wenn Traubenwasser zu brodeln bzw. gären beginnt, ist es unrein. Wenn es zu Essig wurde bzw. zwei Drittel von ihm durch Brodeln verdunstet sind, ist das letzte Drittel rein. 5.2.6 „Wudu“ Es ist empfohlen, vor der Wudu die Zähne zu putzen und Mund und Nase mit Wasser auszuspülen. Vorgeschrieben ist folgendes: Erstens: Die Körperteile, die von der Wudu betroffen sind, haben sauber und rein zu sein. Zweitens: Das Wasser zur Wudu muss klar, absolut rein und „halal“ sein. 90 Auch die Wassermenge ist mit ausschlaggebend - 192 - Drittens: „Niyyah“. Wir haben die Wudu mit dem Vorhaben, sie um der Zufriedenheit Gottes willen durchzuführen, vorzunehmen. Wenn wir sie jedoch in dem Gedanken vollziehen, um uns zum Beispiel abzukühlen, so ist sie für das Gebet wertlos. Viertens: Reihenfolge. Zunächst ist das Gesicht, dann der rechte Arm (über dem Ellbogen angefangen bis zu den Fingerspitzen hinunter), dann der linke zu waschen. Selbstredend mit reinem, klarem Wasser. Danach ist mit den noch feuchten Fingerspitzen über den Kopfscheitel, den rechten Fußrücken und abschließend über den linken zu streichen. Fünftens: Keine Säumigkeit bei der Wudu. Richtig ist, die Wudu hintereinander zu vollziehen und nicht zwischen den einzelnen Wudu-Abschnitten soviel Zeit verstreichen zu lassen, das die einzelnen Bereiche bereits trocken geworden sind, noch bevor der letzte Wudu-Abschnitt vollzogen wurde. Wenn jedoch die Wudu zügig vonstatten geht, aber die Körperwärme oder Lufttemperatur so hoch ist, dass die feuchten Wudu-Bereiche noch vor Beendigung der Wudu trocken geworden sind, ist die Gebetsreinigung gültig. Anmerkung: Es ist nicht notwendig, dass das Bestreichen des Scheitels mit den feuchten Fingerspitzen direkt auf der Kopfhaut bzw. am Haaransatz erfolgen muss. Wenn die „Mash“ auf dem Haar des vorderen Scheitels erfolgt, ist dagegen nichts einzuwenden. Wenn aber das Haar des mittleren oder hinteren Kopfabschnitts nach vorn oder von einer Seite zur anderen frisiert wird, oder aber das Vorderhaar so lang ist, das es ins Gesicht hineinfällt, muss ein kurzer Scheitel eröffnet werden und die „Mash“ in Scheitelhöhe auf der Kopfhaut oder aber an den Haarwurzeln entlang erfolgen. 5.2.7 Was die „Wudu“ ungültig macht Das, was die Wudu ungültig werden lässt, wird als „Mubatalat“ bezeichnet und betrifft acht Dinge: Toilettenbesuch (Harn oder Stuhl), abgehende Winde, Ohnmacht, Trunkenheit, Schlaf oder Schlummern91, Irresein, Beischlaf und alles, das eine „Gusl“ notwendig macht. Ebenfalls „Istehadeh“, d.h. Außer-Regel-Blutungen.92 5.2.8 „Gusl“ Die „Gusl“ kann auf zweierlei Weise erfolgen. Einmal in der entsprechenden Reihenfolge, in der die Ganzwaschung vorgenommen wird, zum anderen durch Untertauchen in reinem Wasser. 91 Ein Zustand in dem Augen und Ohren nichts mehr wahrnehmen. Das heißt, wenn die Augen auch geschlossen sind und nichts mehr sehen, die Ohren aber noch aufnahmefähig sind, so wird die Wudu nicht ungültig. 92 Und selbstverständlich die Regelblutung, die aber sowieso vom Gebet befreit - 193 - Bei der ersten Art wird die Gusl in der vorgeschriebenen Reihenfolge vollzogen. Man beginnt, nachdem der Körper gesäubert ist, mit dem Abduschen zunächst bei Kopf und Hals. Dann folgt die rechte Seite, dann die linke. Bei der zweiten Form taucht der Betreffende völlig unter Wasser. Wir unterscheiden zwischen der Pflicht-Gusl und der empfohlenen. Die von der Religion empfohlenen Gusl sind zahlreich, wohingegen es nur sieben Pflicht-Gusl gibt: Erstens Beischlaf – Gusl (Ginabat) Zweitens: Toten-Gusl Drittens: Jene Gusl, die jemand zu vollziehen hat, der einen Toten, der bereits erkaltet ist, aber an dem die Toten-Reinigung noch nicht vollzogen wurde, berührt hat. Viertens: Die Gusl, zu der man sich durch ein Gelöbnis oder ein Versprechen verpflichtet hat. Fünftens: Menstruations-Gusl (Hayd) Sechstens: „Nifas“-Gusl (Geburt) Siebtens: „Istehadeh“-Gusl, bei Außerregelblutungen Die ersten vier Gusl-Arten betreffen Männer und Frauen. Die drei letzten nur Frauen. Auch folgendes ist zu beachten: Einiges gibt es, das für jene, die zu einer „Gusl-Ginabat“93 verpflichtet sind, „haram“ ist: Erstens: Die Schrift des Koran, den geschriebenen Namen Gottes oder die geschriebenen Namen des Propheten und der Imame (a.s.) zu berühren. Zweitens: Durch die Heilige Moschee (Masgid ul Haram) oder die Moschee des Propheten in Medina (Masgid un Nabi) hindurchzugehen oder sich in ihr aufzuhalten. Drittens: Auch der Aufenthalt in einer jeden anderen Moschee ist nicht gestattet und ebenfalls nicht, etwas in sie hineinzulegen, beispielsweise ein Buch, eine Schrift. Viertens: Das Lesen einer jener Suren, die zur „Sagdah“ verpflichten, das heißt die Suren „Nagm“, „Iqra“, „Tanzil“ und „Sagdah“. Weitere Bestimmungen und detaillierte Erklärungen im Zusammenhang mit Beischlaf, Menstruation, Geburt und Außerregelblutungen sind den entsprechenden Angaben renommierter „Ressalehs“ zu entnehmen. 93 Das gleiche gilt für die „Gusl-Hayd“ und die „Gusl-Nifas“ - 194 - Anmerkung: Auch zur Gusl gehört, ebenso wie zur Wudu, die Niyyah. Zudem hat der Körper – ebenso wie bei der Wudu – absolut gesäubert und ohne fettige Rückstände u.a. (z.B. fetthaltiger Creme) zu sein, damit das Wasser die Haut aller Körperteile ungehindert erreichen kann. 5.2.9 „Tayyamum“ Wenn die Gusl oder Wudu vollzogen werden muss, aber kein Wasser vorhanden ist oder aber die Zeit drängt bzw. aus Krankheitsgründen kein Wasser benutzt werden darf, so ist die „Tayyamum“-Ersatzreinigung – vorzunehmen. Hierzu sind vier Dinge vorgeschrieben bzw. Pflicht: Erstens: Niyyah. Zweitens: Beide Hände müssen – gemeinsam – auf Erde oder auf etwas, das zur Tayyamum benutzt werden kann, gelegt werden. Drittens: Beide Handflächen streichen – beim Haaransatz beginnend, über die Augenbrauen hinweg bis zur Nasenwurzel – die gesamte Stirn. Viertens: Mit der linken Handfläche wird dann über den gesamten rechten Handrücken gestrichen. Danach mit der rechten Handfläche über den ganzen linken Handrücken. Diese Tayyamum-Form reicht aus als Wudu-Ersatz. Geht es jedoch um einen Gusl-Ersatz, so sind im Anschluss an das eben Gesagte noch einmal die beiden Handflächen auf Erde zu legen und dann zum zweiten Mal – wie eben beschrieben – über die Handrücken zu streichen. Weitere Bestimmungen zur „Tayyamum“: Erstens: Wenn Erde bzw. Sand nicht vorhanden ist, nehme man Kiesel, und in Ermangelung dessen Erdklümpchen. Sind auch diese nicht erreichbar, so verwende man Naturstein. Ist nichts von all diesem aufzutreiben, so begnüge man sich mit Staub, der an einer Stelle dichter liegt. Zweitens: Tayyamum auf Kreide, Gips, Metall oder anderen Mineralien ist ungültig. Drittens: Wenn Wasser erhältlich ist, jedoch nur zu einem hohen Preis, so ist der, der zahlungskräftig ist, nicht berechtigt, die Tayyamum als Ersatz für Wudu oder Gusl zu vollziehen. Er muss, da er dazu in der Lage ist, das Wasser zu Wudu bzw. Gusl kaufen. - 195 - 5.2.10 Gebetszeiten Für das Mittags- als auch das Nachmittagsgebet gibt es „separate“ und „gemeinsame“ Zeiten. Die separate Zeit für das Mittagsgebet reicht vom Beginn der Mittagszeit94 bis zu dem Zeitpunkt, da nach dem Adhan – dem Gebetsruf – das Gebet verrichtet werden kann. Wenn jemand in dieser Zeitspanne das Nachmittagsgebet verrichtet, so ist dieses ungültig. Die separate Zeit für das Nachmittagsgebet ist dann gegeben, wenn für das Verrichten dieses Gebetes vor dem Adhan zum Nachsonnenuntergangsgebet die dafür erforderliche Zeit noch geblieben ist. Also in der kurzen Spanne vor dem Adhan zum Nachsonnenuntergangsgebet ist – separat – das Nachmittagsgebet zu verrichten. Sollte jemand bis zu dieser Zeit das Mittagsgebet noch nicht gesprochen haben, so ist die Zeit dafür bereits verstrichen. („qada“). In einem solchen Fall ist unbedingt zuerst das Nachmittagsgebet zu verrichten, damit dieses nicht auch „qada“ wird. Die Zeitspanne zwischen der separaten bzw. speziellen Zeit für das Mittagsgebet und der des Nachmittagsgebetes kann für das zeitlich gleich aufeinanderfolgende Mittags- und Nachmittagsgebet genutzt werden. Wenn in dieser Zeit irrtümlich zunächst das Nachmittagsgebet, dann das Mittagsgebet verrichtet wird, so wird dieses nicht ungültig. Auch für das Nachsonnenuntergangsgebet und das Abendgebet gibt es spezielle bzw. separate Gebetszeiten als auch gemeinsame, das heißt gleich aufeinanderfolgende. Die separate Zeit für das Nachsonnenuntergangsgebet beginnt mit der „Magrib“95 und wahrt solange, bis dass die drei Rak’ah dieses Gebetes in Ruhe verrichtet werden können. Die spezielle bzw. separate Zeit für das Abendgebet ist dann gegeben, wenn bis Mitternacht96 noch genügend Zeit für das Verrichten der vier Rak’ah dieses Abendgebetes – „Escha“ – vorhanden ist. Sollte jemand bis dahin das Nachsonnenuntergangsgebet noch nicht gesprochen haben, so hat er zunächst das Abendgebet und dann das Nachsonnenuntergangsgebet (qada) zu verrichten. 94 Hierzu folgender Tip, um die Mittagszeit festzustellen: Wie stecken einen Stab oder ähnliches in den Erdboden, so dass er senkrecht zu stehen kommt. Morgens, wenn die Sonne aufgeht, liegt sein Schatten auf der westlichen Seite. Je höher nun die Sonne steigt, umso kürzer wird der Schatten. Zur Mittagszeit ist er am kürzesten. Dann, wenn die Mittagszeit verstreicht, fällt der Schatten des Stabes in östliche Richtung. Je mehr sich die Sonne dem westlichen Horizont zuneigt, umso länger wird nun der gen Osten zeigende Schatten. Mit anderen Worten: Wenn der Schatten am kürzesten ist und von diesem Punkt aus gesehen zunehmende Tendenz hat, so wissen wir, dass die Mittagszeit erreicht ist. Allerdings ist zu bedenken, dass in einigen Orten wie beispielsweise Mekka, der Schatten zur Mittagszeit völlig verschwindet. Wenn dort der Schatten erneut zu wachsen beginnt, weiß man, dass die Mittagszeit bereits hereingebrochen ist. 95 Diese Zeit ist ungefähr 15 Minuten nach dem Sonnenuntergang gekommen. Sie ist daran zu erkennen, dass die Himmelsröte, die nach Sonnenuntergang im Osten sichtbar wird, schwindet. 96 Religionsrechtlich gesehen ist dann die Mitternacht gekommen, wenn nach der Mittagszeit elf Stunden und einer Viertel Stunde verstrichen sind. - 196 - Die Spanne zwischen diesen beiden separaten Zeiten kann für das zeitlich nacheinander folgende, sozusagen gemeinsame Verrichten des Nachsonnenuntergangsgebetes and Abendgebetes genutzt werden. Auch hier gilt: Falls jemand irrtümlich das Abendgebet vor dem Nachsonnenuntergangsgebet spricht, so wird dieses dennoch nicht ungültig. Die Zeit für das Morgengebet beginnt ab der Morgendämmerung97 und reicht bis zur Zeit des Sonnenaufgangs. 5.2.11 Kleidung Zur Kleidung, die der Betende trägt, gibt es folgendes zu sagen: Erstens: Sie muss rechtmäßiges Eigentum oder aber der Eigentümer der Kleidung muss damit einverstanden sein, dass der Betende sie zum Gebet trägt. Zweitens: Sie darf nicht unrein – nagis – sein. Drittens: Sie darf nicht aus der Haut eines Tierkadavers hergestellt worden sein..., ob das Fleisch des betreffenden Tieres nun „halal“ sei oder „haram“. Viertens: Die Kleidung darf nicht aus Wolle, Haar oder Flaum bzw. dem Filz eines Tieres erstellt worden sein, dessen Fleisch uns „haram“ ist. Fünftens: Ein Mann darf zum Gebet keine mit Goldfäden durchwirkte oder mit Gold verzierte Kleidung tragen, ebenfalls keine seidene und auch keinen Goldschmuck. Ganz abgesehen davon ist ihm auch sonst das Tragen von Goldschmuck oder seidener bzw. mit Gold durchwirkter oder verzierter Kleidung nicht erlaubt (haram). 5.2.12 Gebetsort Hierzu folgende Hinweise: Erstens: Der Ort oder Platz, an dem das Gebet verrichtet wird, muss rein sein. Zweitens: Es muss eine Stelle sein, die sich „in Ruhe“ befindet, d.h. der Boden darf nicht schwingen oder schwanken. Wenn jedoch eine solche Stelle nicht gegeben ist – wenn sich der Betende z.B. auf einem Schiff befindet, in einem Flugzeug, Omnibus etc. – so ist das Gebet auch 97 Kurz vor dem Morgen-Adhan beginnt im Osten ein heller Streifen am Horizont sichtbar zu werden, eine Zeit, die als „Fagr eins“ bezeichnet wird. Wenn dieser helle Streifen breiter geworden ist, spricht man von „Fagr zwei“. Es ist die Zeit des Morgen- Adhans und damit der Beginn der ersten Zeit des Morgengebetes. - 197 - unter solchen Bedingungen gültig. Die Qibla ist jedoch einzuhalten. Das heißt, falls das betreffende Fahrzeug seine Richtung ändert, hat auch der Betende eine andere Richtung einzunehmen, so dass die Qibla stets gewährleistet ist.98 Drittens: Wie gesagt, der Gebetsplatz hat rein zu sein. Zumindest aber trocken, damit die Unreinheit nicht durch Feuchtigkeit an Körper oder Kleidung des Betenden gelangen kann. Jene Stelle aber, die bei der „Sugud“ mit der Stirn berührt wird, muss unbedingt rein sein. Wenn sie unrein d.h. „nagis“ ist – auch wenn sie trocken sein sollte – wird das Gebet ungültig. Viertens: Die Stelle, die bei der Sugud mit der Stirn berührt wird, darf – verglichen mit der Höhe der Knie oder Zehenspitzen – nicht höher oder niedriger sein als vier Finger breit. 5.2.13 „Qibla“ Die Ka’ba, das Gotteshaus in Mekka, ist die Gebetsrichtung – Qibla – der Muslime. Wer sich weitentfernt von ihr befindet, kann nicht so ohne weiteres feststellen, wo – d.h. in welcher genauen Richtung – sich die Ka’ba befindet. Er muss daher nachfragen und sich bei verlässlichen Personen nach der Qibla erkundigen. Wenn ihm keine anderen Mittel gegeben sind, mit Hilfe derer er die Gebetsrichtung feststellen kann (z.B. Gebetsrichtungsmesser), darf er sich auf ihre Angabe verlassen und das Gebet in der von ihnen gewiesenen Richtung verrichten. Das gleiche gilt für die Dibh-Schlachtung oder andere Dinge, die ebenfalls in Richtung der Qibla zu vollziehen sind. Wer nicht im Stehen bzw. Sitzen das Gebet verrichten kann, hat es im Liegen zu sprechen. Und zwar so, dass seine rechte Körperseite in Richtung Qibla weist. Wenn ihm ein solches Liegen nicht möglich ist, so hat seine linke Seite der Qibla zugewandt zu sein. Und ist auch das nicht durchführbar, so haben seine Fußsohlen – währenddessen er auf dem Rücken liegt – in Richtung Ka’ba (Qibla) zu weisen. Wenn der Betende nicht weiß, welches die Qibla-Richtung ist, so kann er sich unter anderem an der „Mihrab“ der Moscheen jenes Ortes, an dem er sich befindet, orientieren. Darum, weil eine Mihrab stets in Qibla-Richtung weist. Auch an der Ausrichtung der Gräber muslimischer Friedhofe ist die Qibla festzustellen oder aber, wie gesagt, durch Erfragen bei zuverlässigen Personen oder aber mit Hilfe eines Gebetsrichtungsmessers.
Konzepte sozialer Gerechtigkeit im Islam
Der alte Goethe dichtete dann folgenden Vierzeiler, der in den Nachlassgedichten zum Divan zu finden ist: Und wenn es in dem Hymnus heißt: "mit zu deinem alten Vater", so könnte ein flüchtiger Leser auf den Gedanken kommen, es handle sich bei dem Adjektiv 'alt' um ein bloßes Füllwort, das Goethe eingefügt hat, um den rhythmischen Fluss des Verses aufrecht zu Zweitens aber kommt in diesem Gedicht ein weiterer, bisher noch nicht erwähnter Aspekt des Islam zur Geltung, der neben der Einheitslehre eine große Anziehungskraft auf Goethe ausgeübt hat: Auch der Einfluss von Spinoza auf Goethe war lange Zeit ein Tabu-Thema in der Goethe-Forschung. Momme Mommsen war einer der Ersten, der sich in zwei Studien diesem Thema zugewendet und der auch die erste umfassende Monographie über Goethes Beziehung zu Sp Goethe und der Islam Wofür ist Zakat zu leisten? Ein Beispiel von vielen aus dem Koran: Verantwortung für die Schöpfung Was ist Islam? Verleumdung im Islam Seid ihr bereit für den Tod? Die Antwort, auf einige typische Fragen über Allah swt Pflanzen, die sich selber schützen können Haifische, die Elektrizität spüren |
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